Arbeitslosigkeit im Jänner um 6,9 Prozent gestiegen

01.02.2013 | 12:11 |   (DiePresse.com)

Das Winterwetter und die schwache Konjunktur belasten den Arbeitsmarkt. Österreich hat erneut die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU.

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Das Winterwetter und die schwache Konjunktur haben die Arbeitslosenzahlen in Österreich nach oben schnellen lassen. Die Anzahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist per Ende Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,4 Prozent oder 20.394 Personen auf 338.421 angestiegen. Zusätzlich wuchs die Zahl der Schulungsteilnehmer um 5.970 auf 72.241. Damit waren insgesamt 410.662 Personen in Österreich ohne Job und um 6,9 Prozent mehr als im Jänner 2012, teilte das Sozialministerium am Freitag mit.

Die Arbeitslosenquote lag nach österreichischer Definition im Jänner bei 9,1 Prozent und ist um 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Nach EU-Berechnung belief sich die heimische Arbeitslosenquote im Dezember - das ist der aktuellste verfügbare Wert - auf 4,3 Prozent. Österreich hat damit erneut die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU, gefolgt von Luxemburg mit 5,1 Prozent und Deutschland mit 5,4 Prozent. Im EU-Schnitt betrug die Arbeitslosenquote 10,7 Prozent (mehr dazu ...).

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Zahl der Beschäftigten auf 22.000 gestiegen

Trotz Wirtschaftsflaute gab es in Österreich mehr Personen mit einem Job. Die Zahl der aktiv unselbstständig Beschäftigten hat sich per Ende Jänner um 22.000 Personen auf 3,308 Millionen erhöht.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im Jänner am stärksten Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 12 Prozent), in der Baubranche (plus 8,7 Prozent) und im Leiharbeitssektor (plus 7,0 Prozent) betroffen. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung war im Jänner mit 9,1 Prozent höher als in der Wirtschaftskrise 2009/10.

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Plus 31,7 Prozent bei Langzeitarbeitslosen

Der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde im Jänner bei Langzeitarbeitslosen mit plus 31,7 Prozent verzeichnet. 6231 Personen waren per Ende Jänner länger als 12 Monate vorgemerkt. Die Jugendarbeitslosenquote lag nach Eurostat-Berechnungen bei 8,5 Prozent. Damit lag Österreich im EU-Vergleich auf Platz zwei, nur in Deutschland waren weniger Jugendliche (8,1 Prozent) ohne Job. Auch am Lehrstellenmarkt gab es vermehrten Andrang und weniger offene Stellen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg um 1,3 Prozent. Gleichzeitig gab es 7,7 Prozent weniger offene gemeldete Lehrstellen.

Die schwächelnde Konjunktur hat die Anzahl der vorgemerkten Arbeitslosen am stärksten in den Industriebundesländern Oberösterreich und Steiermark ansteigen lassen. Die geringste Zunahme wurde in Vorarlberg, Tirol und Salzburg verzeichnet. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit stieg um fünf auf 93 Tage. Wieder erhöhte sich die Männerarbeitslosigkeit stärker als jene der Frauen.

Hundstorfer: "Wie jedes Jahr der Höhepunkt"

"Wie jedes Jahr wird mit dem Höhepunkt des Winters auch der Höchststand der Saison- und damit auch Gesamtarbeitslosigkeit erreicht", kommentierte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) die aktuellen Zahlen.Angesichts der verhaltenen Wirtschaftsentwicklung der Haupthandelspartner und damit verbundenen geringen Zuwächsen bei den Exporten werde sich "diese Situation in den nächsten Monaten noch nicht grundlegend ändern", erwartet Hundstorfer.

(APA)

 
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177 Kommentare
 
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budialex
04.02.2013 07:51
0

Suchen Arbeiter!!!!

Wir sind ein Spengler- und Dachdeckerbetrieb im Mittleren Burgenland und suchen seit August 2012 Arbeiter!!!!!!!!!!!! Also wo bitte sind diese, wenn es soviele Arbeitslose gibt und das in der Baubranche!!!!! Falls jemand Interesse hat, einfach auf dieses Kommentar antworten, ich werde dann Kontakt aufnehmen!!!!

