"Australier" als Technik-Chef der Telekom

02.04.2013 | 16:25 |  Von Hedi Schneid (Die Presse)

Der Österreicher Günther Ottendorfer war zuletzt bei der australischen Optus tätig. Er wird dritter Vorstand neben Ametsreiter und Tschuden.

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[Wien] Die Vorgabe von ÖIAG-Chef und Telekom-Aufsichtsratspräsident Rudolf Kemler war klar: Der neue dritte Vorstand der Telekom Austria (TA), der seit Jahresanfang gesucht wird, soll ein Fachmann mit internationaler Erfahrung werden – und keinesfalls ein politisch punzierter Zählkandidat. Kemlers Wunsch dürfte sich erfüllen: Morgen, Donnerstag, soll der Aufsichtsrat den von Headhunter KornFerry ausgesuchten Top-Favoriten Günther Ottendorfer zum „Chief Technology Officer“ küren.

Der Österreicher wird als dritter Vorstand (neben Konzernchef Hannes Ametsreiter und Finanzvorstand Johann Tschuden) den Bereich Technik verantworten. Er soll unter anderem neue Technologien wie die vierte Mobilfunkgeneration LTE, die rascheres Surfen ermöglicht, und die Konvergenz von Festnetz, Mobilfunk und Internet vorantreiben.

2011 Sprung nach Übersee

Dafür bringt der 44-jährige Absolvent der Technischen Universität Wien 20 Jahre Erfahrung mit. Er startete seine Karriere bei Siemens und wechselte 1996 zum Mobilfunker max.mobil (jetzt T-Mobile), wo er zuletzt auch Technik-Chef war, bevor er 2007 diese Position bei T-Mobile Deutschland übernahm. 2011 kam der große Sprung nach Übersee zum australischen Kommunikationsunternehmen Optus Networks, wo er unter anderem für die Einführung der vierten Handygeneration LTE zuständig ist. Genau dieses Thema wird ihn auch bei der Telekom Austria beschäftigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2013)

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8 Kommentare

Endlich einmal einer ohne politische Protektion

Österreich entwickelt sich vielleicht doch weiter. Weder ein Mann von der SPÖ oder ÖVP der eine guten Job bekommen hat.

Optus & LTE

Das LTE Projekt in Australien ist noch nicht abgeschlossen. Warum hat er den so ein reiches Arbeitsgebiet verlassen ? Ist er noch immer oesterreichischer Staatsbuerger ? Wenn ja, erstaunlich das er es ( mit welchem Visa ? ) in Australienso weit gebracht hat.

Drei Jahre bei Siemens

war er von Trainee zum Junior Consultant, Fuehrungsaufgaben hatte er nie gehabt. Er hat nach der TU Wien 3 Jahre "Lehrzeit" bei Siemens absolviert. Zum Glueck hat er Siemens verlassen, sonst ist er ein Kandidat des Sozialplanes 2013.

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der Arme

von einem Hightech - Unternehmen zum Hochegger-Schmierverein


Noch so einer

den wir irgendwann einmal in den Gerichtsakten wiederfinden? Hoffentlich nicht!

2 0

Re: Noch so einer

bei der telekom ist eh schon ein mexikanischer mafioso da kommts nicht mehr drauf an

Re: Re: Noch so einer

bei der AUA auch :-)

Der Typ kann sich bei mir (her mit dem Eurosport) beliebt machen


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