Sporthandel: Sport 2000 kooperiert mit Gigasport

31.01.2013 | 12:02 |   (DiePresse.com)

Der Marktanteil der beiden Firmen beträgt 29 Prozent. Zunächst liege der Fokus auf Synergien im Einkauf. Es sei keine Fusion oder Übernahme geplant.

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Die Fachhändlergemeinschaft Sport 2000 mit Sitz in Ohlsdorf in Oberösterreich kooperiert ab 1. Februar mit dem zu Kastner & Öhler in Graz gehörenden Unternehmen Gigasport. Der Marktanteil in Österreich erhöht sich dadurch nach eigenen Angaben von 22 auf 29 Prozent. Zunächst liege der Fokus auf Synergien im Einkaufsbereich, eine Fusion oder Übernahme sei nicht geplant, hieß es in Pressegesprächen Mittwochabend in Linz und am Donnerstag in Wien.

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Sport-2000-Vorstand Holger Schwarting berichtete von einem "Meilenstein": Mit Gigasport habe man den größten eigenständigen Händler mit 18 Filialen am Heimmarkt und 3 Standorten in Slowenien zur Zusammenarbeit gewonnen und werde zur größten Sporthandelsverbundgruppe in Österreich. Die ersten Gespräche vor eineinhalb Jahren hätten gezeigt, dass zwischen den Unternehmen "große Synergien und strategische Harmonien" bestehen.

Gemeinsame Exklusivmarken geplant

Gigasport erhalte als weiterhin eigenständige Marke nun Zugang zum Streckengroßhandel - der Belieferung des Großhandels mit Markenware - von Sport 2000 und könne auf das rund 5000 Quadratmeter umfassende Warenlager zugreifen, erklärte der Marketingchef des oberösterreichischen Unternehmens, Christoph Krahwinkler. In den kommenden Jahren sei zudem geplant, Exklusivmarken gemeinsam weiterzuentwickeln. Sport 2000 mit einem Schwerpunkt in Tourismusregionen baut durch die Kooperation seine Präsenz im städtischen Bereich und in Ostösterreich aus.

Mit insgesamt 339 Geschäften in Österreich und weiteren 113 in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien erwirtschaften Sport 2000 und Gigasport 2011 einen Außenumsatz von 450 Millionen Euro. Per Ende vergangenen Jahres hielten die Ohlsdorfer bei 272 Händlern und 431 Standorten. Mit der nunmehrigen Zusammenarbeit sei man dem Ziel von 500 Geschäften bis 2015 wieder nähergekommen, so der Vorstand.

Er finde es "sehr schade", dass ein "tolles Unternehmen" mit Instabilität zu kämpfen habe, so Schwarting zur angeschlagenen Sport Eybl/Sports Experts-Gruppe mit der Zentrale in Wels. Der Trend gehe einerseits in Richtung Preiswettbewerb und andererseits in Richtung Qualität und die Schere immer weiter auseinander. Man müsse sich klar positionieren, betonte der Sport-2000-Chef. "Wer das nicht tut, wird Schwierigkeiten bekommen."

(APA)

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