ÖVAG AG machte 2012 rund 131 Millionen Euro Verlust

28.03.2013 | 10:27 |   (DiePresse.com)

Die Bank konnte im April 2012 nur durch staatliche Hilfe gerettet werden. Bankchef Koren schließt nicht aus, dass erneut Staatshilfe benötigt wird.

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Die mittels Teilverstaatlichung aufgefangene Volksbanken AG (ÖVAG) hat 2012 wieder einen dreistelligen Millionenverlust geschrieben. In der ÖVAG AG (Einzelabschluss) endete das Jahr mit einem Verlust von 131 Millionen Euro. Aufgrund des Verlustes im Einzelabschluss seien bis einschließlich 2014 keine Zinszahlungen an den Staat für das erhaltene Partizipationskapital möglich, teilte die Bank mit. Für faule Kredite mussten im Konzern 367 Millionen Euro zurückgestellt werden. Die Bank hat auch ihren vormaligen Milliardenbestand an Absicherungsinstrumenten (CDS, Credit Default Swaps) deutlich reduziert. Die CDS-Nettoposition wurden von 1,6 Milliarden Euro auf 0,3 Milliarden Euro abgebaut.

Für das laufende Geschäftsjahr 2013 werde ebenfalls ein negatives operatives Konzernergebnis erwartet, berichtete die Bank am Vormittag. Wegen Bilanz-Sondereffekten in hoher dreistelliger Millionenhöhe (unter anderem Effekte des Kapitalschnitts) samt Sonderertrag aus einem 183 Millionen Euro schweren Hybridanleiherückkauf steht in der Konzernbilanz 2012 dennoch ein positives Nettoergebnis von 312,6 Millionen Euro. 2011 hatte es annähernd einen Milliardenverlust (959 Millionen Euro) gegeben.

"Derzeit ist die ÖVAG de facto eine Abbaubank"

In der AG hatte die ÖVAG für das Jahr 2011 nach damaligen riesigen Abschreibungen auf Ostbanken und Griechenland-Papiere 1,36 Milliarden Euro AG-Verlust aufgehäuft. Um zu überleben, musste ein Kapitalschnitt vorgenommen werden, der auch die Steuerzahler hunderte Millionen kostete. Im April 2012 wurde der rettende Staatseinstieg mit frischem Geld und rund 43 Prozent Kapitalanteil besiegelt.

Auf EU-Geheiß muss die ÖVAG dramatisch zurückgefahren werden, bis Ende 2017 gilt ein Ausschüttungsverbot. „Derzeit ist die ÖVAG de facto eine Abbaubank, die so gut wie ihr gesamtes Eigengeschäft im In- und Ausland beenden muss“, sagte Bankchef Stephan Koren zur Jahrespressekonferenz. „Zahlreiche Beispiele zeigen, dass solche Abbauprozesse oft mit erheblichem Kapitalverzehr verbunden sind“.

Neue Staatshilfen nicht ausgeschlossen

Deshalb ist im Abbau bei der ÖVAG Eile geboten. Die Gesundung der redimensionierten Bank selbst werde Zeit brauchen. Koren kann aber nicht ausschließen, dass die ÖVAG neue Staatshilfe brauchen wird.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Mein Gott, da haben ein paar zu große Schuhe angehabt...

...Wichtigtuer die heute in Pension sind oder noch gehen...?

Bei der Hypo Alpe Adria

liest man immer genau auf Euro und Cent was der Staat brennen muß. Die anderen Pleitiers werden mit Samthandschuhen angefasst, gerade das noch auf den Verlust hingewiesen wird. Aber nur durch faule Kredite etc. Wenn ich mich erinnere, was man von mir an Sicherheiten für einen lächerlichen Kredit verlangte, frage ich mich, wie es zu 'faulen Krediten' überhaupt kommen kann !

