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In Österreich teilen Sparer ihr Guthaben auf Banken auf

21.03.2013 | 18:31 |  CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Der bei der EZB angesiedelte Rat für Systemrisiken verlangt in Europa eine Garantie für Spareinlagen von 100.000 Euro.

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Wien. Im Zuge der Diskussionen um die Zypern-Rettung fragen sich viele Sparer, wie sicher ihre Einlagen sind. Als die Finanzkrise im Herbst 2008 nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreichte, gerieten auch viele Österreicher in Panik und begannen, ihr Geld bei den Banken abzuheben.

Um eine Eskalation zu vermeiden, erklärte der damalige Bundeskanzler, Alfred Gusenbauer (SPÖ), dass der Staat für alle Spareinlagen zu 100 Prozent geradesteht. Anfang 2010 wurde in der EU die Einlagensicherung vereinheitlicht. Demnach sind pro Kunde und pro Institut bis zu 100.000Euro abgesichert.

 

Sparer gehen auf Nummer sicher

Vermögende sollten daher ihr Geld auf mehrere Banken aufteilen. In Österreich passiert das längst. Dies zeigt eine Auswertung der Nationalbank (OeNB), die der „Presse“ exklusiv vorliegt. In Summe verwalten Österreichs Banken Spareinlagen von etwas mehr als 156 Milliarden Euro. Davon ist der Großteil, nämlich 126,3 Milliarden Euro, durch die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt. Auf keinem dieser Konten oder Sparbücher liegen mehr als 100.000 Euro. Nur Sparvermögen von 29,9 Milliarden Euro fallen nicht unter die Einlagensicherung (siehe Grafik).

Laut Statistik der Nationalbank gibt es bei uns 23 Millionen inländische Sparkonten und Sparbücher. Das bedeutet, dass jeder Österreicher durchschnittlich drei bis vier Sparkonten hat.

Trotz der EU-weiten Einlagensicherung von 100.000 Euro ist es juristisch ganz einfach möglich, Sparer für die Rettung eines Landes zur Kasse zu bitten. Dazu kann eine Regierung eine Sondersteuer einführen – wie ursprünglich in Zypern geplant. Zunächst hat es geheißen, dass auf der Mittelmeerinsel alle Sparguthaben unter 100.000 Euro mit 6,7 Prozent belastet werden sollen. Dies sorgte in ganz Europa für Empörung. Auch in Österreich verlangten Politiker und Bankmanager, dass Guthaben unter 100.000 Euro nicht angetastet werden. Schließlich verzichtete die Regierung in Nikosia darauf, kleine Sparer zu schröpfen. Der EZB-Rat für Systemrisiken forderte am Donnerstag in Europa eine Garantie für Bankgelder bis zu 100.000 Euro.

 

Probleme mit Einlagensicherung

Die österreichische Einlagensicherung hat sich bislang nur bei der Pleite von kleinen Banken bewährt – wie der Diskontbank, der Riegerbank und der Grazer BHI. Geraten alle großen Finanzkonzerne in Schwierigkeiten, reichen die Schutzmechanismen nicht aus.

Im Ernstfall können unmöglich alle Sparer, die unter die Einlagensicherung fallen, entschädigt werden. Das würde Österreich die bereits genannten 126,3 Milliarden Euro kosten. Die Einlagensicherung hat noch einen anderen Konstruktionsfehler. Denn Sparbücher unter 100.000 Euro sind praktisch risikolos. Dies führte auch in Österreich dazu, dass manche Banken in der Vergangenheit hohe Zinsen zahlten, um besonders viele Neukunden zu gewinnen. Für den Insolvenzfall gilt die Einlagensicherung. Demnach werden zunächst die anderen Banken verpflichtet, für den Schaden aufzukommen, was ungerecht ist. Erst wenn die anderen Institute dazu nicht mehr in der Lage sind, muss der Staat einspringen.

