Handel: Schwacher Start in "heiße Phase"

20 Prozent der Umsätze im Weihnachtsgeschäft werden zwischen Stephanitag und Silvester gemacht. Die Frequenz im Handel werde noch bis zum Tag der Heiligen Drei Könige verhältnismäßig stark sein.

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Symbolbild – (c) APA (HERBERT PFARRHOFER)

Wien/Apa. Ein wenig überraschend ist es nach den genussreichen Feiertagen doch – aber Confiserien, Süßwarengeschäfte, Fast-Food-Lokale und Kaffeehäuser waren bei einem Lokalaugenschein am Donnerstagvormittag die bestbesuchten Geschäfte auf der Wiener Mariahilfer Straße.

Die meisten übrigen Läden waren, bis auf einige Ausnahmen, höchstens durchschnittlich gefüllt. Zum Berstenvoll war nur ein Stiefelkönig-Geschäft, das sein Lokal komplett räumt und alles um 50 Prozent billiger verkauft. Interessantes offenbarte ein Verkäufer in einem Skateshop zum Einkaufsverhalten: „Die Jugendlichen haben das ganze Jahr über Geld. Weihnachten spielt da keine große Rolle mehr.“

 

Gutscheingeschäft läuft

René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer, erklärt dagegen, die Frequenz im Handel werde noch bis zum Tag der Heiligen Drei Könige verhältnismäßig stark sein. „Traditionell läuft jetzt noch das Gutscheingeschäft. Nur von Weihnachten bis Silvester werden 20 Prozent der Umsätze im Weihnachtsgeschäft erzielt“, so Tritscher. 2011 machte der Mehrumsatz im Dezember, im Vergleich zu den Monaten Jänner bis November, 2,4 Prozent aus. Im Weihnachtsgeschäft wurden 1,57 Mrd. Euro umgesetzt. Bis zum 15. Dezember lagen die Händler in Österreich um ein Prozent unter dem Vorjahreswert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.12.2012)

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