China bestraft illegale Kreditgeber mit dem Tod

In China ist es für Unternehmen oft unmöglich, auf dem legalen Weg Geld zu leihen. Gegen illegale Kreditgeber geht die Regierung mit harten Strafen vor.

File photo of a woman walking past a sign of Bank of China at its branch in Beijing
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File photo of a woman walking past a sign of Bank of China at its branch in Beijing
REUTERS

Die chinesische Justiz hat tausende illegale Kreditgeber zu Haft- und sogar Todesstrafen verurteilt. Seit 2011 seien insgesamt 4.170 Menschen verurteilt worden, teilte die Regierung am Freitag mit. In 1.449 Fällen reichten die Strafen von fünf Jahren Haft bis zur Hinrichtung. Die Zahl der Todesurteile wurde nicht genannt. Die Quote "harter" Bestrafungen mache die "Entschlossenheit im Kampf gegen illegale Geldbeschaffung deutlich", erklärte ein Vertreter des Ministerium für Öffentliche Sicherheit, Du Jinfu.

Weil Banken in China für riskante Kredite keine hohen Zinsen verlangen dürfen, kommen Unternehmer bei den regulären Geldhäusern kaum an neues Kapital. Bei illegalen Geldverleihern müssen sie jährliche Zinsen von teils 40 Prozent und mehr zahlen. Rufe internationaler Ökonomen unter anderem von der Weltbank, die offizielle Kreditvergabe zu erleichtern, hat Peking bisher weitgehend ignoriert.

(APA/AFP)

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