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Lugner will Dayli als Mitstreiter für Sonntagsöffnung

Lugner will Dayli Mitstreiter
Bild: (c) APA 

Das jetzige Gesetz gehöre, so Lugner, "in die Luft gesprengt - mitsamt dem Nationalrat". In der Lugner City haben derzeit zwei Modegeschäfte am Sonntag geöffnet.

 (Die Presse)

Wien/Es/Apa. Nächste Runde im Kampf Richard Lugners um die Sonntagsöffnung. Am Donnerstag kündigte er an, dass er in Dayli-Chef Rudolf Haberleitner einen Mitstreiter gefunden habe. Kleiner Schönheitsfehler: Seine Sekretärin habe diesen noch nicht erreicht, deshalb sei es noch zu keinem Gespräch gekommen.

Haberleitner bestätigte, dass er ähnliche Interessen habe wie Richard Lugner: „Wir wollen dieselben Rechte wie ein Merkur am Bahnhof.“ Er sei aber auf keiner „Kampflinie“. Dayli hat testweise zwei Filialen am Sonntag aufgesperrt – legal, weil mit Bistros und Gastronomiekonzession – und plant alle 900 österreichischen Filialen entsprechend umzurüsten.

In der Lugner City haben derzeit zwei Modegeschäfte am Sonntag geöffnet. Mit Billa sei man im Gespräch, Schirnhofer werde auch in Kürze öffnen. Das Gesetz zur Sonntagsöffnung sei, „schlampig formuliert“ und gehöre, so Richard Lugner derb, „samt dem Nationalrat in die Luft gesprengt“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2013)

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6 Kommentare

Lugner und Haberleitner sind keine Galionsfiguren,

aber in Bezug auf die Sonntagsöffnung haben sie recht !


Einzelhändler sind zwar notwendig,

aber zu viele davon schaufeln mehr erarbeitetes Geld aus der Gemeinde hinaus bis nach Asien als herein. Die Bürgermeister dürfen nicht nur auf die Steuern schauen.

Am Sonntag erarbeiten die Gewerbebetriebe nichts, die Wirte gelten als Einzelhändler.

Der Tag des Herrn

6 Tage sollst du arbeiten,am 7. Tag sollst du ruhen.Der Tag des Herrn ist für den Menschen und seiner Familie gedacht,vom Herrn Lugner steht nichts in der Bibel.

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gleiches recht für alle

da ja so viele dafür sind das sonntags die mamis (80%) arbeiten sollen.dann bitte auch büros öffnen studenten in die uni und alle sonstigen ab zur sonntagsarbeit.

Es gibt keinen Grund am Sonntag geschlossen zu haben

...da es ja eh schon jede Menge Betriebe gibt, die offen haben und dürfen (Tankstellen, Gastro, Zuckerlgschäft, Blumentandler etc.) Es geht doch nur um Vereinbarungen im Personalmanagement. Auf dem Lande haben die Geschäfte schon seit Jahrzehnten Sonntags nach der Kirche offen. Entweder wegen Fremdenverkehr oder vorne ist zu, Eingang durchs Gasthaus. Der Streit wird langsam lächerlich. Warum dürfen Standler (Christkindl- Kalvarienbergmarkt) Sonntag offen haben? Lugner hat vollkommen recht, außerdem steht er wie immer in der Zeitung.

Ich mag zwar die Lugner City ansich nicht so sehr

(Geschäcker sind halt verschieden) aber grundsätzlich hat Herr Lugner vollkommen recht.

Wenn sogar im sehr religiösen Amerika Sonntags- (teils sogar 24h) -öffnungszeiten kein Problem darstellen dann sollte das für Österreich auch kein Problem sein.
Man könnte ja vereinbaren, dass vielleicht nur Vormittags geöffnet sein darf, die Mitarbeiter per Gesetz 2 Tage pro Woche frei haben müssen oder das der Sonntag trotzdem kein Werktag ist und desshalb mehr Gehalt gezahlt werden muss.
Drei Vorschläge innerhalb weniger Minuten
kostenlos. Unseren bezahlten Gesetzgeber fällt bestimmt noch mehr ein.

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