Magna plant Stellenabbau: "Österreich ist Hochlohnland"

04.05.2013 | 15:07 |   (DiePresse.com)

Der von Frank Stronach gegründete Autozulieferer will in Europa Stellen abbauen. Auch das Grazer Werk steht unter Druck.

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Der von Frank Stronach gegründete Autozulieferer Magna will angesichts des schwachen Automarktes in Europa die Belegschaften in seinen europäischen Werken reduzieren. Auch das Grazer Werk steht unter Druck. "Wir müssen am Standort Graz effizienter werden. Österreich ist ein Hochlohnland", sagte Konzernchef Donald Walker der "Wirtschaftswoche". Eine Lösung für das derzeit schwach ausgelastete Magna Steyr-Werk sieht der Manager nicht. "Das Entscheidende ist, dass wir für das Werk weitere Aufträge brauchen, etwa mit Stückzahlen von 20.000 bis 30.000 aber auch von 70.000."

Dabei hofft Walker offenbar auf Aufträge großer Hersteller für die Produktion von Elektrofahrzeugen. "Wir investieren viel in den Leichtbau von Fahrzeugen, aber auch in die Entwicklung von Batteriepaketen." Für Ford in Nordamerika habe Magna an der Elektrifizierung des Focus mitgewirkt. "Wir können unter anderem auf diesen Feldern für die großen Hersteller ein wichtiger Partner sein."

Insgesamt müssten aber Anpassungen vorgenommen werden, sagte Walker. "Wir schauen zurzeit beispielsweise, welche Teile wir hier nah am Kunden in Europa fertigen müssen und welche Komponenten wir aus anderen Teilen der Welt hierher transportieren können." Aber auch in den USA müssen sich die Beschäftigten auf Stellenabbau einstellen. "Anpassungen wird es auch in Nordamerika geben müssen."

(APA/Reuters)

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46 Kommentare
 
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"Österreich ist Hochlohnland"

FALSCH!
AT ist ein Hoch-STEUER-Land, weil wir uns hier einen gigantischen Staatsapparat leisten wollen/müssen, der einen Großteil der Steuern ineffizient verschwendet und immer mehr Schulden anhäuft. Das Volk ist entmündigt und verarmt schön langsam.

Mehr Staatsschulden bedeuten zukünftig höhere Steuern! WO bitte bleibt die Verwaltungsreform? 5 Jahre sind vergangen, nichts ist geschehen.


Hier wird schon sehr viel Blödsinn geschrieben

von so manchem "Insider", Besserwisser, Hektiker, etc....

Aber Fakt ist:
.) Das Magna Management gehört sicher nicht zu den besten in der Branche.
.) Magna ist eine AG und die Anteilseigner wollen Kohle sehen.
.) Und zu guter letzt, die Autoindustrie ist generell etwas in Schieflage.

Magna ist und bleibt Zulieferer. Die spielen in den Überlegungen eines BMW, Daimler, VW oder irgendeinem Chinesen überhaupt keine Rolle. Das würden sie gerne, und das haben sie sich auch erfolgreich die letzten 10 Jahre eingeredet. Siehe z.b. die "enge" Kooperation mit BMW (Produktion). Zuerst X3, dann Countryman und Paceman und dann..... Nix... Zu teuer...!

Die Automobilproduktion hat auf kurz oder lang keine Zukunft mehr in Österreich, auch in Deutschland nicht. Das ist zwar nicht schön, aber aufhalten werden wir das auch nicht können. Selbst wenn die Lohnsteuern massiv sinken. Aber das wird eh nicht passieren.

Und zu Herrn Walker, gerade ein Elektrofahrzeug würde ich aufgrund der sehr hohen Materialkosten in China oder im Osten bauen und sicher nicht in Österreich.... Das kann ja nie ein grüner Business Case werden.....!

Der will Graz nicht, das wollte er noch nie.... Und schön langsam aber sicher wird er das Werk auch los.....

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Re: Hier wird schon sehr viel Blödsinn geschrieben

Japan hat beschlossen den Yen international abzuwerten. Das läuft gerade. Das ist kein gutes Ohmen für die europäische Autoindustrie.

Mich wundert nicht warum jetzt auch Draghi verstärkt auf die Notenpresse setzt.

