Überlastung: Post-Belegschaft droht mit Arbeitskampf

16.01.2013 | 14:21 |   (DiePresse.com)

Die Belegschaftsvertreter der Post-Mitarbeiter laufen gegen die Ausweitung der Zustellgebiete Sturm.

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Bei der Österreichischen Post droht ein Arbeitskampf. Die Belegschaftsvertretung hat an Brief-Vorstand Walter Hitziger ein "Ultimatum" bis diesen Freitag (18. Jänner) gestellt, Pläne für eine Ausweitung der Zustellgebiete rückgängig zu machen. Zeige er sich unnachgiebig, "dann tuscht's", so Zentralausschuss-Sprecher Martin Palensky.

Er erinnerte daran, dass erst vor kurzem und nach äußerst zähen Verhandlungen ein Arbeitszeit-Erfassungsmodell mit dem Vorstand beschlossen wurde, nach dem die Postler nachweislich acht Stunden am Tag und somit 40 Stunden die Woche unterwegs sind. Eine weitere Arbeitsbelastung werde nicht hingenommen, auch im Interesse der Kunden, die dann ihre Post später bekommen würden.

Streikfreigabe

Der Zentralausschuss will sich morgen bei der ÖGB-Vorstandssitzung eine Streikfreigabe holen, um auf eine etwaige Unnachgiebigkeit von Hitziger sofort reagieren zu können, so Palensky. Einen Vollstreik werde es aber nicht sofort geben, beruhigte er.

Das Management der Post reagierte heute mehr als verwundert auf die Drohung. Dafür gäbe es "absolutes Unverständnis", man verurteile den Schritt "auf dem Rücken von Belegschaft und Kunden auf das Schärfste", so Post-Sprecher Michael Homola.

Es sei mit der Belegschaftsvertretung vereinbart worden, dass der 8-Stunden-Tag über das Jahr gerechnet werde. Der Jänner sei neben dem Dezember der arbeitsintensivste Monat, und da sei es klar, dass Mehrarbeit anfalle - während im Sommer der Arbeitsdruck deutlich nachlasse. Die neue Zeitabrechnung gelte erst seit zwei Wochen, es sei daher sinnvoller, die Veränderung mitzutragen, anstatt gleich in den Arbeitskampf zu gehen, betonte Homola.

(APA)

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12 Kommentare

Die Post ist ein Beweis.....

..wie unsere Volkvertreter ein funktionierendes System vernichteten.Keine Postämter mehr,keine Briefkästen,die Briefträger verkommen zu Werbeaustragtrottel.Früher konnte man den Briefträgern vertrauen,heute werden fast nur mehr unausgebildete Personen aufgenommen und eingesetzt,welche um einen Schandlohn kiloweise Werbebroschüren austragen müssen.Zusteller,die keine Ahnung von Adressen,Bewohnern haben schmeißen einfach die Briefe in fremde Postkästen,nach dem Motto: bitte tauschen!Warum konnte sich der Staat(Steuerzahler)über 100 Jahre sich ein geordnetes Postwesen leisten und jetzt nicht?Jene Politiker,welche die Zerschlagung der Post verursachten gehören eigentlich vor Gericht gestellt!

Sollen sie halt streiken

Sollen sie halt streiken.Es gibt ja Alternativen.Sie schaden sich nur selbst.

Re: Sollen sie halt streiken

Es ist zum Teil menschenverachtend, was man da manchmal zu lesen bekommt...
Streiken ist immer der letzte Ausweg, ein Schritt der Verzweiflung.
Schön für Sie, daß Sie einen offenbar sicheren Job haben, an dem niemals etwas zu verändern sein wird, ganz zu schweigen von einer Anhebung einer "Workload" aufgrund von Personaleinsparungen..
Erst wenn es die eigene Person und das eigene Leben betrifft, erst dann versteht man wirklich...