100 % Risiko für 43 % Eigentumsanteil

Der Staat hält 43 % an der ÖVAG dem Spitzeninstitut der Volksbanken Gruppe. Aber scheinbar trägt der Steuerzahler 100 % des Risikos bei 43 % Eigentumsanteil! Wo sind die Beiträge der selbständigen Volksbanken welche die restlichen 57 % der Anteile halten?
Die hat der Herr Koren ergendwie vergessen zu erwähnen!

Hayek

muss her, der beste Fan, die Fekterin verleugnet ihn.

Nichts Neues in unserer Bankenlandschaft

Es ist auch ein Grausen, mit welch "kompetenten" Auskünften von Seiten Bankmitarbeiter gewöhnliche Kunden abgespeist werden, wie wenig Wert in Wirklichkeit Bankinstitute auf ihre Kunden legen.

Nur im Abzocken und Übertölpeln sind sie gut.

Und wie man (nicht nur) am Beispiel der Volksbanken sieht, liegen Sie dem Steuerzahler ganz gehörig auf der Tasche. Dieser muss dann letztlich auch noch für krasse Fehlentscheidungen verbunden mit Inkompetenz hoch honorierter Manager aufkommen.

Dem Volk werden schöne, bagatellisierende Worte verkauft und in der Realität ändert sich wenig. Nach wie vor gibt es viel zu viele Bankfilialen, wird innerhalb der Institute (mit teils dubiosen Strukturen) intransparent gefuhrwerkt, eröffnet man nicht die Möglichkeit, marode Banken in den Konkurs zu schicken (die armen Aktionäre) usw. usf.

Nix mehr freie Markwirtschaft

oder Hayek oder wie?
Frau Fekter? Was soll das?
NEIN, treten sie sofort zurück.
Wo ist die FPÖ? Wo ist das BZÖ?

NEIN

UND NOCHMALS NEIN.
Werden wir nicht mehr gefragt?
Volksabstimmung, aber rasch. Die nächste Woche.
NEIN, diese Pleite Banken sind in keinster weise systemrelevant.
Und wenn es so wäre, NEIN. Kein Steuergeld mehr.
NEIN
Muss man da nicht im Parlament abstimmen?
Die Fekterin kann doch nicht tun was sie will.
NEIN

Re: NEIN

Jetzt brauche ich den Strache.
Also FPÖ, auf,auf, nicht schlafen.

ÖVAG AG...

entweder ÖVAG oder ÖV AG aber ÖVAG AG ist purer Schwachsinn.

Bei folgendem Satz hat sich der/die JournalistIn selbst übertroffen: "In der AG hatte die ÖVAG [...] 1,36 Milliarden Euro AG-Verlust aufgehäuft.

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tja

und mal wieder bin ich mit sicher, die Boni für gute Leistungen ans Management wurden ausbezahlt..

Re: tja

Was Boni?
Ich schei.. auf die Boni. Es gibt kein Geld mehr und aus.
Irgendwann ist fertig.

2 0

Nationale Prüfung

für unsere Finanzpolitiker. Sollen sie doch die Bank zusperren, kostet eh genug, dann ist aber Schluß. Sogar die großen Banken reduzieren und verkleinern sich. Ein paar Filialen reichen...v.a. um die ältere Gesellschaft zu bedienen. Außerdem gibts es Gratis-Online-Konten die man nahezu Euro-weit bedienen kann und viel günstiger sind. Auch die kleinen Bundesländer-Banken braucht auch niemand mehr - auch wenn die Raiffeisen noch so teuer ist - am Land - zieht sie doch die meisten Leute zu sich. Grund ist eben in kleinen Gemeinden, das man den Bankangestellen aus der Umgebung gut kennt. Wer sowieso weniger Kontakt mit Schalter pflegen will, kann sowieso auf Online wechseln. In den letzten 10 Jahren hab ich am Schalter einmal ein Service gebraucht - es ging um einen Kontoauszug-Nachdruck. Den durfte man extra ordentlich zahlen. Online und lokal gespeichert, druckt man den aus - so oft man will.