Antworten obersteirer
05.02.2013 09:26
0

Re: Suchen Arbeiter!!!!

wie viel zahlen sie denn ?

budialex
04.02.2013 07:49
0

Suchen Arbeiter!!!!


Reinhard FUCHS
03.02.2013 18:16
1

10000 Euro kostet die Eingliederung eines Arbeitslosen in die Wirtschaft !


Das wären dann bei 18 Mrd KAUM gedeckten Pensions/Ruhegenuss-Zuschüssen u. ca. 10 Mrd zuviel für eine IRRE aufgeblasene, völlig entbehrliche Mehrfachbürokratie um die 2,8 Mio Arbeitsplätze...

Ein Zehntel würde also reichen um unsere Arbeitslosenzahlen zu halbieren.

Doch unser unSozialminister hat keinen Taschenrechner, vermute ich...

Antworten obersteirer
04.02.2013 09:36
0

Re: 10000 Euro

diesmal bin ich ja ziemlich bei ihnen ;-)
aber: wie wollen sie (konkreter fall) eine mir bekannte frau, die (wirklich!) nur bis 10 rechnen kann, sich am wochenende von irgendwelchen männern abschleppen und sich dann ein paar tage aushalten lässt, in die "wirtschaft" eingliedern?
mir fällt da nur ein einsatz in der flurreinigung ein, das wäre wahrscheinlich die sinnvollste beschäftigung, aber ich fürchte, diese idee ist nicht mehrheitsreif! ? ;-)

pallmall
03.02.2013 16:20
1

und nochmal 2500 dazu

frau fekter hat leider alle trafikanten samt ang. Verkauft d.h. Lotterien erweitern sich auf tanken und post,... daher werden min 700 trafiken zusperren müssen und das schlimmste an der geschichte is das alle aus fekters stab dann bei den lotterien spitzenposten bekommen. danke vpmafia

blauesmeer007
03.02.2013 15:34
0

ganz einfach...

niemand will als sklave Arbeiten.....alle Leihfirmen schließen dann weniger Arbeitslose.....

phj_
03.02.2013 14:58
1

EU als Krisenmeister

Für Eurostat gilt jeder als beschäftigt, der auch nur eine Stunde pro Woche arbeitet

Ab sofort: Nicht 1 Stunde pro Woche sondern nur eine halbe Stunde.

Dann stimmen die Zahlen wieder.

Wenn´s nicht so traurig wäre, wär´s zum Lachen.
1 Stunde pro Woche..........

bbss22
03.02.2013 14:22
1

Wie wird die offizielle Arbeitslosenquote errechnet ??


410.662 Menschen sind arbeitslos.
3,4 Millioen sind unselbständig beschäftigt.

Wie kommt man jetzt auf 9,1%, die offizielle Arbeitslosenquote ?

Bitte um Aufklärung

piraa
03.02.2013 12:05
3

Aus meiner Sicht

sollte man den Sektor AMS und die gebotenen Leistungen durchforsten.

Millionen werden für unsinnigste Kurse verschleudert. Einen 61-jährigen in einen Kurs zu schicken -Wie bewerbe ich mich- kann nur ein Witz sein. Personen in Kurse zu schicken, die dem gar nicht folgen können, weil sie nicht deutsch können und auch gar nicht lernen wollen - ebenfalls. Da gibt es genug Beispiele.

Es ist für mich auch nicht verständlich, wie es sein kann, dass Personen über 10 Jahre arbeitslos sind.
Obwohl ich grundsätzlich für die Selbstbestimmung aller Menschen eintrete, müsste hier dringend eine Lösung gefunden werden. Anstellung im öffentlichen Bereich, von Gartenarbeit bis je nach Ausbildung, gehobener Dienst wäre möglich. Wer das nicht annimmt, fällt eben aus den Leistungen.

Ich kann auch nicht verstehen, dass wir Leistungen ohne jegliche Gegenleistung verteilen, nicht weil ich unsozial bin, sondern weil nur so viel ausgegeben werden kann, wie in den Topf hineinkommt.

