Visa: Österreicher zahlen noch häufig mit Bargeld

15.01.2013 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Obwohl die Ausgaben mit Privatkunden-Kreditkarten um 10,5 Prozent gestiegen sind, haben Kartenzahlungen hierzulande noch deutliches Potential.

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Visa sieht in Österreich noch deutliches Potenzial für Kartenzahlungen. "Österreich ist noch immer ein 'cashorientiertes' Land mit einem Bargeldanteil bei Zahlungen im Handel von 85 Prozent", so Kurt Tojner, Geschäftsführer von Visa Europe in Österreich, im Gespräch mit der APA. In anderen europäischen Ländern wird viel öfter mit Karte gezahlt. Beispielsweise liege der Anteil an Kartenzahlungen im Handel im benachbarten Slowenien bei 90 Prozent.

Trotz schwacher Wirtschaftsentwicklung zückten die Österreicher im vergangenen Jahr weiterhin auch gerne ihre Kreditkarten. Die Transaktionen mit Visa-Privatkunden-Kreditkarten legten 2012 im Vergleich zum Jahr davor um 12,5 Prozent auf 50 Millionen zu. Die Ausgaben erhöhten sich um 10,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Visakarten erhöhte sich 2012 in Österreich um 11,7 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Stück. Europaweit stiegen die Verbraucherausgaben mit Visa-Bankkarten um 8,8 Prozent und knackten damit erstmals die Marke von einer Billion Euro.

NFC-Bezahlung noch in Kinderschuhen

Für 2013 hofft Tojner, dass kontaktloses Bezahlen in Österreich langsam in Schwung kommt. Derzeit sind nur 35000 bis 40.000 Visa-Karten mit der NFC-Technologie (Near Field Communication) ausgestattet, bis Jahresende sollen es aber bereits 150.000 bis 200.000 sein. Knackpunkt sei aber die NFC-Umrüstung der Bezahlterminals bei den Händlern. Man habe nun 25.000 Terminals identifiziert, die sich für das kontaktlose Bezahlen von kleinen Beträgen besonders eignen, etwa in Supermärkten oder Kopiershops. Diese sollen in den nächsten 18 bis 26 Monaten für NFC ausgerüstet werden. Insgesamt gibt es in Österreich rund 110.000 Bezahlterminals.

Mit der NFC-Technologie muss die Karte nur noch kurz an das Bezahlterminal gehalten werden. Weder eine Unterschrift noch die Eingabe eines PIN-Codes ist für die Abbuchung von Beträgen bis 25 Euro nötig.

(APA)

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3 Kommentare

Ja der alte Spruch gilt immer noch

Nur Bares ist wahres.
Mit einem Kontoauszug gibt es eben nichts.
Ist ja nur bedrucktes Papier.

Ja der alte Spruch gilt immer noch

Nur Bares ist wahres.
Mit einem Kontoauszug gibt es eben nichts.
Ist ja nur bedrucktes Papier.

Bargeld

irgendwann wird die EU auf Verlangen der USA Bargeldzahlungen ihrer Bürger sowieso ganz verbieten, denn die lassen sich nicht so einfach überwachen wie Kreditkartenzahlungen. Das Argument dafür: entweder 1) Kampf gegen Terror, 2) Bekämpfung der Geldwäsche, 3) Bekämpfung der Steuerflucht, oder ganz einfach 4) Gerechtigkeit (letzteres ist vergleichbar mit dem Ben Gurion beim Jiddischen Poker - siehe Ephrahim Kishon).

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