Glock: 25.000-Pistolen-Auftrag für britische Armee

11.01.2013 | 12:11 |   (DiePresse.com)

Alle 9500 britischen Soldaten, die in Afghanistan stationiert sind, werden von Glock mit einer Pistole aus Österreich ausgestattet.

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Der österreichische Waffenproduzent Glock hat sich einen Auftrag der britischen Streitkräfte im Wert von 9 Millionen Pfund (11,11 Mio. Euro) gesichert. Die Österreicher hätten sich in einer Ausschreibung gegen so prominente Mitbewerber wie Heckler & Koch, SIG Sauer (Deutschland), Smith & Wesson (USA) und Beretta (Italien) durchgesetzt, berichteten britische Medien am Freitag und beriefen sich dabei auf Angaben des Verteidigungsministeriums in London. Glock selbst gibt dazu keine Stellungnahme ab. "Die Glock Gruppe tätigt seit ihrer Gründung keine Aussagen über Marktentwicklungen", sagte eine Sprecherin.

Der Auftrag umfasst demnach 25.000 Pistolen des Modells "Glock 17 Gen 4" mit Holstern - eine erste Tranche von 2000 Stück wurde bereits geliefert. Künftig soll auch jeder der 9500 in Afghanistan stationierten britischen Soldaten mit einer Pistole aus Österreich ausgestattet werden. Die Glock wird bereits von der britischen Polizei verwendet und löst nun auch bei der Army, der Royal Air Force und der Royal Navy die "Browning L9A1" ab, die seit 46 Jahren in Verwendung war.

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65 Prozent Marktanteil bei US-Behörden

Auch das schwedische und das norwegische Militär sowie Schweizer Spezialeinheiten verlassen sich auf Glocks. Bei den US-amerikanischen Behörden (FBI, Drug Enforcement Administration u.a.) soll die österreichische Waffenschmiede bereits einen Anteil von 65 Prozent haben.

(APA)

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75 Kommentare
 
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gut...

nachdem es hier um Dienstwaffen geht, die notwendig sind, ist das ziemlich erfolgreich und daher gut.

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Ich würde gerne

eine Welt ohne Waffen sehen.

Da ich aber genau weiß, dass das ins Reich der Märchen gehört und nicht realisierbar ist, bin ich schon der Ansicht, warum soll nicht die Firma Glock verkaufen, was gewünscht wird.
Verkauft Glock nicht, dann verkauft eben ein anderer Hersteller.
Somit kann ich der Firma zum Auftrag nur gratulieren.
Oder ist es Ziel künftig alle erfolgreichen Unternehmen zu ruinieren ?

Glock

ist Top kann ich nur empfehlen

wenn ich hier die Bewertungen

der Kommentare lese, glaubt man, die Waffenlobby ist fleissig am werken.

Gratulation presser und twister

zu dieser tollen techn. diskussion über effiziente tötungsmethoden mittels glock, nur zu schwer soll's net sein,aber alles umnieten was sich bewegt.

Re: Gratulation presser und twister

wenn sie unsere kommentare genauer lesen würde habe ich nur über die technischen daten der waffe gesprochen nicht über effiziente tötungsmethoden.

2

Re: Gratulation presser und twister

Besser umnieten, als umgenietet werden ...

Re: Re: Gratulation presser und twister

In diesem Sinne kam auch meine Empfehlung zum größeren Kaliber...

bald wird es heißen

nicht ohne meine glock.

Gratulation der Firma Glock!

Keine Frage zu diesem Auftrag muss man gratulieren, österreichische Qualität hat sich gegen den Rest der Welt durchgesetzt.

Fraglich bleibt nur die Kaliberwahl, im Kampf gegen völlig bekiffte Taliban wäre die Glock 21 in Kaliber .45 ACP meine erste Wahl.

Die 9 Para könnte Adrenalinschübe zur Gegenwehr erst auslösen die die 45er schon im Keim erstickt...

Re: Gratulation der Firma Glock!

Bei Taliban würde ich Drohnen einsetzen. Ist doch wirklich zu schade um jeden Soldaten, der da eingesetzt wird.

Re: Gratulation der Firma Glock!

mir persönlich wäre die G17 lieber da sie fast um die hälfte leichter ist als die G21 aber sonst gebe ich ihnen recht!

Re: Re: Gratulation der Firma Glock!

Na ja, voll geladen 905:1085g, gerade mal 20% schwerer....

Re: Re: Re: Gratulation der Firma Glock!

mein fehler habe mich verlesen bei der beschreibung! aber nach einer gewissen zeit merkt man auch nur die 20% mehr!

Re: Re: Re: Re: Gratulation der Firma Glock!

Naja, oder es vergeht sich das bekifft sein........

Exporte auch ohne EU!

Wiedereinmal zeigt sich, dass österreichische Exporte rein gar nichts mit der EU oder gar dem Euro zu tun haben.
Letztlich setzt sich nur die gute Qualität zu einem guten Preis am Markt, gegen Mitbewerber aus und außerhalb der EU, durch wie das Beispiel der Glockpistolen zeigt!


Re: Exporte auch ohne EU!

"...dass österreichische Exporte rein gar nichts mit der EU oder gar dem Euro zu tun haben."