20.000 oder 30.000 oder 70.000

ist ja auch fast kein unterschied! damen mal pi dividiert durch den wähleranteil der stronachpartei in sonstwo. wen wunderts, dass bei so einer führung nichts dabei herauskommt als die aussage, dass halt die angestellten zu viel verdienen?

Re: 20.000 oder 30.000 oder 70.000

Sie sollten mal den Unterschied zwischen Lohnkosten und den Realeinkommen der Beschäftigten berücksichtigen.

Die Unternehmen müssen die gesamten lohnabhängigen Kosten bezahlen und daher sind auch nur diese ein Teil der Überlegungen der Verantwortlichen für das Unternehmen.

Die Menschen leben aber von deren Realeinkommen, müssen davon leben (und auch noch die irren Konsumabgaben bezahlen).

Der Unterschied zwischen beiden Betrachtungsweisen ist sehr hoch, in Österreich besonders hoch.

Der Hr. Walker hat überhaupt keine Aussage gemacht, dass die Angestellten zuviel verdienen, nur dass diese sehr viel kosten. Zu Ihrer Unterstellungen können Sie nur kommen, wenn Sie die Unterschiede zwischen Lohn für die Mitarbeiter und den Lohnkosten nicht kennen.

Reminiszenzen ans Auffangbecken

Graz wird wohl deshalb zugesperrt, weil es an "hochrangigen" (bitt laut lachen!!) blauen Fuktionären mangelt, die früher Magna als Auffangbecken nützen konnten, egal, ob oder was sie zu leisten imstande waren. Sogar ein Grasser war einmal dabei.....

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Liebe Magna, sperrt

Eurer Werk einfach zu. Und sagt es eurer Konkurrenz vom GM mit derem Wiener Werk auch gleich weiter. Auf die von euch hergestellten Produkte wird von der heute massgeblichen Politik (schwachsinnige Grüne und andere Klimaretter) kein Wert mehr gelegt. Auch nicht dass wir als Konsumenten uns diese Dinge kaufen. Nicht mal ein DDR-Trabi soll's sein. Baut's wertschöpfungsintensive Volksradl, vielleicht noch mit E-Antrieb, dann könnt ihr bleiben, baut aber eure Auto woanders, sei es N-Amerika und Asien. Und ausserdem: macht es wirklich so viel Spass der nützliche Unternehmer-Idiot in einem Land/Kontinent zu sein, wo die Mehrzahl der Bevölkerung entweder Beamter, Pensioniär oder anderer Kapitalaufzehrer (Mindestsicherung, etc.) ist? Da gibts sicher schönere Standorte die euch wirklich einen roten Teppich ausrollen. Ironie off.

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Liebe Magna,


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Der von Frank Stronach gegründete Autozulieferer will in Europa Stellen abbauen.

wen eundert das noch ?

Selbst der ehemalige (soziale) FM floh wegen noch höherer Gewinne mit seiner Firma nach Asien, und spielt heute einen auf Demokraten ?!

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Re: Der von Frank Stronach gegründete Autozulieferer will in Europa Stellen abbauen.

Unerheblich, ob du das verstehst :-)

Bei Unternehmen gehts nicht um eine bloße Lohnerhöhung sondern um hopp oder tropp, ums Weiterbestehen oder nicht.

Unerheblich, ob du das verstehst.

-> interessante Stellungnahme eines insiders:

Wenn Magna zusammenbricht, wird die SanktEiermark zu Griechenland.
Wie bei Magna Powertrain Herr Ing. Abschalter kam, sind keine neuen Aufträge gekommen und es wurde Personal entlassen. Als dann Herr Ing. Abschalter zur Fahrzeugtechnik gewechselt ist, sind neue Aufträge gekommen und es wurden wieder Mitarbeiter eingestellt. Wenn also die Magna Fahrzeugtechnik von der Krankheit "Abschalter" geheilt wird, besteht die Möglichkeit neuer Arbeitsplätze.
Ein anderes Problem sind die verschieden Seilschaften wie, z. B. die Puchseilschaft, die Eurostarseilschaft und die G-Seilschaft. Die nichts anderes machen als jede Personalpolitik zu torpedieren. Sie versuchen mit aller mach, ihre foulen und schlecht ausgebildeten Freunde in alle möglichen Positionen zu bekommen.
Und es gibt die Zentralabteilungen, wo die Seilschaften wie Maden im Speck sitzen und bei jeder Neuerung zustimmen und hintenherum dagegen arbeiten.
Servus und Hallo aus Kakanien

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/3304380/magna-plant-stellenabbau-auch-grazer-werk-unter-druck.story

Mit den "Elektrofahrzeugen" werdet Ihr eine Pleite sondergleichen erleben,

aber daran sind nicht die "hohen Löhne" schuld sondern die Unfähigkeit der Verantwortlichen.