In Zypern erhielten Sparer vor Kurzem für Einlagen mit einer Laufzeit von zwei Jahren Zinsen von 4,5 Prozent pro Jahr. In Österreich dagegen müssen sich Sparer bei einer gleichen Laufzeit mit durchschnittlich 1,5 Prozent zufriedengeben. Dies war auch der Grund, warum bei den zyprischen Banken die Zahl der ausländischen Kunden stark gestiegen ist. Laut Eurostat kletterten die Einlagen von privaten Kunden bei Banken in Zypern seit 2000 von neun Milliarden Euro auf mehr als 30Milliarden Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.03.2013)

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49 Kommentare
 
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Garantie für das Sparbuch eine Lüge, der Beweis!!!

Die Spareinlagen, sind im Durchschnitt, dreimmal so hoch, als der Geldumlauf M1.Die Banken haben nur 10 % vom Geldumlauf M1 zur Vefügung.
Wenn alle Sparer ihr Geld abheben, bekommen sie ein Drittel ihres Geldes, da die Banken aber nur 10 % Bargeld haben, bekommen sie für tausend EUR nur 33 EUR und 33 Cent.
Die Versprechungen der Sicherheit eine
"GROSSE LÜGE"
Oder wissen die "Fachleute" nicht was sie reden???

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Sicher ist,

dass nichts sicher ist !

Urknall reloaded

Je länger man sich mit dem Thema Banken und Sicherheiten beschäftigt, desto mehr erkennt man, daß es sich um eine Reichtumgsillussion handelt.
Die sich wie angeblich das Weltall nach dem Urknall immer weiter ausbreitet bis ja bis es implodiert im angeblich Schwarzen Loch.

Eine erhellende Schriftenreihe dazu:
http://oekonomika.wordpress.com/publikationen/

Ums auf den Punkt zu bringen

Wer behauptet ,die Spareinlagen sind gesichert ,
ist ein Lügner .
Banken erpressen heute ob ihrer realpolitischen Macht ganze Staaten ,
Staaten sind ausgelaugt ,
wie soll so ein Staat die gesamten Einlagen der Sparer sichern ?

In einer Demokratie ist ein Staat nicht durch Finanzinteressen (to big to fail) erpressbar .
Wenn es nun heute anders ist ,besteht dringender Handlungsbedarf für Demokraten .

Der Staat haftet!

Leider haben noch viel zu wenige überzuckert, wer der Staat eigentlich ist.

Die Österreichischen Omas und Opas "Nur bei der Bank ist mein Geld sicher, weil dort passt der Staat auf"

zeugen wieder einmal von größter Anlage-Intelligenz

auf die einlagen sicherung würde ich mich nicht verlassen

denn selbst die höchsten forderungen, mögen sie auch noch so rechtmäßig sein, haben absolut keinen wert, wenn der schuldner und der bürge pleite ist!

nun würde ich nicht so weit gehen und irgendeine österreichische bank bzw den staat als pleite zu bezeichnen, die meisten institute erwirtschaften ja noch immer gewinne, und auch der staat steht relativ gut dar, wenn man zumindest einmal auf die renditen der staatsanleihen schaut, dennoch weiß jeder wie schnell sich das ändern kann.

denn fakt ist nun einmal die diversen forderungen gegen den österreichischen staat sind enorm

man denke dabei nur einmal an die pensionsforderungen (dürfte sich hoffentlich in naher zukunft beruhigen, da dass APG ja bald greifen wird, und sich der durchrechnungszeitraum ja stetig erhöht, den mutigen, notwendigen aber höchst unpopulären reformen schwarz/blau sei dank)
, die forderungen die aus den ausgelagerten schulden entstanden sind (öbb asfinag,..) sowie die forderungen des ESM gegen österreich, die dank der idiotischen regierung, defacto ins unermessliche steigen können, nämlich dann wenn andere größere staaten ausfallen (was bei spanien, italien und vorallem frankreich gar nicht so unwahrscheinlich ist)

am besten ist man investiert sein geld in eigentum, anstatt in forderungen, denn immerhin ist eigentum ein absolutes grundrecht ,dass immerhin für den fall dass rot/grün mit seinen enteignungsfantasien 2013 keine mehrheit erhält, wohl weitestgehend unberührt bleibt!

