Ladenöffnung: Lugner zeigte Flughafen-Spar wieder an

27.12.2012 | 13:51 |   (DiePresse.com)

Lugner richtet auch Schreiben an Volksanwaltschaft, Wirtschaftsminister Mitterlehner und Landeshauptmann Pröll. Es geht um die Sonntagsöffnung.

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Richard Lugner verschärft in seinem Kampf um die Ladenöffnungszeiten die Gangart. Der Einkaufszentrumsbetreiber blitzte bereits beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) mit seiner Beschwerde gegen die aktuelle Sonntagsöffnungsregelung ab und hat Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg eingebracht. Bis dieser entscheidet, will Lugner die "schwarzen Schafe" in Österreich bekämpfen und hat deswegen neuerlich bei der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung eine Anzeige gegen die Spar-Filiale am Flughafen Wien in Schwechat eingebracht, wie Lugner am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte.

Schreiben gingen auch an die Volksanwaltschaft, Wirtschaftsminister Rudolf Mitterlehner und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (beide ÖVP). Grund für die neuerliche Anzeige - die erste wurde im September eingebracht - sind "neue Aspekte", erläuterte Lugner-Anwalt Adrian Hollaender. Diese bezögen sich auf das Urteil des VfGH sowie das Arbeitszeitgesetz. Hinterfragt werde auch die Verordnung des Landeshauptmanns, auf der die Erlaubnis für die Sonntagsöffnung von Spar am Flughafen beruht.

Das Öffnungszeitengesetz aus dem Jahr 2003 sieht bei der Sonntagsöffnung Ausnahmen für Lebensmittelgeschäfte mit einer Lokalgröße von maximal 80 Quadratmeter vor, der Landeshauptmann kann auch Ausnahmen für Geschäfte mit größerer Fläche festlegen, sofern es die Bedürfnisse der Reisenden erforderlich machen. Der Spar am Flughafen sei allerdings nicht nur für Reisende zugänglich, sondern frei für alle - und werde, wie persönliche Recherchen des Society-Löwen ergeben haben, hauptsächlich von Bewohnern aus der Umgebung und Flughafen-Angestellten frequentiert, wird argumentiert. Damit werde gegen das Sonntagöffnungsverbot verstoßen, meinen Lugner und sein Anwalt.

(APA)

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10 Kommentare

Mehr Arbeitsplätze

In den brasilianischen Hauptstädten haben große Geschäfte 24 Stunden offen. Das bedeutet mehr Arbeitsplätze und vor allem für den Verbraucher ruhiges und angenehmes einkaufen, ohne Stress und ohne Hast.

Mir kommt so vor als das der EU-Mensch nicht ohne Stress und Hast leben kann. Er will immer von der Uhr tyrannisiert werden.

Internationaler Flughafen

Geh bitte, der Lugner soll jetzt schön langsam endlich eine Ruh geben. Oder ist das wirklich anzustreben, dass man am internationalen Verkehrsflughafen der Bundeshauptstadt am Wochenende keine Möglichkeit hat einzukaufen?

Und der Herr sprach - Am 7 Tag sollst Du ruhn.

Wobei in Wien gibt es ja eh keine Christen mehr

Re: Und der Herr sprach - Am 7 Tag sollst Du ruhn.

Bei den Besuchern der Lugner City sicher nicht.

Dem Lugner seinen "Einkaufstempel"

brauch ich das ganze Jahr nicht, warum also ausgerechnet an einem Sonntag?

in der Politik

und Wirtschaft Österreichs sind z.Zt. einige 80jährige Gruftis in Alterspubertät
man sollte deren Gequake nicht allzuernst nehmen

Billa am Praterstern hat auch am Sonntag offen, und ist sehr gut besucht...

Beamte mit ihren ausgeruhten Gehirnen haben anscheinend nichts anderes zu tun, als sich Bl....ten auszudenken und es uns aufzuzwängen. Man sollte sie in die Privatwirtschaft entlassen, dort können sie beweisen ob sie was taugen!

Wo er Recht hat hat er Recht der Lugner!

Weg mit der Zwangsbevormundung durch Beamte!

Re: Weg mit der Zwangsbevormundung durch Beamte!

Und womit vertreiben die sich dann die Zeit? Ironie Ende.

Re: Wo er Recht hat hat er Recht der Lugner!

Recht haben und Recht kriegen...

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