Unbefriedigend bis Nichtgenügend

Dann sollen sie sich auch gleich für Diebstahlsichere Postkastln stark machen. Speziell in den Gemeindebauten, sind nicht einmal Widerstandskrallen montiert. Hauptsächlich Schulkinder machen sich einen Spaß daraus, Briefe (die meistens auf der –weiß abgehoben- Werbung obenauf liegen) herauszustehlen. Der Wiener Wohnbaustadtrat ist nicht bereit (aus sich heraus) dagegen etwas zu unternehmen. Auch die verdreckten Stiegenhäuser tangieren Ludwig nicht im geringsten. Mobile Überwachungskameras mit denen man die Vandalen festmachen könnte, sind für Ludwig kein Thema. Er schnattert ständig etwas von einem Datenschutz. Ein Mieter versuchte ihn einmal über ein „Bittbrieferl“ zur Vernunft zu bringen.
Weder hat er diesen Gemeindebau ein einziges Mal besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen, noch kam von ihm persönlich!!! eine befriedigende Antwort. Für die Postkastln ist ja noch sein Parteispezi der „hochlöbliche“ Faymann zuständig. Obwohl ihn unzählige Proteste erreichten, er hat die Geschichte mit den horizontalen BriefSchlitzKastln eiskalt durchgezogen. Und sowas is heit unsa Bundeskanzla-i OIS eingschriebana ROTA genier miiiiiiiii!

In Lauerstellung…

Dann sollen sie sich auch gleich für Diebstahlsichere Postkastln stark machen. Speziell in den Gemeindebauten, sind nicht einmal Widerstandskrallen montiert. Hauptsächlich Schulkinder machen sich einen Spaß daraus, Briefe (die meistens auf der –weiß abgehoben- Werbung obenauf liegen) herauszustehlen. Der Wiener Wohnbaustadtrat ist nicht bereit aus sich heraus dagegen etwas zu unternehmen. Auch die verdreckten Stiegenhäuser tangieren Ludwig nicht im geringsten. Mobile Überwachungskameras mit denen man die Vandalen festmachen könnte, sind für Ludwig kein Thema. Er schnattert ständig etwas von einem Datenschutz. Ein Mieter versuchte ihn einmal über ein „Bittbrieferl“ zur Vernunft zu bringen.
Weder hat er diesen Gemeindebau ein einziges Mal besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen, noch kam von ihm persönlich!!! eine befriedigende Antwort. Für die Postkastln ist ja noch sein Parteispezi der „hochlöbliche“ Faymann zuständig. Obwohl ihn unzählige Proteste erreichten, er hat die Geschichte mit den horizontalen BriefSchlitzKastln eiskalt durchgezogen. Und sowas is heit unsa Bundeskanzla-i OIS eingschriebana ROTA genier miiiiiiiii! PS.: Hallo, Herr Olscher-do is noch ana. Der einmal etwas genauer zu hinterfragen wäre.
Es gilt die Unschuldsvermutung - und wenn de amoi güüd, dounn is ja eh olles kloa.

Viele Zusteller sind sauer,

weil sie nicht mehr so früh beginnen dürfen (!), wie früher (und damit auch früher heimgehen könnnen), deshalb kommt die Post auch später als noch im letzten Jahr.

Re: Viele Zusteller sind sauer,

Von unserer Zustellerin weiß ich, dass ihr Gebiet kurtzfristig fast verdoppelt wurde. Doppeltes Gehalt bekommt sie allerdings nicht.

Re: Re: Viele Zusteller sind sauer,

kriegen sie doppeltes gehalt, wenn sie mehr arbeiten oder eine überstundepauschale?

verkaufte sozialisten

der ögb vertritt nicht die arbeiter er vertritt sich selber die schwächste gewerkschaft ist natürlich der ögb.wenn man die gewerkschaften ögb und den der beamten fsg vergleicht sieht man klar der arbeiter wird verkauf von der sozialdemokratie und den ögb.

Re: verkaufte sozialisten

Der ÖGB und die AK kümmern sich ohne Unterlaß um Belange von Arbeitern und Angestellten, die ungerecht behandelt werden und glauben Sie, es gibt Zig-Tausende davon. Bitte keine Pauschalisierungen!
Daß der Arbeiter von der Sozialdemokratie "verkauft" wird, ist eine wirklich anmaßende Bemerkung, fern jeder Realität.
Nichts ist perfekt!

Re: Re: verkaufte sozialisten

gehen sie weiter blind durchs leben.

Streit hin, Streit her

die Dummen sind in erster Linie die Kunden. Kam die Post noch vor einiger Zeit um 8 Uhr früh, so kommt sie heute um 16 Uhr und die Zusteller keuchen, dass sie einem leid tun. Seit der Pseudo-Privatisierung wird der Service immer schlechter und die Koffer der Aktionäre werden immer voller. Das Unternehmen Post ist kein Dienstsleistungsunternehmen mehr, sondern ein fetter Brocken für alle jene, die an ihr verdienen. Sowohl die Kunden als auch die MitarbeiterInnen bekommen das nun stark zu spüren. Ich tu das nicht gerne, aber jetzt empfehle ich den MitarbeiterInnen, den Obersten die Zähne zu zeigen.

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