Elektroautos sind Ladenhüter

03.01.2013 | 18:25 |   (Die Presse)

Die Zulassungszahlen sind weit von den Prognosen des Umweltministers entfernt. Nicht einmal 1500 Autos sind in Österreich unterwegs.

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Wien/Apa. Elektroautos sind hierzulande nicht gerade ein Renner. Ende 2010 waren rund 400 Fahrzeuge angemeldet, im Jahr 2011 kamen 600 Fahrzeuge dazu. Im Vorjahr wurden aber wieder nur rund 460 E-Autos neu zugelassen, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag bekannt gab.

Dabei geht Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) bis zum Jahr 2020 von rund 250.000 E-Autos auf Österreichs Straßen aus. Dazu müsste in den nächsten acht Jahren die jährliche Zulassungszahl auf über 30.000 Fahrzeuge explodieren.

Auch in Deutschland läuft es nicht wie geplant. So wollte Renault im Vorjahr 8000 E-Autos verkaufen, geworden sind es knapp 1000. Deutschland mit rund zehnmal so vielen Einwohnern wie Österreich rechnet bis zum Jahr 2020 mit rund einer Million Elektrofahrzeugen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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10 Kommentare

Preis und Reichweite

Ist doch völlig klar, dass keiner Elektroautos kauft, bei diesen abgehobenen Preisen? Der Staat zockt zwar UNVERSCHÄMT alle Autokäufe mittels Nova., CO² Abgabe und Mwstr. ab, im Gegenzug fördert er keineswegs die E- Fahrzeuge. Das bisschen Nova- Nachlass und keine CO² Abgabe lockt keinen Hund hinter dem Ofen hervor! Würden mittels ordentlicher Förderungen die Autos entsprechend preiswert sein, würden sicherlich genügend Leute zuschlagen! Aber teurer als jeder vergleichbare Benziner und dazu noch eine geringe Reichweite, das verlockt niemanden zum Kauf. Die Akkus halten auch nicht ewig und ist dann ein neuer Satz fällig, ist der Kostenfaktor zum Sprit aufs Unwesentliche geschrumpft. So kann man kein Produkt dem Bürger schmackhaft machen! Derart muss jedes E- Auto zum Ladenhüter werden! Schade darum, ehrlich gesagt.

Re: Preis und Reichweite

warum sollte der staat das klumpert fördern?

das elektroauto an sich ist ein geniales konzept
der wirkungsgrad ist sehr hoch und verglichen mit einem konventionellen antrieb sind die "sprit" kosten sehr sehr niedirg!

gäbe es einen e combi mit einer reichweite von 1000km, einer akkulebensdauer von 10 jahren um 20.000€ so würde ich und vermutlich millionen andere das teil sofort kaufen, da man mit strom um 3€ ca 100km weit kommen würde

welches konventionelle auto kann da noch mithalten?

nur derzeit ist die batterietechnologie noch zu primitiv um mit benzin und diesel mithalten zu können!

ist mal ein akku entwickelt, der halbwegs günstig produziert werden kann eine hohe energiedichte aufweist und sagen wir mal 5000 Ladezyklen gut übesteht wird die nachfrage nach dem e auto schlagartig ansteigen, und das konventionelle wird auf der mülldeponie landen!
dann werden auch keine förderungen notwendig sein, da das e auto in der theorie unschlagbar ist in der parksis haperts aber halt noch


Wenn man einmal...

... die ökologische Unsinnigkeit solcher Elektroautos beiseite lässt (schließlich kommt der Strom aus der Steckdose nicht, oder kaum, von relativ sauberen Atomkraftwerken, sondern hauptsächlich von ineffizienten Kohlekraftwerken), wer möchte schon in solchen hässlichen und unpraktischen Autos herumfahren? Das einzige Elektroauto, das normal aussieht, genug Leistung und ausreichend Komfort bietet und relativ alltagstauglich ist, ist der Tesla Model S. Nur kostet der ca 100000$

Aber die Grünen werden uns schon noch dazu zwingen kleine, überteuerte unpraktische und hässliche Elektroautos zu kaufen - schließlich werden sie dafür ja von der Autoindustrie kräftig gesponsert.

Re: Wenn man einmal...

Vom Tesla abgesehen, gäbe es noch einige andere tolle E- Autos, siehe Fisker Karma etc. - ebenfalls alle unerschwinglich! Was erschwinglich wäre, kann man als überteuert und potthässlich abhaken. Preis/Leistung passt hier einfach nicht! Theoretisch müssten E- Autos zumindest 1/3 billiger als vergleichbare Benziner sein, dann gäbe es auch einen entsprechenden Markt!

Re: Re: Wenn man einmal...

Und die Batterie bringt der Weihnachtsmann.

Was soll man von diesem Umweltminister erwarten?

Wenn man technische und ökonomische Aspekte begutachtet, wird jeder halbwegs Intelligente schnell feststellen, dass es sich für Otto-Normalbürger, der ja sowieso schon schauen muss, dass er/sie über die Runden kommt, zum jetzigen Zeitpunkt nicht rentiert, sowas anzuschaffen.

Die Schwachstelle bleibt der Akku:
Energiedichte gering, Preis hoch, muss alle paar Jahre erneuert werden und kostet ein paar Tausend Euro.
Und zum Laden braucht man vor allem eines: Zeit!

Abgesehen davon: Die Energie zum Laden muss auch irgendwo herkommen, der Akku muss produziert werden und dazu wird auch Energie benötigt!

Sie stehen auf verlorenem Posten.

Das interessiert doch einen echten grünen Ökofuzzi nicht, dass Batterien teuer, schwer, kurzlebig und meist aus gefährlichen Stoffen produziert sind (Pb, Cd, Li, F,...).
Und der Strom kommt sowieso von wind und Sonne.
Wasserkraftwerke werden ja auch reihenweise verhindert.

Was gibt es denn schon an E-Autos

abgesehen vom Nissan Leaf und dem Renault Fluence, daneben noch einige einem Auto ähnlichem Gebilde und Kleinstwagen wäre das Angebot bereits jeder erschöpft. Die durchaus akzeptablen teilelektisch Plug in Autos wie Opel Ampera,Chevrolet Volt,bzw. Volvo u. Toyota bewegen sich für vielen Käufer Jenseits der Leistbarket. Hier muss noch viel geschehen damit sich die breite Masse an E-Mobilität erwärmen kann. Wo bleibt bitte Ford, VW,BMW,MB etc. mit ihren E-Autos ???

Warum sollte jemand ein solches Auto mit NUR Nachteilen kaufen?

E-Mobile sind Forschungsgeräte aber ganz sicher nicht marktreif.

Abgesehen davon wäre der Stromverbrauch dieser Fahrzeuge eine inneffiziente Verschwendung von reiner Exergie.

Dass Politker solchen Dummheiten mit Steuergelder fördern ist der Gipfel der Gemeinheit gegenüber jedem Steuerzahler!

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