Hochlohnkostenland!

Die reale Entlohnung der Mitarbeiter, Netto nach Kaufkraft, die ist allerdings ein ganz anderes Thema.

Solange die kranken Typen wie Neugebauer, Haberzettel, korrupte Inseratenkanzler, amtsmissbrauchende Vizekanzler, u.v.m. die Gesetze in eigener Sache machen, solange wird es auf der einen Seite sehr hohe Lohnkosten und Konsumabgaben geben, auf der anderen Seite aber auch viel mehr working poor in der Realwirtschaft.

Die Farbe der Parteideppal, welche sich das Gesetz in eigener Sache machten, machen oder machen wollen, die spielt bei deren kranken Ambitionen gegen Österreich dich gar keine Rolle. Es gibt nicht eine Partei, welche eine gesamtheitliches Programm hat, welches die notwendigen Korrekturen in Österreich auch nur skizzieren würde.

"Hochlohnland" im Vergleich zu Bangladesh, Indien, China...

Dann haut doch ab und werdet in diesen Ländern glücklich. Aber kommt dann auch nicht mehr zurück.

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Österreich ist Hochlohnland?

Wer außer den Bürgern der Hochlohnländer können sich die teuren Vehikel, die hier produziert werden, denn leisten?
Und wenn man die hier arbeitslos macht, dann braucht man auch in Billiglohnländern keine Autos mehr produzieren, denn die Arbeitslosen in den Hochlohnländern können sich diese auch nicht mehr leisten.

Erst wenn der letzte Betrieb Öst. verlassen oder zugesperrt hat, werdens Hofrat Hemmungslos u. "her mit dem Zaster"-Kranke kapieren !!


20 Mrd für kaum gedeckte Pensionen u. noch mehr für eine IRRE aufgeblasene Mehrfachverwaltung in den Lohn/Lohnnebenkosten zu verstecken ist SCHWACHSINN !!

SCHWEIZ: 10% Lohnsteuer, 7% MWST, in Summe UNTER 30% Abgaben u. POSITIV auf allen Ebenen.
KEINE Beamten, KEINE autom. Vorrückungen für Sesselfurzer im öff. Dienst, Pension ab 65 usw. usf.

Die Minderleister sind die Wählermehrheit von SPÖVP !!


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Re: Erst wenn der letzte Betrieb Öst. verlassen oder zugesperrt hat, werdens Hofrat Hemmungslos u. "her mit dem Zaster"-Kranke kapieren !!

Die Schweizer haben den Hut auf der Stange schon vor Jahrhunderten zum Teufel gejagt und so nicht nur Kriege sondern auch Kolonien nicht für nötig befunden. Die Kirche hatte keine Ansprechperson und die Bürger niemand zum Anhimmeln.

Cui bono?

Der Vergleich Österreichs mit der Schweiz hinkt. Die österreichische Wirtschaft zieht einen weitaus größeren Teil ihres Bruttoinlandsprodukts aus der Industrie, anteilsmäßig sind in Österreich sicher mehr Menschen in der Industrie tätig als in der Schweiz und eines traue ich mir auch mit Sicherheit zu behaupten: Die Schweiz ist auch ein Hochlohnland, genauso wie es die USA, Kanada oder auch Deutschland sind, alles Länder in denen Magna auch tätig ist.
Die Länder in die es Magna oder die Automobilindustrie in den letzten Jahren hin zieht sind aber: China, Ungarn, Slovakei, Rumänien, Marokko, Russland. Der Umfang an Sozialleistungen dieser Staaten ist die Messlatte an der Magna Österreich gerne messen würde.

