Bank Austria schließt bis 2015 mehr als hundert Filialen

22.02.2013 | 18:46 |   (Die Presse)

Das Institut strafft sein Filialnetz um ein Drittel, weil immer mehr Kunden auf Internetbanking umsteigen. Laut Bankchef Willibald Cernko wird die gesamte Branche dem Beispiel folgen. Ein radikaler Mitarbeiterabbau sei ebenso unausweichlich.

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Wien/Kor. Willibald Cernko, Chef der Bank Austria, nimmt sich die Post und die Tankstellen zum Vorbild – und das ist eher keine so gute Nachricht. Denn die sind schon längst dabei, ihr Netz an Standorten radikal zu straffen. Die Bank Austria zieht jetzt nach: In den nächsten zwei bis drei Jahren will das Institut mehr als hundert Filialen in Österreich schließen. Das ist immerhin ein Drittel der Niederlassungen.

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Cernko sagte am Donnerstagabend vor Journalisten, dass sich die Bank Austria mit ihren Filialen vor allem auf Ballungsräume konzentrieren wolle. „Wir werden immer Filialen brauchen“ – aber derzeit seien es eben zu viele: Österreich sei „overbanked“. Derzeit kämen rund 2000 Kunden auf eine Filiale. „Es sind aber 4000 bis 5000 Kunden notwendig, um eine Filiale wirtschaftlich betreiben zu können“, so Cernko.

Und die Bank Austria werde nicht die einzige sein: Studien würden darlegen, dass in den nächsten fünf Jahren ein Drittel des österreichischen Banken-Filialnetzes eingespart werden müsse. Immer weniger Kunden würden in die Filialen kommen, Bankgeschäfte würden zunehmend elektronisch erledigt. Deshalb baut die Bank Austria auch ihr Internetbanking aus. Vorgesehen ist auch Videobanking im Schichtdienst bis 22 Uhr.

 

Pensionswelle bis zum Jahr 2020

Dieser Trend – weg von den Filialen, hin zu Internetbanking – wird sich natürlich auch auf die Zahl der Mitarbeiter auswirken. In der Bank Austria soll der Personalabbau allerdings durch natürlichen Abgang erfolgen, betont Cernko: Seit zwei Jahren läuft das Projekt bereits, mittlerweile wurden schon 400 Stellen eingespart, bis 2015 sollen es weitere 400 sein – womit das Ziel, bis 2015 auf 10.000 Mitarbeiter zu reduzieren, erreicht wäre. Außerdem, so Cernko frohlockend: Bis zum Jahre 2020 würden in der Bank Austria 40 Prozent der Mitarbeiter in Pension gehen, und zwar in Regelpension.

Und in anderen Banken? Da hält Cernko einen massiven Personalabbau für „unausweichlich“. Er spricht von 10.000 bis 15.000 der derzeit 80.000 Jobs, die gestrichen werden müssten. „Weil es das Geschäft nicht trägt“, wie er sagt. Das Retailgeschäft habe im Jahr 2011 für die Banken im Schnitt fünf Prozent Rendite gebracht – bei Kapitalkosten von mindestens zehn Prozent. Mittlerweile müsse man sich krisenbedingt auf risikoärmeres Geschäft konzentrieren, was weniger Rendite bringt. Dazu kommen noch hohe regulatorische Kosten.

Cernko: „Aber wir müssen Gewinne machen. Und wir müssen weiter Kapital aufbauen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2013)

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149 Kommentare
 
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Nichtnachbesetzung

Das find ich eine vernünftige Lösung. Dadurch wird keiner gefeuert. Das war aber eh klar das es langfristig in die Richtung gehen wird. Weg von Filialen hin zu ausgebautem Online Banking/Businessbanking verbunden mit Videokonferenzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in 20 Jahren schon sehr viel weniger Filialen geben wird als ein Drittel.

Der Herr Cernko hat gemeint, dass er künftig mehr in die IT stecken wird, was auch ein guter Zug ist, wenn man sich die Probleme ansieht, die es im Online Banking gegeben hat Aber jetzt geht es zum Glück wieder mit dem Online Banking bergauf.

Ich muss sagen: Das Design ist zwar nicht so meins, aber die elektronischen Kontoauszüge sind definitv ein Plus.

N i e d e r g a n g

Von der stolzen Creditanstalt bis zur ruinösen Unicredit. Das ist ein Fall vm freien Fall. Schande über Euch!

WER AUF ONLINE BANKING SETZT, MUSS ZUMINDEST FUNKTIONIEREN

Liebe Bank Austria. Mit eurem katastrophalen onlinebanking Dienst ist es illusorisch auch nur halbwegs im geschäft zu bleiben. Also. Macht endlich eure Arbeit ordentlich und hört auf mit grossen Ankündigunfen. Niemand mehr nimmt euch ernst. das aber ist das mindeste was man von einer Bank erwartet.

