Fekter pocht auf Steuerentlastung für Kleinunternehmer

05.01.2013 | 12:38 |   (DiePresse.com)

Die Finanzministerin will sich nicht von "klassenkämpferischen Tönen" stoppen lassen, sagt sie in einem Interview.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) will sich von der SPÖ bei ihren Steuerentlastungsplänen für Kleinunternehmen nicht stoppen lassen. In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" machte die Ressortchefin am Samstag klar, dass sie sich auch von "klassenkämpferischen Tönen" nicht davon abhalten werde lassen, die Ausgabenpauschalierung für Gastronomiebetriebe auf alle anderen Branchen auszudehnen. Profitieren könnten Unternehmen bis zu einem Umsatz von 255.000 Euro.

Zuletzt hatten Arbeiterkammer und SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) dieses Vorhaben scharf kritisiert. Laut Schieder würde die ausgeweitete Pauschalierung Steuerausfälle von 300 bis 500 Mio. Euro verursachen. Fekter sprach dagegen am Samstag von einer Beseitigung "bürokratischer Hemmnisse" für Klein- und Einzelunternehmen.

Arbeiterkammer: "Unverantwortlich"

Auch die Arbeiterkammer ärgert sich über die Pläne. Die Neuregelung über alle Betriebstypen hinweg sei rechtlich fragwürdig, erklärte die Kammer in einer Aussendung und ergänzte, dass dies ein Steuergeschenk von mehreren 100 Millionen Euro und vor allem angesichts der Budgetlage unverantwortlich wäre.

Verhandlungsbereit zeigte sich dagegen BZÖ-Obmann Josef Bucher. Er rechnet aber damit, dass die ÖVP als "Dauerumfaller bei der Entlastung der Bürger" sich hier gegenüber den SPÖ sowieso nicht durchsetzen könne.

Wirtschaftsbund: "Win-Win-Situation"

Hoch erfreut zeigt sich der Wirtschaftsbund, dass Fekter bei der Ausweitung der Pauschalierung hart bleibt. Hier werde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen, erklärte Generalsekretär Peter Haubner in einer Aussendung. Durch Entbürokratisierung würden die Unternehmen gestärkt, wodurch wiederum Arbeitsplätze gesichert würden und der Wirtschaftsstandort attraktiviert werde.

(APA)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
42 Kommentare
 
12
Freiheit01
06.01.2013 20:21
1

was soll dieser bloedsinn

die sollen mal zuerst beginnen die wahrheit ueber den umfang der schulden, haftungen des bundes, larnder, gemeinden bekannt geben. dann eine klare aufstellung wohin unser steuergeld genau geht, denn wie man erkennt haben die keinen dau. ausser steuern erhoehen dann irgendwelchen gruppen angeblich zu geben obwohl keiner sagen kann ob es dort ankommt. nur mehr administrative arbeit vom apparat verlangt - mehr beamte. wie waere es damit das steuergesetz zu vereinfachen? steuern senken dadurch weniger administrative kosten. freibetraege, etc streichen. kann mich an einen bericht ueber das us-steuergesetz erinnern zuerst in den 60igern waren es 50 seiten gesetzestext, bei bush jr schon 50000 und bei obama ueber 100 000. ich schaetze bei uns wirds sicher noch schlimmer sein.

news2
06.01.2013 16:34
2

die övp gibt den bauern u. unternehmern wahlzuckerl - dagegen betreibt die SPÖ bei den arbeitnehmern,asvg pensionen u.mittelstand einen sozialabbau


kalathos
06.01.2013 14:56
2

Lupenreine Bestechung ist das, wenn uns die Politiker mit Wahlzuckerln anfüttern wollen

