Wien/Red. Der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, appellierte am Freitag an die österreichische Regierung, die Schulden abzubauen. Der Schuldenstand werde sich ab 2013 auf dem relativ hohen Niveau von 75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts stabilisieren. „Aus Sicht der Notenbank ist dieses Niveau eindeutig zu hoch, die Fortführung der Konsolidierungsbemühungen ist daher unabdingbar“, fordert Nowotny. „Wir hoffen, dass dieser Weg im Jahr 2013 – einem Wahljahr – nicht verlassen wird.“
Die offizielle Inflationsrate habe sich laut OeNB-Daten von 3,6 Prozent (2011) auf 2,5 Prozent (2012) verringert und werde „in den kommenden beiden Jahren infolge moderater Lohnabschlüsse und sinkender Ölpreise auf unter zwei Prozent zurückgehen“, prognostizierte Nowotny in einer Aussendung.
Im Sommer 2013 läuft der Vertrag von Nowotny aus, er hofft auf eine Verlängerung.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)
WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet

