dm-Österreich eröffnet heuer 90 Filialen in Südosteuropa

14.02.2013 | 17:58 |   (DiePresse.com)

In Österreich bleibt Fillialzahl konstant. Die Auswirkungen des Schlecker-Aus seien hier viel geringer als in Deutschland. Online muss noch warten.

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Der Erfolg der Drogeriemarktkette dm hält an: Für das Kalenderjahr 2012 habe der Konzern beim Umsatz in Deutschland die Sieben-Milliarden-Grenze überschritten, sagte dm-Chef Erich Harsch zur dpa. 130 neue Filialen sind heuer geplant. Im Frühjahr könne Bilanz gezogen werden, welche Auswirkungen die Schlecker-Pleite für dm habe. Auf APA-Anfrage hieß es von einem dm-Österreich-Sprecher hierzulande bleibe die Filialzahl heuer konstant, dafür werden 80 bis 90 neue Filialen in Südosteuropa entstehen. Die Auswirkungen des Schlecker-Aus seien hier viel geringer.

Der Umsatz von dm Österreich im 4. Quartal 2012 habe sich nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011/2012 mit 30. September "konstant weiterentwickelt". Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 hatte es ein Umsatzplus von 6,13 Prozent auf 683 Mio. Euro gegeben.

Markt ausgereizt

Die Auswirkungen des Aus für Schlecker seien in Österreich aber "weit geringer als in Deutschland", so der Sprecher zur APA - Stichwort dayli. Prinzipiell sei der Markt für Drogerien in Österreich ausgereizt, dm konzentriere sich daher auf "qualitative Verbesserungen wie andere oder größere Standorte".

Die Südosteuropa-Tochter von dm Österreich mit Geschäften in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien werde insgesamt aber "80 bis 90 neue Filialen" eröffnen.

In Österreich arbeiteten zum vergangenen Bilanzstichtag am 30. September 2012 (Geschäftsjahr 2011/2012) in 377 Filialen 5.898 Menschen bei dm.

Online muss noch warten

Das Online-Geschäft wirft laut dpa allerdings noch Fragen auf. Seit einigen Monaten vertreibt dm als Großhändler seine Eigenmarken über Amazon - mit mäßigem Erfolg. Der Drogist habe deshalb in absehbarer Zeit nicht vor, selbst in den Online-Handel einzusteigen, sagte Harsch. "Betriebswirtschaftlich ist das bisher nicht darstellbar." Es könne nicht Sinn der Sache sein, einen defizitären Online-Handel über den Ladenverkauf zu subventionieren. Dennoch beobachte dm die Entwicklung genau. "Das Online-Feld wird weiter an Bedeutung gewinnen."

(APA)

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