Wettbewerbshüter durchsuchen Spar-Zentrale

30.01.2013 | 20:07 |   (DiePresse.com)

Es gehe um den dringenden Verdacht möglicher Preisabsprachen, sagt BWB-Chef Thanner. Zuvor wurden schon Rewe, Sutterlüty und MPreis durchsucht.

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Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am Mittwoch mit einer Hausdurchsuchung der Spar-Firmenzentrale in Salzburg begonnen. Es gehe um den dringenden Verdacht möglicher Preisabsprachen, sagte BWB-Chef Theo Thanner dem ORF Radio Salzburg. „Es gab im Vorfeld keine Anzeichen und unseres Wissens nach auch keinen direkten Auslöser für diese Untersuchung", so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.

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Bei Spar geht der Verdacht "vorwiegend" in Richtung vertikale Absprachen - also zwischen Händler und Lieferanten -, um den Preis künstlich hoch zu halten, so BWB-Sprecherin Veronika Haubner. Aber auch horizontale Absprachen (unter Händlern) werden vermutet. Um welche Produkte es sich handelt, sagte Haubner nicht. Es sollen aber "nicht wenige" betroffen sein. Die Dauer der Hausdurchsuchung könne man nicht absehen, so Behördensprecherin Haubner. Es könne aber durchaus sein, dass es mehrere Tage dauert. Die Razzia beim Konkurrenten Rewe Ende Februar/Anfang März 2012 dauerte acht Arbeitstage.

Spar geht von Routineprüfung aus

Spar gehe davon aus, "dass es sich um eine der vielen Überprüfungen, die die BWB jedes Jahr in allen Wirtschaftsbereichen durchführt, handelt". "Wir werden selbstverständlich alles, was gefordert ist, offen legen", betonte Berkmann. Alle betroffenen Spar-Mitarbeiter seien "entsprechend instruiert". Die Untersuchung werde "rasch und reibungslos verlaufen“. 2011 erzielte der Lebensmittelhändler in Österreich einen Umsatz von 5,36 Milliarden Euro. Für 2012 liegen noch keine Zahlen vor.

Die Wettbewerbshüter wollten sich gegenüber der APA nicht näher zu der Hausdurchsuchung der Spar-Firmenzentrale äußern: "Es finden derzeit Hausdurchsuchungen im Lebensmitteleinzelhandel statt. Es besteht der begründete Verdacht auf Preisabsprachen", hieß es in einer knappen Stellungnahme. Mehr dürfe man wegen dem laufenden Verfahren und den Ermittlungen nicht sagen.

Auch andere Händler durchsucht

Im Februar 2012 durchsuchten die Wettbewerbshüter - ebenfalls wegen des Verdachts von Preisabsprachen - die Firmenzentrale des Handelskonzern Rewe International (u.a. Billa, Merkur und Adeg) in Wiener Neudorf (>>>mehr dazu). Auch bei der Vorarlberger Kette Sutterlüty und dem Tiroler Lebensmittelhändler MPreis gab es im  Vorjahr Prüfungen von der Wettbewerbsbehörde.

Sutterlüty bestätigt die Prüfung im Vorjahr. "Unser Familienunternehmen ist ausschließlich regional in Vorarlberg tätig und nimmt im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel eine völlig unbedeutende Stellung ein. Deshalb gehen wir von Sutterlüty davon aus, dass die Kontrolle im Rahmen des allgemeinen Schwerpunktes der Bundeswettbewerbsbehörde im Lebensmittelhandel stattgefunden hat", lässt Sprecher Philipp Giselbrecht in einer schriftlichen Stellungnahme ausrichten. Sutterlüty habe sich bei der Untersuchung kooperativ gezeigt und sämtliche gewünschten Dokumente zur Verfügung gestellt.

(APA)

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    Symbolbild / Bild: APA/BARBARA GINDL Spar wird verdächtigt, mit Lieferanten und Händlern illegale Preisabsprachen getätigt zu haben. Die Bundeswettbewerbsbehörde durchsucht die Zentrale in Salzburg. Das weckt Erinnerungen an die Aktionen bei Rewe.

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26 Kommentare
 
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Knusperli Vitality Müsli

2012 von 2,99 auf 3,19 zeitgleich bei Billa, Merkur und Spar!
Nocheinmal Ende 2012 von 3,19 auf 3,39 zeitgleich bei Billa, Merkur und Spar!

Bei der Drogerie Müller bis heute immer noch 2,95!

Re: Knusperli Vitality Müsli

Und Müller verkauft mit seine paar Filialen nie und nimmer auch nur annähernd soviele Packungen wie Rewe und Spar und kann trotzdem billiger sein!

und was wird rauskommen?

Wie immer nix

na so eine Überraschung

da muss man doch nur ab und zu die Prospekte der unterschiedlichen Lebensmittelgeschäfte vergleichen!

Re: na so eine Überraschung

Jeder kann die Aussendungen der Konkurrenz lesen. Er bekommt sie von der Post ins Haus geliefert.

Re: Re: na so eine Überraschung

ja deswegen wunderts mich ja dass die BWB erst jetzt munter wird.

ich kann mich nur erinnern...