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Höchste Zeit!

Höchste Zeit, dass auch einmal im System der Bankster, Top-down, die Vernunft einkehrt und die aufgeblähten und komfortablen Personalaufwendungen reduziert werden.

Wenn jetzt die fetten Gewinne aus den ehemals gepflogenen Spakulationsgeschäften ("Investmentbanking") weg sind von denen bis zum Portier alle mit profitiert hatten - eben den Personalaufwand "anpassen". Wie das in der Realwirtschaft - von der sich das Bankstertum längst abgekoppelt hat - ganz normal ist. Von Baufirmen bis zu Autoproduzenten, Hotelketten bis Lkw-Flotten...Sogar die einstigen EVU haben unter Wettbewerb schon mächtig abgespeckt - mit Ausnahme natür in Wien, wo wegen des Genderismus neue Posterl geschaffen wurden...

Dass das natürlich die Gewerkschaftsfuzzis, die ansonst immer gegen die angeblich so "gewinnorientierten Kapitalisten" aufheulen, ist verständlich. Schließlich gehört die Banksterklasse, von oben bis unten zu den Spitzenverdienern und komfortabelsten "Nebengeräuschen".

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Na endlich!

Nachdem eben die schönen "Erträge" aus den großen Spekulationsgeschäften der Ösi-Bankster weg gefallen sind, kann auch in den Banken der große Personalüberhang nicht mehr finanziert werden. Na und?

Wenn in der Autoindustrie, bei einem Sägewerk oder einer Baufirma eben die Aufträge weg brechen bauen die auch Personal ab - oder? Nur die Top-down überhebliche Banksterklasse vermeinte, die "Anpassung" der Personal(kosten)stände an die veränderte "Auftragslage" ginge an ihr vorüber. Alllein mit immer neuen Erfindungen bzw. Erhöhung aller (un)möglichen Spesen, Gebührten usw. stößt man angesichts des Online-Bankings auch schon an Grenzen der ZUmutbarkeit.
Allein noch die Abzocke bei den Sparern, dienen man "Dank" der politisch handelnden EZB für die Einlagen miserabelste Zinsen zahlt (weil man schließlich sich komfortabel ansonst ja bei der EZB um 1 Prozent bedienen darf wie an einem Bankomaten) werden noch geschoren und können kaum aus...

Massiver Personalabbau...

...erscheint vernünftig, wenn man in einer BA-Filiale schaut, was die Angestellten so treiben, während ihrer recht kurzen Arbeitszeit bis 15 Uhr: Auf den Bildschirm glotzen, während an der einzigen Kasse lange Warteschlangen stehen, privat telefonieren und auch sonst viel Privates erledigen, das allerdings bei guten Bezügen. Also da braucht sich niemand wundern, wenn solche Angestellten abgebaut werden. Sie bringen zu wenig ein...

Vielleicht

erklärt jemand diesem Voll.rottel, dass man Kundenbindung nicht durch unpersönliches austauschbares Internetbanking erreichen kann.

Die Sparkassen, Raiffeisenkassen und Volksbanken zeigen es vor wie es geht.

Re: Vielleicht

Und zwar ohne dass der Staat jemals mit Geld oder Haftungen einspringen muss.

Re: Re: Vielleicht

aber im Traum nicht... die Ba hat als einzige KEIN Geld vom Staat gebraucht.....

Re: Re: Re: Vielleicht

diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/722416/UniCredit_Groesster-Kurssturz-in-25-Jahren


Re: Re: Re: Re: Vielleicht

sie hat aber nie eines genommen.
....auch die Unicredit nicht...

Eine italienische Bank

Nicht unsere Baustelle.

Die Wiener haften für diese Bank mit 9,6 Milliarden

Die müssen mal wieder die Gebühren erhöhen...

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Re: Die Wiener haften für diese Bank mit 9,6 Milliarden

Na ja, weil die Wiener Sozen damals in den 1990-ernm mit Gewalt verhinderten, das sich der Rechnungshof in der gemeindeeeigenen Zentralsparkasse bzw. Z-Länderbank umschaut und die in den tollen Ostgeschäften nach 1989 eines Genossen Vak die 11 Milliarden Schilling Miese entdecken könnte. Darum wurde der Laden an die Bayernhypo weg "privatisiert" - nur die alten Haftungen aus der Z- Gemeindezeit blieben beim Wiener Stadtsowjet....

