China bestraft illegale Kreditgeber mit dem Tod

26.04.2013 | 17:07 |   (DiePresse.com)

In China ist es für Unternehmen oft unmöglich, auf dem legalen Weg Geld zu leihen. Gegen illegale Kreditgeber geht die Regierung mit harten Strafen vor.

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Die chinesische Justiz hat tausende illegale Kreditgeber zu Haft- und sogar Todesstrafen verurteilt. Seit 2011 seien insgesamt 4.170 Menschen verurteilt worden, teilte die Regierung am Freitag mit. In 1.449 Fällen reichten die Strafen von fünf Jahren Haft bis zur Hinrichtung. Die Zahl der Todesurteile wurde nicht genannt. Die Quote "harter" Bestrafungen mache die "Entschlossenheit im Kampf gegen illegale Geldbeschaffung deutlich", erklärte ein Vertreter des Ministerium für Öffentliche Sicherheit, Du Jinfu.

Weil Banken in China für riskante Kredite keine hohen Zinsen verlangen dürfen, kommen Unternehmer bei den regulären Geldhäusern kaum an neues Kapital. Bei illegalen Geldverleihern müssen sie jährliche Zinsen von teils 40 Prozent und mehr zahlen. Rufe internationaler Ökonomen unter anderem von der Weltbank, die offizielle Kreditvergabe zu erleichtern, hat Peking bisher weitgehend ignoriert.

(APA/AFP)

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10 Kommentare

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China tut sich gut nicht auf die Weltbank IWF und Konsorten zu hören.
was im umkehrschluß nicht bedeutet, dass sie das richtige tun...

Solche, wie in China offenbar geübte Äquivalenzkontrolle

sorgt für Geldwertstabilität und wirkt gegen dekadente Tendenzen der sonst freien Marktwirtschaft.

Blödsinn!

Teilhaber, die Geld einbringen sind völlig legal, private Kredite, die dokumentiert werden können werden anstandslos akzeptiert. Bei der erwähnten Gesetzgebung geht es lediglich um einen Anti-Mafia Paragraphen.

Re: Blödsinn!

Und über das Ausmaß der Strafe entscheidet China alleine, völlig gesetzeskonform autonom... Fakt.

Jede Art von

alternativer VOLKSwirtschaft wird vom Staat bekaempft, von Steuerschraube auf Realgueter in der EU (Silber!) ueber Silberdollarverbot in den USA (Nordhausaffaere) bis zur Todesstrafe fuer Kreditalternativen wie hier - auch wenn es sich dabei eher um ein Beispiel fuer die verheerenden Folgen von Markteingriff handelt (Zinsdeckelung).

Mafiastaat China

Zuerst die Leute mittels Brot und Spiele von Bildung fernhalten, nahezu Anarchie ausbrechen lassen - ausgenommen vom einzig gültigen Übergesetz: Leg dich NIE mit der Partei an und dann hinrichten und Stärke zeigen.

Die Politik der Kommuistenmafia ist zum ko..en.

Chinas Aufschwung hat zwei Seiten

Einerseits ist es gut, dass global gesehen das Gewaltmonopol der USA ein Ende nimmt.

Andererseits herrschen nun schon zwei totalitäre Staaten vor, die ihr eigenes Volk und bald wohl auch andere tyrannisieren.

Re: Chinas Aufschwung hat zwei Seiten

Ein wenig naeher zu China/Asien leben und du wuerdest um die militaerische Alleindominanz der USA beten
;-)

Re: Re: Chinas Aufschwung hat zwei Seiten

ein wenig im nahen Osten leben und die Sache sieht schon wieder ein wenig anders aus...
wobei hier Obama trotzdem positiv zu erwähnen ist...

Re: Re: Chinas Aufschwung hat zwei Seiten

Die Chinesen haben einen Vorteil. Kaum wer versteht ihre Sprache, so kann man ihnen nur schwer auf die Finger schauen. Sie verstehen aber unsere Sprachen!

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