Johnson Controls baut in Mandling 135 Mitarbeiter ab

Die schwierige Lage der Autoindustrie mache Abbau notwendig, so das Unternehmen. Es ist aktuell aber keine Werkschließung geplant.

SALZBURG: BEI JOHNSON CONTROLS IN MANDLING SIND 400 ARBEITSPLAeTZE GEFAeHRDET
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SALZBURG: BEI JOHNSON CONTROLS IN MANDLING SIND 400 ARBEITSPLAeTZE GEFAeHRDET
APA/MARTIN HUBER

Der US-Mischkonzern und Autozulieferer Johnson Controls hat am Montagabend auf die kolportierte Stilllegung seines Werkes in Mandling an der Grenze zwischen Salzburg und der Steiermark und den Verlust von bis zu 400 Arbeitsplätzen reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme betonte das Unternehmen, eine von drei Produktionslinien im Werk zu schließen und rund 70 Mitarbeiter abzubauen. Außerdem verlieren 65 Zeitarbeitskräfte ihren Job.

„Johnson Controls plant aktuell keine Schließung des Werks in Mandling, das Schaumstoffteile für Autositze produziert. Aufgrund stark rückläufiger Produktionsvolumen in der europäischen Automobilindustrie ist Johnson Controls jedoch gezwungen, die Auslastung seiner europäischen Schaumstoffwerke zu optimieren“, so das Unternehmen in seiner Aussendung. Die derzeit schwierige Lage der europäischen Autoindustrie mache es notwendig, die Produktionskapazitäten im Werk zu reduzieren und rund 70 von aktuell 342 festangestellten Mitarbeitern abzubauen.

Verhandlungen über Sozialplan

Darüber hinaus werden die Verträge aller im Werk beschäftigen 65 Zeitarbeitskräfte nicht verlängert, so das Unternehmen zur APA.

Johnson Controls erklärte, mit dem Betriebsrat des Werks bereits Gespräche aufgenommen zu haben und will in Kürze mit den Verhandlungen über einen Sozialplan beginnen. Mandling sei der einzige europäische Standort des Unternehmens, der über eine Produktionslinie für Heißschaum verfüge. Diese und eine Linie für Kaltschaum-Teile werden weiter betrieben, versicherte das Unternehmen.

(APA)

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