Eigentum ist ein guter Ansatz

Grund und Boden, und Aktien sind für den Apparat abschöpfbar. Die Verteilungsideologen können darauf nach belieben zugreifen.

Sein Vermögen teilweise ins Ausland zu verlagern ist nicht fü jedermann praktikabel. Außerdem sind die Immobilienpreise in "sicheren" Ländern wie Kanada bereits auf sehr hohem Niveau. Es kann auch dort zu Korrekturen kommen.

Breit streuen ist vermutlich am sinnvollsten. Grund und Boden, Aktien, Edelmetalle und vielleicht einige alte Kunstwerke wie ein Stich von Dürrer (muss ja nicht gleich der Hase sein ;-))

Und das Aufteilen soll Schutz vor Raub durch den Staat bieten?


Re: Und das Aufteilen soll Schutz vor Raub durch den Staat bieten?

Die Banken rauben ,
die Staaten sind nur noch die hilflosen Vollzugsorgane ......

... teilen Sparer ihr Guthaben auf Banken auf?

Wird wohl nicht greifen, jeder einzelne ist im Konsortium per Legitimation registriert und ein Gesetzerl (oder "Notverordnung" (siehe Zypern) ist schnell zur Hand!
.
Das Kapital greift nach dem Volksvermögen und leert auch die Sozialtöpfe!

Nicht das "Kapital greift nach ..." sonder die Politiker und Banker!


Wenn der RAT der SYSTEM-"weisen"

den Reichen Europa´s
100.000,-- Euro garantiert,
sozusagen "PRAGMATISIERTES VERMÖGEN"
unabhängig davon ob es legales und versteuertes Vermögen ist oder "Schwarzgeld"
und
UNABHÄNGIG davon woher die Deckung für diese Garantie kommen soll,
dann betrügt jene, die
auch viel und schwer gearbeitet haben, aber nicht soviel verdient haben um große Haufen Geld auf der Bank zu haben .....

Reich ist doch jeder der mehr ale in ganzes Jahres-Durchschnittsgehalt "auf der Seite" hat;
für die Wirtschaft wäre es besser, das Geld läuft und versteckt sich nicht hinter Garantien !!!

Sie glauben doch nicht, dass das Geld wirklich am Sparbuch liegt bzw. sich versteckt oder?

Mit dem Geld wirtschaftet die Bank...

Re: Sie glauben doch nicht, dass das Geld wirklich am Sparbuch liegt bzw. sich versteckt oder?

also für den SPARER schon,

denn dort ist es ja staatsgeschützt,

und die banken zockten ja oft mit einem vielfachen der Spareinlagen
ohne Rücksicht auf Risken ....


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Ääh?

Was glauben Sie nun, wozu es diese Garantie auf 100' pro Konto gibt? - Von wegen "In Österreich passiert das längst. Dies zeigt eine Auswertung der Nationalbank (OeNB), die der „Presse“ exklusiv vorliegt." Die OeNB hat bloß Ö im Blickfeld. Man kann seine Millionen auch auf mehrere seriöse €-Länder, aber keines wie Zypern, verteilen und über Internetbanking verwalten.

bloede Frage

Warum garantiert der Staat für private Sparguthaben von privaten Banken?

warum nicht auch für Aktien, Anleihen, Optionsgeschäfte?

Sparbucheinlagen sind nicht wie gemeinhin gedacht völlig frei verfügbares Barvermögen, SONDERN es ist an die Bank verliehenes Geld!!!

Was denken denn dieganzen Sparer wo die (niedrigen) Zinsen herkommen?

ZINSEN SIND DIE RISIKOPRÄMIE FÜR DEN MÖGLICHEN VERLUST DER EINLAGE.

Wenn also um die Bank zu retten auch auf Spareinlagen zugegriffen werden muss, dann ist das uU sogar sinnvoll und mitnichten Enteignung, sondern die Rechnung für das eingegangene Risiko.

ZINSEN SIND DIE RISIKOPRÄMIE FÜR DEN MÖGLICHEN VERLUST DER EINLAGE.

Wenn Sie das so generell als Statement stehen lassen, dann sind Sie einer der Ahnungslosen, der nicht einmal ein Sparbuch haben sollte.