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Nationale Prüfung

für unsere Finanzpolitiker. Sollen sie doch die Bank zusperren, kostet eh genug, dann ist aber Schluß. Sogar die großen Banken reduzieren und verkleinern sich. Ein paar Filialen reichen...v.a. um die ältere Gesellschaft zu bedienen. Außerdem gibts es Gratis-Online-Konten die man nahezu Euro-weit bedienen kann und viel günstiger sind. Auch die kleinen Bundesländer-Banken braucht auch niemand mehr - auch wenn die Raiffeisen noch so teuer ist - am Land - zieht sie doch die meisten Leute zu sich. Grund ist eben in kleinen Gemeinden, das man den Bankangestellen aus der Umgebung gut kennt. Wer sowieso weniger Kontakt mit Schalter pflegen will, kann sowieso auf Online wechseln. In den letzten 10 Jahren hab ich am Schalter einmal ein Service gebraucht - es ging um einen Kontoauszug-Nachdruck. Den durfte man extra ordentlich zahlen. Online und lokal gespeichert, druckt man den aus - so oft man will.

bis

dato konnte mir kein experte oder volkswirt glaubhaft erklären warum die övag systemrelevant sei.....

Re: bis

Ist auch unmöglich.
Ich hoffe auf die EU.
Wenn man die EU hat warum nicht, für Gurken brauche ich keine EU.

Bitte wo ist der Krone EU Rebell H.P.M.geblieben?


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Re: Bitte wo ist der Krone EU Rebell H.P.M.geblieben?

Den gibt es hier:

http://diepresse.com/home/politik/eu/1377548/EU_Immunitaet-von-Stadler-und-Martin-wird-aufgehoben

Re: Re: Bitte wo ist der Krone EU Rebell H.P.M.geblieben?

Danke!

Sozialismus pur!!!!

Ich will das nicht mehr mitfinanzieren!
Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf?
Schönes sozialistisches Österreich!!!

Lasst doch die

Sparer dafür bezahlen - so wie in Zypern. Wo sind jetzt die Poster, die mit dem Finger auf Zyprioten gezeigt haben und gesagt haben - selber schuld !!

Das Geld auf dem Bankkonto ist ein Kredit an die Bank. Geht die Bank pleite, kann auch der Kredit nicht mehr bedient werden und das Geld ist weg.

Bank schließen und gut ist´s!

Da dies aber sowieso nie passieren wird, werden eben wieder unnötig Steuergelder verbrannt.

Tja, so ist das eben in Österreich - dumme Wähler und eine Politelite, die sich nicht um das Volk, sondern sich selbst und die Bankster kümmert.
Weiter so, liebe ROTSchwarzgrün Wähler.


Re: Lasst doch die

Bla, bla,bla
Und jetzt.
Weiter.

Lasst doch die


Kein Wirtschaftszeig

hat jemals 1800 Milliarden Euro bekommen.
Und immer noch nicht genug.
Wer stoppt diesen IRRSINN?

Re: Kein Wirtschaftszeig

Und welche Alternative schlagen Sie vor ?????

Das Zypern Modell etwa ??

Man hat die Banken so mächtig werden lassen, das man Sie einfach retten muss um nicht das ganze Land in die Pleite zu treiben. Obwohl wenn man alle Banken retten ist man auch pleite, also schon egal wie und durch was sich die Pleite einstellt.

Re: Re: Kein Wirtschaftszeig

Das Modell Zypern wäre mE durchaus in Betracht zu ziehen.
Ich hielte es jedenfalls für WESENTLICH gerechter, als den Steuerzahler zu belangen.
Das, was Sie über das "mächtig werden lassen" vermeinen, ist im übrigen ein Mythos.

Re: Re: Kein Wirtschaftszeig

Wer und was ist pleite?
Mit 100.000 Euro ist man doch nicht pleite.
Eher angeglichen, viele haben nicht einmal das.
Eher ein Startvorteil, und die Immobilien etc. nimmt ja niemanden weg.
Jammern auf hohen Niveau.
Besser ist es eh so dann müssen die Enkelkinder wieder arbeiten gehen ansonsten zieht man nur Schwächlinge auf.

 
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