Die Politiker/innen haben aus dem Wahnsinn vor der Nationalratswahl 2008 offensichtlich gelernt, als sie uns über Nacht mit Wahlgeschenken in Milliardenhöhe überhäuften, die schon kurze Zeit später Ursache für harte Sparpakete wurden.
Denn vor der kommenden Wahl verabreichen sie ihren Wählergruppen die Wahlzuckerl in homöopathischen Dosen: Ein paar hundert Millionen da und dann wieder dort.
Den Anfang hat der n.ö. Landeshauptmann gemacht, der im März eine Landtagswahl zu schlagen hat, wo seine absolute Mehrheit auf der Kippe steht. Er hat für die Pendler eine Erhöhung des Pendlerpauschales herausgeschlagen und versucht so, zusätzliche Wähler zu ködern.
Jetzt ist es die Finanzministerin selbst, die sich um unser Steuergeld nicht lumpen lässt. Sie hat auf einmal ihr Herz für die Kleinunternehmer entdeckt und macht sich für deren Steuerpauschalierung stark, was Steuerausfälle von 300 bis 500 Millionen bringen wird.
Es ist daher zu befürchten, dass diese Großzügigkeit zu demselben Resultat führen wird wie 2008 und wir nach geschlagener Wahl wohl wieder vor einem neuen riesigen Schuldenberg stehen werden .
Zweifellos ist das, was die Politiker vor den Wahlen mit uns Bürgern treiben, lupenreine Bestechung, weil sie uns schon Monate vorher anfüttern, um unsere Stimmen zu bekommen. Denn andere Argumente, warum wir sie wählen sollen, fehlen ihnen meist.

Emil Huber
06.01.2013 13:37
2

Es hat sich nichts geändert!

IMMER vor Wahlen werden an die jeweiligen Wählergruppen großzügige Steuergeschenke verteilt.
Nach den Wahlen folgt das nächste Belastungspaket.
Dazwischen werden mit der Verwaltung immer mehr Parteigünstlinge beschäftigt.

Viel einfacher wäre es doch gleich weniger Steuern von den Bürgern zu kasssieren.

Zeit für Veränderung
06.01.2013 13:05
2

Bitte

Lasst doch keinen Keil zw selbst und unselbständige treiben!!!
Der Feind ist das Machtkartell der SPÖ und ÖVP das nicht nur verhindert, dass sich etwas ändert in diesem Land sondern mit einer nicht kleinen Wahrscheinlichkeit in den Abgrund steuert.

burzeline
06.01.2013 10:46
2

Fekter

Ich denke, es sollte VOR der Wahl eine unabhängige Bestandsaufnahme des Finanzzustandes sämtlicher !! öffentlicher Institutionen, inklusive aller Beteiligungen etc erfolgen und VERÖFFENTLICHT werden sollte!
Dann sieht der Bürger, wohin diese Kretins das Land gebracht haben!
DANN kann gewählt werden!

harei
06.01.2013 05:14
2

Kleinunternehmer

Das AMS treibt viele Arbeitslose in kleine Einmann Unternehmen, die schnell vom Fiskus in den Ruin getrieben werden.
Es gut kleinenUnternehmen eine reelle Chance zum Überleben zu geben.

Antworten burzeline
06.01.2013 10:40
3

Re: Kleinunternehmer

Frau Fekter ist eine Lügnerin, wenn sie das behauptet, denn die Realität sieht seit Jahren schon anders aus!

Gastschreiber
05.01.2013 22:10
4

Das Wahlzuckerl der Frau Fekter

mít der linken Hand EUR 10,- p. a. geben, mit der rechten Hand EUR 250,- p. a. nehmen.
Fällt eh keinem auf und man muss ja schliesslich auch die Zinsen unserer Schulden bezahlen!
Das ist made by Fekter!

Und die blöden Pensionisten sollen überhaupt zufireden sein, wenn sie überhaupt was drauf kriegen... bei einer Lebensmittelteuerung von 9,5%...

War Fekter nicht auch die Dame die "Griechenland als "Bombengeschäft" bezeichnet hat?
Na ja, mit der Bombe hat sie ja nicht ganz unrecht.
Aber Wahltag ist Zahltag! Und das "Volk" vergisst nicht mehr!

Antworten Zeit für Veränderung
06.01.2013 12:53
1

Re: Das Wahlzuckerl der Frau Fekter

250? bei mir sind es 2000 zusätzlich. Und nein ich bin kein Millionär nichtmal in der höchsten Steuerklasse.

Emil Huber
05.01.2013 20:16
4

Geht das bis zur Wahl so weiter?

Jede Woche ein anderes Versprechen wer in Zukunft weniger Steuern zuahlen soll?

Nach der Wahl kommt dann wiederum ein massives Belastungspaket!

much12
05.01.2013 19:08
6

Entlastung

für wie deppat halten die eigentlich die
Wähler?????????
selbst bei null Steuern würd ich die nicht wählen!!!!!