Holmes
03.02.2013 10:02
8

Man kann sich vorstellen, was die Spin Doctors der SPÖ

aus so einer Schlagzeile gemacht hätten, wäre die "Paddei" in Opposition. Nun aber wird dieses Thema bis zur Nationalratswahl vom Inseratenkanzler abwärts ja nicht angegriffen - irgendwie könnte man ja damit in Verbindung gebracht werden, und das passt gar nicht. Das bei den Boulevard-Medien gekaufte Image ("Obama Österreichs" - copyright Wolfgang Fellner oder "Real Action Hero" - copyright Arnold Schwarzenegger) darf nicht angepatzt werden.

Blitzky
03.02.2013 07:00
8

Ich bin schon sehr gespannt, wer den Griechen den monatlichen Scheck über 10 Milliarden Euro überweist,

wenn es in Deutschland und in Frankreich jeweils 10 Millionen Arbeitslose gibt.
Werden die Deutschen weiter zahlen? Werden auch wir weiter zahlen?

Antworten piraa
03.02.2013 11:54
4

Re: Ich bin schon sehr gespannt, wer den Griechen den monatlichen Scheck über 10 Milliarden Euro überweist,

Was glauben Sie sonst. Wir werden sicherlich den Beitrag noch erhöhen.

kalathos
03.02.2013 01:11
2

Reine Kaffeesudleserei ist die Expertise von Standard & Poor`s für die wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs u. einiger anderer Bundesländer

Zufälle gibt es, die kaum zu glauben sind, so unwahrscheinlich sind sie.
Da taucht gerade rechtzeitig vor der n.ö. Landtagswahl eine Bewertung der US-Ratingagentur Standard & Poor`s auf, die Erwin Pröll, Sobotka und Konsorten in Auftrag gegeben haben und daher auch von den n.ö. Landsleuten zu bezahlen ist.
Es überrascht daher schon deshalb nicht, dass der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Bundeslandes von „negativ“ auf „stabil“ angehoben worden ist, was immer das bedeuten mag. Die Begründung dafür ist nämlich in einer Sprache abgefasst, die bestenfalls die Verfasser der Bewertung verstehen, mit Sicherheit aber auch für den Finanzlandesrat erst in verständliches Deutsch übersetzt werden muss. Doch den und dessen Chef, den Landeshauptmann, freut es, was die Ratingagentur da zu Papier gebracht hat. Schließlich haben sie dafür auch bezahlt.
Was daran positiv sein sollte, dass auch Niederösterreich „Zugang zu Mitteln der Bundesfinanzierungsagentur“ hat, muss schon deshalb stark in Zweifel gezogen werden, weil gerade diese Finanzierungsmöglichkeit immer wieder als Ursache des Salzburger Finanzskandals genannt wird.
Zur reinen Kaffeesudleserei gerät die Expertise der Ratingagentur aber, weil sie den in dieser Höhe in Österreich bisher nie gekannten Spitzenwert an Arbeitslosen völlig unberücksichtigt lässt. Denn von den derzeit über 420.000 Arbeitslosen in Österreich sind zirka 60.000 in NÖ zu Hause, und Besserung ist für dieses Jahr keine in Sicht.

stolex
02.02.2013 23:07
8

Legale Arbeit ist einfach zu teuer

Lohnnebenkosten senken und Problem wird fast gelöst!


Cosinus7
02.02.2013 18:53
15

Deshalb wollen also Rotgrün noch mehr Einwanderung nach

Österreich.

Antworten doubleg
02.02.2013 20:54
4

Re: Deshalb wollen also Rotgrün noch mehr Einwanderung nach

Ach so, wollen die das? Was ist mit Jahrzehnten ÖVP in der Regierung? Haben die Schwarzen immer geschlafen und nix mitgekriegt?

Krawuzikapuzi
02.02.2013 18:33
3

überschrift falsch!

Unter schüssel gab es über 500 k arbeitslose. Ausserdem wird nicht berücksichtigt, dass viele teilzeithackeln und das Geld nicht zum überleben reicht.

Antworten doubleg
02.02.2013 20:55
9

Re: überschrift falsch!

