Magna Europa-Chef sieht Standort Österreich gesichert

28.12.2012 | 13:08 |   (DiePresse.com)

Gewerkschaften seien "flexibler" geworden, sagt Apfalter. Und bei dem "World Class Manufacturing" brauche man sich um Österreich keine Sorgen machen.

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Magna Europa-Chef Günther Apfalter sieht die rund 16.000 Arbeitsplätze in Österreich abgesichert, eine Standortgarantie könne aber "niemand geben", sagte er am Freitag im Ö1-Mittagjournal. Der kanadische Autozulieferer wolle zwar weiter in Osteuropa wachsen, aber es sei gut zwei Standbeine zu haben, und hier punkte Österreich mit seinen sehr guten Mitarbeitern.

Außerdem sei die Gewerkschaft "flexibler" geworden. Als Beispiel nannte er den Umstieg eines Teils der Beschäftigten vom (teuren) Metaller-Kollektivvertrag in einen (günstigeren) "Dienstleistungs-Kollektivvertrag".

Moderate Lohnabschlüsse hilfreich

Solange in Österreich "World Class Manufacturing" (Weltklasse-Fertigung, Anm.) betrieben werde, brauche man sich jedenfalls keine Sorgen über die Standorte in Österreich machen. Moderate Lohnabschlüsse seien hilfreich, diese Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, merkte er auf Nachfrage an.

Magna war zuletzt im Zuge der Eurofighter-Affäre in die Schlagzeilen geraten. Der von Parteigründer Frank Stronach ("Team Stronach") aufgebaute Zulieferkonzern soll von Kauf der Kampfflugzeuge mehr profitiert haben als dies Stronach im Eurofighter U-Ausschuss unter Wahrheitspflicht ausgesagt hatte. Stronach selbst betonte zuletzt, dass Aufträge an die Besten gingen und er den Eurofighter-Hersteller EADS mit oder ohne Gegengeschäfte beliefert hätte.

(APA)

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