RBI-Chef Stepic überweist zwei Millionen Euro zurück

Bezüge von 4,9 Mio Euro seien nicht im Einklang mit seinem eigenen Selbstverständnis, schreibt der Banken-Chef an seine Mitarbeiter.

Raiffeisen Bank International CEO Herbert Stepic adjusts his glasses during a news conference in Vienna
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Raiffeisen Bank International CEO Herbert Stepic adjusts his glasses during a news conference in Vienna
REUTERS

Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Internationale (RBI) Herbert Stepic hat, wie der Standard berichtet, zwei Millionen Euro an die Bank zurücküberwiesen. Die Gage für 2012 von 4,9 Millionen Euro ist Stepic "zu hoch". So teilte es der Banker seinen Mitarbeiter in einer zweiseitigen E-Mail mit.
In der Erklärung führte Stepic weiter aus: "Da eine Jahresvergütung in dieser Höhe ... nicht im Einklang mit meinem eigenen Selbstverständnis sowie dem Wertefundament unserer Bankengruppe steht", habe er das Gespräch mit dem Aufsichtsratschef (RZB-Chef Walter Rothensteiner) und dem Personalausschuss des Aufsichtsrats gesucht. Gemeinsam habe man "eine teilweise Rückzahlung als angemessene Reaktion auf diese Situation identifiziert". Er habe die zwei Millionen Euro auch bereits überwiesen, ließ der RBI-Boss wissen.
Im Raiffeisensektor soll, so schreibt der Standard, seine Fast-Gage für enorme Aufregung gesorgt haben.

Falsche Zahlen im Geschäftsbericht

Dennoch hat Stepic die zwei Millionen Euro "zu spät" zurücküberwiesen, was das Ergebnis 2012 betrifft. Die RBI präsentiert am Mittwoch ihre Zahlen des vergangenen Jahres - und weist darin erstmals gesetztesgemäß die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds aus. Dort wrden die Bezüge von Stepic mit 4,9 und nicht mit 2,9 Millionen Euro dargestellt. Weil nämlich die Rückzahlung erst nach Drucklegung des Geschäftsberichts erfolgte . Gut für die Bilanz des Jahres 2013: Dort werde sich die Rücküberweisung als "Sonderertrag" für die Bank widerspiegeln, sagt eine Sprecherin.

Die hohe Gage für Stepic und auch den gesamten RBI-Vorstand kam durch eine Häufung von positiven Effekten zustande, erklärt die RBI: Der Hauptanteil der 4,9 Millionen ergebe sich aus dem Aktien Optionsprogramm, das wegen seiner Bezugsgrößen zu einer "überdurchschnittlich hohen Zuteilung an Aktien geführt habe".

(red/herbas)

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