Telekom Austria erwartet 2013 erneut weniger Umsatz

08.01.2013 | 09:01 |   (DiePresse.com)

Der börsenotierte Konzern stimmt die Aktionäre auf ein weiteres mageres Jahr ein. Heuer soll der Umsatz auf rund 4,1 Milliarden Euro sinken.

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Die börsenotierte Telekom Austria hat am Dienstag Prognosen für das Jahr 2013 vorgelegt. Der scharfe Wettbewerb, regulatorische Einschnitte, die Wirtschaftskrise sowie Wechselkursrisiken würden dem Unternehmen auch heuer zu schaffen machen, hieß es. Der Umsatz werde sich 2013 daher auf nur mehr rund 4,1 Milliarden Euro belaufen, für das abgelaufene Jahr 2012 werden nach früheren Angaben 4,2 Milliarden Euro erwartet. Die Dividende soll sich sowohl für 2012 als auch für 2013 auf fünf Cent je Aktie belaufen.

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Mit der Fusion von Hutchison und Orange (mehr dazu ...) gibt es in Zukunft nur noch drei Anbieter am österreichischen Mobilfunkmarkt. Dennoch rechnet man bei der Telekom nicht mit einem Ende des aggressiven Preis-Wettbewerbs. Außerdem erwartet das Unternehmen "weitere regulatorische Einschnitte, makroökonomische Gegenwinden sowie Wechselkursrisiken".

"Fokus auf hochentwickeltes Kundensegment"

Den Herausforderungen will die Telekom Austria "mit einer Reihe von Maßnahmen begegnen, allen vorangestellt mit Fokus auf das hochwertige Kundensegment in den entwickelten mobilen Märkten", heißt es in einer Aussendung. Kurzfristig werde dies die Marge belasten, langfristig jedoch zur Stabilisierung beitragen. "In diesem Sinne wird das Management der Telekom Austria Group auch die Kosteneffizienz in allen Unternehmenssegmenten weiterhin intensivieren, um den Druck auf die Marge abzufedern."

Die Telekom will sich heuer verstärkt auf die schwächelnden Mobilfunkmärkte in Österreich, Bulgarien und Kroatien konzentrieren In Österreich stehen außerdem massive Investitionen an - die bundesweite Umrüstung auf die nächste Mobilfunkgeneration LTE, der Glasfaserausbau am Land und die Versteigerung der "Digitalen Dividende" (freiwerdende Frequenzen durch die Umstellung vom analogen auf digitales TV).

Im APA-Gespräch sagte Telekom-Sprecher Peter Schiefer, dass alle Bereiche durchleuchtet werden, aber keine Kündigungswelle bevorstehe - was angesichts des hohen Standes an de facto kündigungsgeschützten Beamten auch schwierig wäre.

(APA/Red.)

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4 Kommentare

A1 Service ein Trauerspiel

So wie die ihre Kunden behandeln ist ein Umsatzrückgang kein Wunder sondern eine Folge von schlechter Serviceleistung.
Streichung von TV-Programmen ohne Vorankündigung. Rechnungsgebühr ohne eine Rechnung zu senden.
Die Firma selbst veranschlagt für 2013 weniger Umsatz ( trotz Übernahme von Yesss ) dies läßt vermuten, daß die Serviceleistungen nicht besser werden da ja auch Aktionäre befriedigt sein wollen.
Der Fokus auf das hochwertige Kundensegment ergibt den Schluß, daß sie noch teurer werden.
Das Management der Telekom Austria Group wird auch die Kosteneffizienz in allen Unternehmenssegmenten weiterhin intensivieren bedeutet weniger Personal und mehr Roboterservice.


Wundert mich nicht...

Hatte früher auch A1, und die Qualität des Handyempfangs (vor allem mobiles Internet) ist für den Preis nicht akzeptabel. Habe jetzt drei und zahle ein Viertel bei selben Freieinheiten, und weitaus schnellerem Datentransfer.

ein wahnsinn

wie will man die kundenzufriedenheit steigern wenn die leistungen ständig sinken. flotte und für den anwender akzeptable downloadgeschwindigkeiten sind u.a. im ländlichen raum nur im nahebereich der mit lichtwellenleiter angebundenen vermittlungsstellen möglich, alle weiter entfernten kunden welche noch rein mit cu versorgt werden leiden unter den durch die leitungslänge, querschnittsänderungen und die spleißstellen verursachten dämpfungen. wie soll in zukunft mit weniger personal eine adaptierung der technik ( new generation network), ein verlegen und einmessen von lwl-kabel und übertragungsgeräten, sowie auch ein breitbandiges anbinden der endkunden erfolgen? die manager versuchen die quadratur des kreises, werden aber daran so wie alle vorgänger scheitern.

verständlich

ich kenne kaum jemanden, der zufrieden ist.....

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