Maria Schaumayer: Stellungnahmen zum Ableben

Der Tod der ehemaligen Notenbankchefin Maria Schaumayer (81) hat Betroffenheit über die Parteigrenzen hinaus ausgelöst. Bundespräsident Heinz Fischer, Regierungsspitze, Sozialpartner und Oppositionsparteien zollten ihrer Arbeit in Wirtschaft und Politik tiefen Respekt.

Heinz Fischer, Bundespräsident

"Als Wirtschaftswissenschafterin, als Führungskraft in bedeutenden österreichischen Unternehmen, als Wiener Kommunalpolitikerin sowie als Präsidentin der Österreichischen Nationalbank hat Dr. Maria Schaumayer das wirtschaftliche und politische Leben unseres Landes entscheidend mitgeprägt", betonte Fischer.

Werner Faymann, SP-Bundeskanzler

Er würdigte Schaumayers "wertvolle Arbeit für die Entschädigung der Zwangsarbeiter unter der NS-Diktatur", damit habe sie entscheidend dazu beigetragen, "den Umgang der Republik Österreich mit der Vergangenheit zu verbessern".

Michael Spindelegger, VP-Vizekanzler

Er hob "besonders die Errichtung des Österreichischen Fonds für Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit hervor, der maßgeblich von Maria Schaumayer geprägt wurde".

Wolfgang Schüssel, Ex-Kanzler

"Ihre innere Größe, ihre Festigkeit in ihren Grundsätzen, ihr trockener Humor, ihr messerscharfer Verstand und ihre pointierte Rhetorik waren schon zu Lebzeiten Legende und machen aus ihr ein unvergessliches Vorbild."

OeNB

"Sie wird als eine der herausragenden Finanzexpertinnen dieses Landes und als prinzipienfeste Verfechterin markt- und privatwirtschaftlicher Grundsätze in Erinnerung bleiben", betonte die OeNB in einer Aussendung.

Christoph Leitl, Wirtschaftskammer-Präsident

"Ihr Einsatz in der Vorbereitung für den EU-Beitritt unseres Landes kennzeichnete sie klar als eine Frau mit Weitblick und Durchsetzungskraft", betonte Leitl.

Erich Foglar, ÖGB-Chef

"Maria Schaumayer war eine über alle Parteigrenzen hinweg anerkannte Expertin in Wirtschafts- und Währungsfragen und eine engagierte Österreicherin".

Heinz-Christian Strache, FPÖ-Chef

Sie habe "über alle politischen Lager hinweg großen Respekt für ihre Leistungen erworben".

Eva Glawischnig, Grünen-Chefin

Schaumayer habe "einen Teil ihres Lebens dafür gewidmet, Frauen auf ihrem Karriereweg zu unterstützen".

Josef Bucher, BZÖ-Chef

"Sie war nicht nur für Frauen in den Männer-Domänen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein großes Vorbild, sondern hat viele Karrierewege von Frauen begleitet und gefördert", betonte Bucher.

Robert Lugar, Team Stronach Klubobmann

"Sie war eine große Frau der heimischen Politik und Wirtschaft. Mit Maria Schaumayer hat Österreich eine herausragende Persönlichkeit und eine Vorkämpferin für Frauen verloren".

Maria Rauch-Kallat, Ex-Ministerin und Vorständin der Dr. Maria Schaumayer Stiftung

"Als weltweit erste Präsidentin einer nationalen Notenbank war sie - wie schon in anderen Funktionen davor - erfolgreich in eine bis dahin der Männerwelt vorbehaltene Domäne aufgestiegen und hat diese Tätigkeit mit Bravour ausgeübt", so die ehemalige Ministerin.
Kommentar zu Artikel:

Stellungnahmen zum Ableben von Maria Schaumayer: Betroffenheit über Parteigrenzen hinaus

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.