Alle falsch, die Löhne sind noch viel zu hoch, drum geht es der Wirtschaft so schlecht. Haben wir doch erst hier gelesen: Lohnstückkosten zu hoch.
Und so nebenei schreiben die Konzene Rekordgewinne, aber das hat nichts miteinander zu tun.

Antworten Antworten polditante
04.02.2013 08:15
0

Re: Re: überschrift falsch!

gehts der wischaft gut , gehts uns allen gut. das sagen die chefs und meinen mit "allen", sich und ihre kammerfunktionäre und freunderl, der hackler hingegen soll froh sein dass er "unter brot stehen darf" und soll eine hände falten und die goschen halten, amen.

Antworten Antworten Antworten doubleg
04.02.2013 21:16
0

Re: Re: Re: überschrift falsch!

Und wenn er atmen muss soll er fragen ob er eh darf, denn die Luft wird sicher in Kürze privatisiert.
Die arbeitende Schicht lässt sich seit 20 Jahren kleinreden wie unbedeutend und austauschbar sie sei, das Gegenteil ist aber der Fall. Und das muss bald mal honoriert werden. So kann es nicht weitergehen, dass die Reichen immer reicher werden weil sie sich in ihren Steuerparadiesen sonnen während der Normalbürger unter der Abgabenlast zusammenbricht.

Senftfranzl
02.02.2013 17:37
5

Arbeitspotential im Land nutzen statt Gastarbeiter reinzuholen!

Ist es nicht sinnvoll die Asylanten arbeiten zu lassen statt diese zum Nichtstun zu verdonnern und zusätzlich Gastarbeiter aus Anatolien und sonst wo ins Land zu holen?
Warum nutzen wir nicht die Möglichkeit, Asylanten arbeiten zu lassen?

Ein Teil des Lohnes auszhalen, rest ansparen.
Asylstatus gewährt, ist Startkapital vorhanden (Wohnung, Einrichtung), Asylstatus abgeleht, ist Kapital zum Neustart in der Heimat vorhanden. So muß nicht immer die Allgemeinheit aufkommen.


Antworten piraa
02.02.2013 19:48
4

Re: Arbeitspotential im Land nutzen statt Gastarbeiter reinzuholen!

Im Prinzip ist die Idee ja gut. Bloß steht einiges im Weg - da ist mal:
- was sollen Personen arbeiten, die die
Sprache nicht können (Saisonhelfer schon
jetzt möglich)
- welche Rechte begründen sie damit in
Österreich (Aufenthalt, Arbeitslose,
Mindestsicherung auf ewig)
- haben wir überhaupt Bedarf an zusätzlichen
Arbeitskräften (Arbeitslosenzahlen steigen
an)
- einen Teil des Lohns einzubehalten, das
ist sicherlich nicht rechtskonform
- wenn diese Personen sich vom Verdienst
hier erhalten müssen, bleibt nichts übrig

Also durchaus ein Gedanke, der zu überlegen ist. Dazu bedarf es aber grundlegender Gesetzesänderungen, sonst schneiden wir uns nochmals selbst ins Fleisch.

Antworten Antworten Senftfranzl
02.02.2013 20:12
2

Re: Re: Arbeitspotential im Land nutzen statt Gastarbeiter reinzuholen!

Ich habe gehört das es in Liechtenstein so gehandhabt wird. Das ein Teil des Lohnes auf ein Sparkonto/Buch kommt.
Das eine betroffene Person staatliche Hilfe zusätzlich beziehen kann soll geg. möglich sein, je nach Verdienst.
Arbeit natürlich sofern eine vorhanden ist und freiwillig. Ich denke es flüchten nicht nur schlechter gebildete Personen nach Österreich.
MfG

Vorarlberger
02.02.2013 17:07
23

Zum Glück retten die zahlreichen Einwanderer ...

... aus Anatolien und dem Balkan unser Sozialsystem. Und nachdem Gewerkschaften und co eh die Arbeitszeit verkürzen wollen, gibts bald ohnehin Ferien für alle. Bald versteht eh die Mehrheit der Österreicher kein Deutsch mehr und die Statistiken werden noch belangloser ....

Schöne neue Welt.

 
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