Sie dokumentieren mit dieser Greisler-Mentalität die Ahnungslosigkeit der EU-Gegner. Sie glauben wahrscheinlich, dass da der Verteidigungsminister mit 2,3 Generälen in das Londoner Glock-Geschäft geht und "Bitte 25.000 Pistolen" sagt und der Verkäufer, der Herr Glock sagt dann "Gerne, wollen´s ein Sackerl"!!!
Aber zu Ihrer Hilfe:
1.) In der EU müssen derartige Aufträge in der ganzen EU ausgeschrieben werden. Ohne EU-Mitgliedschaft Österreichs hätte Glock von der beabsichtigten Anschaffung wahrscheinlich gar nichts erfahren.
2) Ohne EU-Mitgliedschaft hätte Glock zum Preis die EU-Außenzölle einkalkulieren müssen!
3.) Weil Österreich aber im EU-Binnenmarkt weder Zölle noch andere diskriminierende-protektionistische Maßnahmen kalkulieren musste, die amerikanischen Konkurrenten Browning und Smith&Wesson aber sehr wohl die EU-Außenzölle in den Preis einrechnen mussten, hatte Glock einen Preisvorteil.

Es ist ein Glücksfall, wenn solche unbedarften Ahnungslosen immer wieder ihre Unkenntnis von einfachsten wirtschaftlichen Vorgängen darstellen und sich und Ihre Meinungen derart blamabel äußern.

Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Vollkommen richtig. Ihrem sehr aufschlussreichen Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht: Die Glock ist eine weltweit bekannte, sehr gute Faustfeuerwaffe. Zu befürchten ist nur, dass diese zu Dumpingpreisen auf dem Markt verschleudert wurde. Das kennen wir ja zur Genüge aus unserer Vergangenheit, dass wir manchmal sogar noch was draufgelegt haben, nur um das Geschäft zu machen.

Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Danke an die unzensurierte SPÖVP Information an alle Einfältigen.

In ihrem blinden Geifer gegen alles nicht EU-höriges vergreifen sie sich im Ton und der Inhalt ihres Kommentares ist alles andere als schlüssig.

Wenn "wir" EU schreiben meinen "wir" die politische Union, eine Zollunion hatten wir nämlich schon im EWR.

Re: Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Es ist ja immer wieder lustig, wenn sich EU-Sezessionisten beschweren, dass man sich im Ton vergreifen würde, aber selbst alle Befürworter als EU-Hörige und als Parteiklüngel diffamiert. Ich bleibe aber dabei dumme Postings als dumm zu bezeichnen:
Der EWR ist eben KEINE ZOLLUNION !
Ich gebe Ihnen aber gerne einen kleinen Abriss über die Unterschiede EU - EWR:
Am 1.1. 1994 trat das EWR-Abkommen in Kraft. Dieses wurde aber bereits 1986 zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der "Einheitlichen
Europäischen Akte" verfasst und vereinbart.
Der Text des Abkommens ist also vergleichsweise alt und ist in einigen Fällen „überholt“, d. h. wichtige Entwicklungen sind nicht berücksichtigt.
Sämtliche getroffenen Regelungen machen deutlich, dass der EWR auch der Vorbereitung der EFTA-Staaten auf einen späteren Beitritt zur EU dienen sollte.
Er regelt die Freizügigkeit zwischen Island. Norwegen, Liechtenstein und der EU. Die Exporte dieser Länder sind aber sehr einfach:
Norwegen exportiert 70 % Erdöl u. Erdgas, Island 41 % Fisch u. Fischprodukte sowie 40 % Aluminium! Schauen Sie sich die wesentlich arbeitsintensiveren österr. Exporte einmal an, dann begreifen Sie vielleicht den Unterschied !

Re: Re: Re: Re: Exporte auch ohne EU!

FORTSETZUNG:
Im EWR-Abkommen verpflichteten sich Island Liechtenstein und Norwegen das von der EU beschlossene Sekundärrecht zu übernehmen und das EWR-Recht "EU-konform" auszulegen.
Österreich müsste also EU-Recht mir nix, Dir nix ÜBERNEHMEN ohne bei der Entstehung eine Rolle zu spielen und mitgestalten zu können !!!!
Im EWR wurden die Zölle zwischen den Mitgliedstaaten abgeschafft und es gelten aber nur 80 % der Binnenmarktvorschriften der EU. Ferner sind – anders als innerhalb der EU – bei der Einfuhr Verbrauchsteuern zu bezahlen.
Die gesamte EU-Politik in den Bereichen Zollunion, Handel, gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie Währungsunion fällt NICHT unter das EWR-Abkommen! Ausgenommen sind weiters Justiz und Inneres und die gemeinsame Agrarpolitik!

Re: Exporte auch ohne EU!

hab ich was verpasst
Großbritannien nicht mehr in der EU ?
ganz was neues

Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Was ist an "gegen Mitbewerber aus und außerhalb der EU" so schwer zu verstehen?

Dass Großbritannien keinen Euro hat wissen Sie aber schon?!

Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Was ist an "gegen Mitbewerber aus und außerhalb der EU" so schwer zu verstehen?

Dass Großbritannien keinen Euro hat wissen Sie aber schon?!

Re: Exporte auch ohne EU!

Ich attestiere Ihnen absolut keine Ahnung von Wirtschaft.

Re: Re: Exporte auch ohne EU!

Das ist wirklich grotesk...

 
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