Antworten Enrico II
05.01.2013 19:35
2

...sprach einer, der schon jahrelang von Sozial-Transferleistungen lebte.


laquetepario
05.01.2013 18:46
2

Zu viel gefeiert?


RAL
05.01.2013 18:36
4

BEWEIS

Die Mitgliedschaft beim ÖAAB ist zwar wichtig, da die ÖVP ohne diese Stimmen eine Kleinpartei wäre, tatsächlich hat diese Partei aber nur für Selbstständige und Bauern ein offenes Ohr.

Antworten Rudi Ratlos4
05.01.2013 20:01
1

Re: BEWEIS

Manchmal fällt ein Krümel in Form der neuen Pendlerpauschale für die Arbeiter und Angestellten ab

Enrico II
05.01.2013 18:03
11

Jetzt besteht noch eine Chance auf Steuergerechtigkeit...


....wenn dann die Grünen im Regierungsboot sitzten, werden wir eine rot-grüne Steuerdoktrin erleben.

Reich ist dann jeder, der nicht von der Mindestsicherung lebt!!!!!

Antworten Rudi Ratlos4
05.01.2013 19:59
3

Re: Jetzt besteht noch eine Chance auf Steuergerechtigkeit...

Gerecht ist, wenn jeder nach seiner Leistungsfähigkeit steuern bezahlt und nicht die Schaffung von privilegierten Gruppen (Pauschalierungen)

Nick Knaterton
05.01.2013 16:49
4

Bei der Frau ist nicht nur die Stimme schrill!

Muß immer leiser stellen wenn sie spricht!

langpe
05.01.2013 16:40
13

Angemessen wäre

eine Neueinstellung der Progressionsgrenzen. Mittlere Einkommen werden heute mit Prozentsätzen belastet, die einst für Spitzenverdienste gedacht waren. Dazu die stets steigenden weiteren Abgaben...
Und Schlechtverdiener sollten sich nicht länger suggerieren lassen, daß sie dem finanziellen Mittelstand angehören.



sepp4
05.01.2013 16:06
7

In

Zeiten von Sparpaketen sind solche Steuergeschenke eine Sauerei.Die Selbstständigen haben schon genug Privilegien.

Antworten ice69
05.01.2013 18:07
2

Re: Pribilegien

Richtig selbstaendige haben schon Privilegien wie Mindesteinkommen 13 und 14 Gehaltvauch noch Minderbesteuert Pendlerpauschale Verkehrsabsetzbetrag Selbstbehslte usw

Antworten Antworten Rudi Ratlos4
05.01.2013 19:45
3

Re: Re: Pribilegien

Wollen Sie Pendlerpauschale gegen Vorsteuerabzug beim Auto inkl. sämtlicher Nebenkosten (Reperaturen, Treibstoff, Versicherungen, usw.) und Abgabenfreiheit (Steuer, SV) der Leasingraten tauschen?

Antworten Wahnsinnigerv.Ölberg
05.01.2013 16:47
10

Re: In

Hauns, Fraunz, Sepp hoaßt a jeder Bauerndepp.
Das größte Privileg ist es sein eigener Chef zu sein. Sonst kann ich als EPU keine großen Privilegien finden.
Alles was jetzt großzügig verteilt wird werden wir nach der Wahl mit einem neuen Sparpaket bezahlen.

Antworten cannery row
05.01.2013 16:45
11

Re: In

welche? selbstbehalte beim arzt? absolute eigenverantwortung? kein verdienst während des urlaubs? kein krankengeld?

tauschen sie mal, wenn sie das so toll finden. endlich wird was in dieser richtung verlangt.

Antworten Antworten Rudi Ratlos4
05.01.2013 19:51
2

Re: Re: In

Krankengeld für Kleinunternehmer wurde umgesetzt.
Wenn Sie keine Selbstbehalte bein Arzt haben wollen, sollte sie erst einmal gleich hohe Beiträge wie ein Unselbstständiger bezahlen.
Wenn Sie kein Geld für den Urlaub zurücklegen können tun Sie mir leid. Glauben Sie ein Arbeitgeber zahlt das Urlaubsgeld und Gehalt während des Urlaub als Geschenk aus?

 
12

Umfrage

  • Sind Sie für eine Obergrenze für Barzahlungen?
  • Ja, es verhindert Kriminalität
  • Nein, es ist eine Einschränkung meiner wirtschaftlichen Freiheit
  • Weiß nicht
AnmeldenAnmelden