Urlaubseuro im Winter: Schweiz-Skiurlaub bleibt teuer

27.12.2012 | 11:33 |   (DiePresse.com)

Wer mehr für sein Geld bekommen möchte, sollte nach Ungarn oder Kroatien reisen. Auch in Japan und den USA gewinnt der Urlaubseuro.

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Wer diesen Winter billig Urlaub machen will, sollte am besten nach Ungarn oder Kroatien fahren. Dort bekommt ein Österreicher für 100 Euro nämlich Waren und Dienstleistungen im Wert etwa 140 Euro. Skiurlaub in der Schweiz ist hingegen unverändert teuer: Dort sind 100 Euro nur 71 Euro wert, errechnete die Bank Austria. Insgesamt hat der sogenannte Urlaubseuro im Winter 2012 etwas an Wert verloren, wobei die Tendenz uneinheitlich ist.

"Der Urlaubseuro profitierte in vielen Euroländern von der niedrigeren Inflation als in Österreich, in den Nichteuroländern litt er unter der Abwertung des Euro", so Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Donnerstag in einer Aussendung.

Ungarn und Kroatien vorne

Unter den wichtigsten Ferienländern bekommen Österreicher derzeit in Ungarn und Kroatien am meisten für den Urlaubseuro. Auch in der Türkei, in Slowenien und in Portugal ist der Winterurlaub günstig, ebenso in den USA.

Deutlich mehr wert ist der Urlaubseuro auch in vielen ost- und südosteuropäischen Ländern, speziell in Rumänien, Bulgarien und Polen. Wobei der Wert in Polen wegen der Aufwertung des Zloty etwas abgenommen hat.

In Griechenland ist der Urlaubseuro heuer etwas mehr wert als voriges Jahr. "Dies ist eine Folge der Stagnation der Preise in diesem Land", erläuterte Bruckbauer.

Schweiz bleibt teuer

Nach wie vor teuer ist Skiurlaub in der Schweiz. Die Deflation in dem Nachbarland kann die starke Währung nicht ausgleichen, so die Bank Austria. Definitiv weniger als zu Hause können Österreicher auch in Irland, Kanada und Schweden kaufen.

In Übersee spielt die höhere Inflation in Österreich beim Wertevergleich für den Urlaubseuro nur eine geringe Rolle; die Wechselkursentwicklung ist da wichtiger. Im Durchschnitt hat sich der Wert des Urlaubseuro diesen Winter kaum verändert, Ausnahmen sind Japan und Brasilien. In Japan bekommt man zwar weiterhin deutlich weniger als in Österreich, aber immerhin um 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Brasilien, wo Österreicher etwas mehr für ihr Geld bekommen, gewann der Urlaubseuro 9 Prozent.

(APA)

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3 Kommentare
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Offene Fragen

Winterurlaub in Ungarn....ahja. Und wie verhält es sich mit dem Spirituosen-Warenkorb in Saudi-Arabien bzw. der Preisskala für Sprachkurse im Jemen? Wir sind gespannt....

Re: Offene Fragen

Ein Sprachkurs im Jemen: 7 Mio Euro

Aber nicht für den Kursteilnehmer. ;-)
Zahlen tut der Staat Österreich.

Alltagseuro

Mein Alltagseuro hat sich 2012 im näheren Nachbarbereich folgendermaßen entwickelt:

Tankstelle: - 20%
Lebensmittelhandel: - 15%
Dienstleistungen: - 10%

...

aber egal. Gottseidank wäre mein Euro in Brasilien mehr wert als 2011. Das hält mich am Leben und mein Vertrauen an unsere Politiker mitsamt deren Statistiken uneingeschränkt aufrecht

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