AUA meldete 3000 Bord-Mitarbeiter nach Innsbruck um

29.03.2013 | 17:56 |   (DiePresse.com)

Der Betriebsübergang ist nach einem dreiviertel Jahr vollzogen. Die betroffenen AUA-Beschäftigten sind nun in Tirol beitragspflichtig.

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Ein dreiviertel Jahr nach dem umstrittenen Übertrag des Austrian-Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean sind die davon betroffenen AUA-Bordbeschäftigten nun in Tirol beitragspflichtig geworden. "Letzte Woche sind 3000 Flugbegleiter und Piloten von Wien-Schwechat nach Innsbruck umgemeldet worden", sagte AUA-Sprecher Peter Thier am Freitagabend zur APA.

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Der nunmehrige Vollzug der Ummeldung betraf nicht nur neue Mitarbeiter, sondern auch alle anderen bereits vom Betriebsübergang betroffenen Austrian-Crewmitglieder. Das sei auf Druck der Gebietskrankenkasse erfolgt und ein Nebeneffekt des Betriebsübergangs, sagte der Sprecher. Er sieht damit untermauert, "dass nun auch die Bürokratie des Landes den Betriebsübergang vollzogen hat."

Der Betriebsübergang fülle somit auch die Kassen der Tiroler Gebietskrankenkasse, meint man in Wien-Schwechat. Das Unternehmen wünsche im übrigen nicht, die Mitarbeiter der Airline im Tiroler Wahlkampf zu missbrauchen.

Arbeitnehmervertreter in Tirol hatten zuvor beklagt, dass mit dem am Mittwoch verfügten Aus für den Verwaltungsstandort Innsbruck der Tyrolean viele Millionen Sozialbeiträge für Tirol verloren gingen. Die AUA verlagert die Tyrolean-Verwaltung binnen Jahresfrist zum bisherigen Tyrolean-Verwaltungsbüro in Wien-Schwechat, wo die AUA-Konzernzentrale sitzt. Davon sind 109 von rund 400 Mitarbeitern der Tyrolean betroffen.

Dem Bord-Betriebsratsvorsitzenden von AUA/Tyolean, Karl Minhard, riet der AUA-Sprecher, "endlich die Finger aus der Wunde der Kollegen bei Tyrolean zu nehmen". Minhard argumentiere gegen einen Betriebsübergang, der in den Augen des AUA-Sprechers "mit der Verlegung des Verwaltungsstandorts nichts zu tun hat". Der Betriebsübergang sei rechtens, betont die AUA. Die Arbeitnehmer sehen das anders und kämpfen wie berichtet bei Gericht dagegen an.

(APA)

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2 Kommentare

Eigentlich zeigt nichts besser die Unsinnigkeit von Landes-Betriebskrankenkassen in der heutigen Zeit !

Hatten diese nach dem 2. Weltkrieg durchaus Berechtigung, so sind sie heute, wo Nachrichten in Sekundenschnelle ausgetauscht werden und man in 6 Stunden von Wien nach Bregenz kommen kann, obsolet. Die Einsparungen im Leitungs-(immerhin müssten alle Bundesländer vertreten sein) und Verwaltungsapparat werden das (Sozial)budget nicht retten aber doch merkbar sein.

Re: Eigentlich zeigt nichts besser die Unsinnigkeit von Landes-Betriebskrankenkassen in der heutigen Zeit !

da bin ich dafür, erster schritt, die komplette leitungsebene in wien entfernen und dies einer anderen gkk überlassen!

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