Sparbücher,Optionsschein, Anleihen etc in eine Topf zu werfen, kommt dann wirklich dem Motto Ihrer Überschrift gleich.

Re: bloede Frage

Komische Theorie. Dann müssten in Zeiten, wo das Verlustrisiko hoch ist (so wie jetzt) auch die Zinsen hoch sein.

Sie verwechseln Sparzinsen mit Risikoaufschlägen bei Anleihen.

Wer hat denn große Summen an Geld auf der Bank liegen?


Nur mehr die verbliebenen verkalkten SPÖ-Wähler!

Wer sieht denn zu, wie das Geld jedes Jahr durch die Inflation weniger wert wird und zahlt auch noch Kest. vom "Gewinn"?

Inflation ist eine Vermögenssteuer!!!

Wer Geld hat und nicht in Firmen (Aktien) investiert ist selber schuld!!!

Kein Mitleid, die Sparbuch-Sparer gehören geschröpft, denn durch ihr Geldhorten schaden sie der Wirtschaft!

Es gibt genug Firmen, die Erfolg hätten, würde es Investoren geben!

Die Banken geben ja keine Firmenkredite, außer sie sind zu 200% mit Grundstücken besichert!


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Re: Wer hat denn große Summen an Geld auf der Bank liegen?

Auch wenn in ihren Zeilen ansonsten viel Wahrheit steckt:

Wer sein ganzes Geld auf eine Assetklasse setzt hat mal garantiert keine Ahnung von Veranlagung.


Nur weil jemand eine Nobelpreis für eine Theorie verliehen bekommt heißt das noch lange nichts.

Siehe den Friedensnobelpreisträger Osama oder Obama?

Und wo gibts keine Vermögenssteuer?

Auf Aktien etwa? Na seit heuer nicht mehr. Selbst bei Immobilien müssen Sie jetzt10 Jahre warten, bis der Gewinn steuerfrei wird. Früher 1 Jahr. Der Staat ist ja auch nicht deppert-denn er weiß, dass die Leute in Krisenzeiten zuerst in
Immobilien flüchten.

Und mit der damaligen Spekulationsfrist von einem Jahr konnten Sie sich entscheiden, wenn Sie ein Zwischenhoch hatten, ob Sie eventuell unterjährig verkaufen und den Gewinn versteuern oder eventuell zu warten, bis Sie in der Verlustzone sind und sich dann damit trösten konnten, jetzt noch billiger zukaufen zu können-das war und ist noch immer Steuerfrei!

Steuern auf einen Gewinn haben Sie also auf jeden Fall-beim Sparbuch aber zumindest kein Verlustrisiko.

Dann helfens der Wirtschaft mit "buy high and sell low"

Re: Wer hat denn große Summen an Geld auf der Bank liegen?

Achja, die breite Masse soll in Aktien ... investieren und dann hoffen, dass durch Einsparungen und Gewinne der Betriebe eine möglichst hohe Dividende fliesst!?
D.h. der kleine Arbeiter investiert in Unternehmen, die unter dem Druck, Dividende zu zahlen, dann seinen Arbeitsplatz einsparen.

Ja, das sind die Visionen der Noeliberalen, um die arbeitenden Menschen entgültig zu schröpfen. Aber leider sehen das die wenigsten Menschen und glauben wirklich, mit ihren kleinen Einkommen an der Börse partizipieren zu müssen. Wie schnell so was in die Hose gehen kann, sieht man am Beispiel Alpina Bau, welche nicht in der Lage ist die ausgelaufene Anleihe zurüch zu zahlen...

Re: Re: Wer hat denn große Summen an Geld auf der Bank liegen?


Habe heuer schon 40% gemacht!

Gratuliere zu Ihrem Sparbuch!


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Re: Re: Re: Wer hat denn große Summen an Geld auf der Bank liegen?

40% in zwei monaten ist nicht schlecht :.. da kann man auch damit leben, dass man als spekulantenheuschreck beschimpft wird :-) ... spass beseite, wenn es so ist .. reife leistung .. und kompliment :-)

 
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Hobbyökonom