..., dass bereits vor jahren in zusammenhang mit einer teuerungswelle, von der vorangegangenen krise abgesehen, von einer unerklärlichen differenz im bereich des einzelhandels gesprochen wurde. es bestand der verdacht, dass zzgl. zu den wirtschaftsbedingten teuerungen hier nach absprachen noch einmal aufgeschlagen wurde, woraufhin die einschaltung des kartellanwalts gefordert wurde - dies hat bartenstein als wm aber geflissentlich ignoriert...

Absprachen

Bei Spar und Billa und Spar und Merkur sind oftmals Preise diverser Waren identisch und das schon seit Jahren!

Re: Absprachen

Ich habe schon oft die Chefin des hiesigen SPAR beim BILLA mit dem Wagerl gesehen. Die braucht nur ihre Rechnung in den Computer einzutippen.

Und die Filialen sind mit der Zentrale in Sbg vernetzt.

Re: Re: Absprachen ... die Chefin des hiesigen SPAR?

Sie meinen die Marktleiterin?
.
Ausflüge solcher Wichtigtuerinnen haben keinerlei Bedeutung. Die Art von Managertum vertreibt sich nur die Zeit, Entscheidungen werden auf anderen Ebenen getroffen!

Re: Re: Re: Absprachen ... die Chefin des hiesigen SPAR?

Aber die Marktleiterin liefert die Daten.

Der Inhalt meines Postings bedeutet: es ist kein Kontakt und keine Absprache der Manager notwendig.

Re: Re: Re: Re: Rechthaber..2:

Die Konzernleitung nimmt gar nicht zur Kenntnis, was da die übereifrige Marktleiterin sich anmaßt; sie soll sich an der Frischwarenvitrine der welken Salatblätter annehmen; um Personal- und andere Agenden kümmert sich die Gebietsleiterin und nicht einmal diese ist den Managern im Gedächtnis!

Re: Re: Re: Re: Absprachen ... die Chefin des hiesigen SPAR?

Sie sind falsch hier! Hier ist meistens kein Platz für sachliche Argumentation, sondern nur für die Auswüchse eines wütenden Mobs.
Tut mir leid!

Re: Absprachen

Wie denken Sie entstehen diese Preise? Die Firmen zahlen den gleichen Einkaufspreis und haben in etwa die selbe Gewinnspanne. Gehen Sie mal im Ausland einkaufen. In keinem Land werden Sie die Preise bei dem Niveau, das die Geschäfte hierzulande haben, finden.

Hm...

Billa verkauft die Dose Burn um 69€c, Spar um 99€c.

Aber Milchschnitten kosten im 5er Pack hier und dort 159€c.

Oder die 2l-Flasche Fanta, in beiden Geschäften 199€c - schon komisch.

(ansonsten hab ich keine Ahnung, da ich kaum zum Billa komme)

Re: Hm... der Meinl im Graben :-)))

vonwegen (mitnichten): ... ansonsten keine Ahnung!

Re: Hm...

Die werden wohl einen gleichen Einkaufspreis bei den milchschnitten haben (alles andere wäre auch verboten ) und ihre Gewinnspanne ist auch gleich gross. Dafür gibts halt bei anderen Produkten wie Obst etc wo sie unterschiedliche Lieferanten haben Preisunterschiede.

Re: Re: Hm...

Warum sollten unterschiedliche Einkaufspreise verboten sein?

Wenn KINDER ihre Schokolade an Rewe billiger verkauft ist das verboten.

:-)

Re: Wenn KINDER ihre Schokolade an Rewe billiger verkauft ist das verboten.

Blödsinn.

Re: Re: Wenn KINDER ihre Schokolade an Rewe billiger verkauft ist das verboten.

Klar wird es für ReWe und Spar andere Einkaufspreise geben. Einkaufspreise hängen von der Menge der abgenommenen Ware ab, von vereinbarten Zahlungs- und Lieferbedingungen, etc.

Re: Wenn KINDER ihre Schokolade an Rewe billiger verkauft ist das verboten.

Nein. Warum sollte es das? Es gilt Privatautonomie in Österreich.

Die Angebote der Telefonanbieter

sollten auch untersucht werden. Diese gleichartige Beschränkung auf 64 Kilobit/sec der Datenübertragungsgeschwindigkeit sieht so gar nicht nach Wettbewerb aus.

Die Angebote der Telefonanbieter


Man erinnere sich , dass Ende der 90er Jahre sms gratis versendet werden konnten.

Dann haben schwuppdiwupp alle Anbieter plötzlich Gebühren verlangt; und zwar extrem überteuerte Gebühren, wenn man bedenkt, dass eine Sms vielleicht einmal 2kByte umfasst.

Und vor einiger Zeit kam schwuppdiwupp die Servicegebühr.

Vor kurzem hat dann YESS die Minutengebühr um satte 70% erhöht. Was natürlich gar nichts mit der bevorstehenden Übernahme durch A1 zu tun hatte.

Österreich das Land der Wettbewerbsverhinderung und Wettbewerbsvermeidung.

Die Bequemlichkeit ist überall der Anfang allen Übels.

Im Supermarkt ebenso wie im Arbeitsmarkt und in den Ämtern auch.

"Preisabsprachen" sollte tunlichst der (eu-)staat -

wieder einführen - obergrenzen gegen preiswucherei!
Und was ist eigentlich aus den preisabsprache-untersuchungen gegen rewe & co geworden?

 
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