Die Hoffnung, dass Magna Aufträge im Bereich der E-Mobilität an Land ziehen kann ist absoluter Nonsense: Die E-Mobilität ist ein durch Subventionen künstlich erschaffenes Gebilde, hinter dem sich keine Marktnachfrage verbirgt. Das haben viele Projekte in der jüngsten Vergangenheit bewiesen: Audi E-Tron, Fisker Karma oder auch der im Zusammenhang mit diesem Artikel genannte Ford Focus.
Fazit: Diese Aussage von Hrn Walker ist nichts weiter als ein Bettelschreiben an den Staat, die E-Mobilität und somit die Subventionierung von Magna fortzusetzen.
Auch wenn die Vorwürfe zum Teil sicher stimmen: Einen Wirtschaftstreibenden interessiert in erster Linie weniger Ausgaben und mehr Einnahmen zu haben. Alles andere ist ihm wurscht!

Re: Cui bono?


Die "E-llusion" wird von der EU gefördert u. somit tut halt jeder forschen u. ein eCar auf den Markt bringen.

Die Schweiz ist ein HOCHLOHNLAND, aber: Niedrige Besteuerung von Privatpersonen & Firmen, perfekte Infrastruktur, SCHULDENFREIE Verwaltung u. das WICHTIGSTE: Mehr Leistungsgerechtigkeit für LEISTUNGSWILLIGE als in Österreich, wo man lieber die Wählermehrheit von Pensionisten/Ruhegenüsslern u. den öff. Dienst füttert.

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Wie gibts den das!

Die sind doch soooooo erfolgreich!

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Magna Stellenabbau

Warum Stellenabbau when der Oberboss im Jahr 2012 nur 47 Mio. Dollar heimgetragen hat Die zu entlassenden Mitarbeiter können doch für Franzl Steaks verkaufen wie in Kanada geplant. Autoteile kann nicht jederman gebrauchen. Aber Steaks von freilaufenden Tieren wird jeder "Arbeitslose" auch im Hochlohnland verzehren. Insbesondere wenn Frank von seinem Einkommen bezahlt ! Ist schließlich nur sozial!

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immer wieder

sag ich und wiederhole ich es: Geh endlich ins Ausland magna - Du wirst sehen was du davon hast.

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Frank

Ja dann müssen wir halt ein bisschen subventionieren, aber das will der Frank sicher nicht, denn er tut ja nur viel geben und hat noch nie was genommen!!!

Wie hier im Posting schon erwähnt wurde...

sind die Löhne zu niedrig, nicht unbedingt die Steuer zu hoch.
Das mag stimmen.
In meinen Bekanntenkreis gibt es Köche und Verkäuferinnen, die sind Vollzeitbeschäftigt und verdienen so wenig, sodaß sie Mietbeihilfe beziehen müssen, da sie sonst nicht über die Runden kommen!
Die Grundkosten sind zu hoch Miete, BK, Strom, Heizung, HH-Versicherung, Pendeln, ec...
für eine Pensionsvorsorge bleibt da nichts mehr übrig, wenn die Personen in 22 Jahren in Pension gehen sind die womöglich selber Schuld das sie dann so wenig Bezug erhalten da sie nie vorsorgten...
nur das Geld muß man erst einmal verdienen!
Die Niedriglohnverdiener sind gar nicht so wenig...


Re: Wie hier im Posting schon erwähnt wurde...

Hans Rauscher hats eh im Standard geschrieben:

"Tatsächlich behauptet ja etwa die Linke, in Österreich herrschten turbokapitalistische, neoliberale Zustände. Sie hat damit in der öffentlichen Debatte die Deutungshoheit erlangt. In Wahrheit ist Österreich ein Ständestaat, zwar mit - relativ wenigen - "Groß"-Konzernen und "Superreichen", aber mit riesigen Lobby-Gruppen, die die wahre Verfügungsgewalt über die ganz großen Einkommensströme haben: Die Bauern-, Beamten-, (Früh-)Pensionisten-, Bundesländer-Lobbyisten haben den organisierten Zugriff.

Der wahre Umverteilungskampf im heutigen Österreich verläuft ja nicht so sehr zwischen "Reich" und "Arm", sondern zwischen den organisierten Interessengruppen und den Nichtorganisierten, zwischen dem geschützten Sektor und dem ungeschützten."

Unsere Wertschöpfung verschwindet in einer IRRE aufgeblasenen Mehrfachverwaltung u. ungedeckten Ruhegenüssen !!

Thats all !

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Re: Wie hier im Posting schon erwähnt wurde...

Ja das ist schwarze Politik!


 
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