Unlogisch

Die sollten das Onlineportal schließen und im Gegenzug mehr Filialen eröffnen. Onlinebanking sollten diese Profis den Mitbewerbern überlassen, die das wirklich können.

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Re: Unlogisch

Na klar, so kundenorientiert, dass die schon um 15 oder höchstens 16 Uhr den Laden dicht machen - weil es ja sooo viel "backoffice"-Tätigkeiten zu erledigen gälte.

Welches Kraut rauchst du?

das ıst denen egal !

hauptsache pro fılıalre fallen gehaelter zahlungen weg ! wenn man betrachtet das ım schnıtt ın eıner fılıale 1 bankdırektor 3 angestellte eıne putzfrau bezahalt werden so kommen wır auf kost von brutto 25000 euro ca

dann noch dıe ganze hardware strom etc etc

spart sıch der chefe pro fılıale 25 000 bıs 30 000 euro sehr mager kalkulıert aber mınumum dsa sınd beı 100 fılıalen ? 3 mıo euro ? ım 36 mıo ? warum sollte er auf dıe famılen vaeter und mütter denn rücksıcht nehmen ???
wısst ıhr wır lachten all dıe jahre über dıe usa aber wır sınd bald dort bald herrscht das selbe wıe dort auch hıer !

das selbe machen ja schon versıcherungen
und bald werden sowıeso vıele banken fusıonıeren versıcherungen etc etc

vıelleıcht nıcht ın 10 oder 20 aber ın 30 bıs 40 jahren ıst alles sch....e !

Re: das ıst denen egal !

Unglaublich dass so jemand wie sie ein aktives Wahlrecht hat.

25-30.000 für eine 4-köpfige Filiale plus Putzfrau ohne Gebäudekosten ohen EDV anzusetzen zeigt wie absolut weltfremd Sie sind. Sind Sie vielleicht Grüner? Dann würde ich es verstehen. Aber nicht wenn sie ein Erwachsener Mensch sind.

Re: Re: das ıst denen egal !

??? ob nun mehr oder wenıger fakt ıst das beı 100 fılıalen das 500 leute arbeıtslos werden fakt ıst das der chefe sıch kosten spart !

fakt ıst noch eın schrıtt mehr ın saubere arbeıt auflösung der mıttelschıcht !

fakt !

da braucht man nıcht groschal genau rechnen


Bank Austria schließt mehr als 100 Filialen

Ich denke, dass das der falsch Weg ist.
Bisher haben Zentralisierungen von österreichischen Banken einen Rückgang der Geschäfte gebracht und sämtliche Insitute haben geplante Schließungen von Filialen wieder abgebrochen. Automaten sind gut, aber die Nähe zum Kunden und Kundenkontakt sind für die Ge-
deihung von Erfolg besser.

Re: Bank Austria schließt mehr als 100 Filialen

geh bitte, wer geht heute noch zum schalter?
pensionisten (die aber langsam wegsterben) und personen der eher sozialen unterschicht (die aber keine sonderlich gewinnbringenden kunden sind).
wozu braucht man bankangestellte?
ein- und auszahlungen kann man am automaten machen.
beraten darf man sich von denen sowieso nicht lassen, sonst zahlt man eh nur drauf.
die zeiten des geldwechsels sind auch schon vorbei.
zum wertpapierhandel braucht man sie auch nicht mehr.
kontoeröffnungen können online gemacht werden, da müssens nur noch die unterschrift prüfen was in 10sec passiert ist.
wozu sind die also da?!

Re: Re: Bank Austria schließt mehr als 100 Filialen

Natürlich für jene Personen, die doch nicht so gescheit sind wie Sie und auch noch von Beratungen von der Bank-
angestellten sich ein Bild machen. Deshalb müssen diese alten Leute ja nicht gleich mit der Meinung dieser Mitarbeiter einverstanden sein.

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Re: Re: Re: Bank Austria schließt mehr als 100 Filialen

Na ja, der gelangweilten Omi muss schon das Tratscherl mit dem "lieben Fräul'n" am Bankschalter eben wert sein, bei den Zinsen und den Gebühren ordentlich geschoren zu werden :-)

Die hat ja auch fürs Hundviehfressen 100 Euro im Monat und dann noch ein paar weitere Hunderter für den Tierarzt locker. Nur halt für die GIS Gebühren, die Repezpgebühren, die Krankenscheingebühr usw. hat sie kein Geld... Und für das Heizen erst recht nicht - weil da ist die 14. Monatspension schon für Computermüll des Enkerls vorgesehen...

Re: Re: Re: Re: Bank Austria schließt mehr als 100 Filialen

Thema verfehlt!

Angeblich steht das Geldinstitut

knapp vor seiner Insolvenz.
$-)

 
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