Biomasse-Kraftwerk Güssing ist insolvent

Seit dem Jahr 2011 wurden keine Forschungsprämien mehr ausgezahlt. Die Betreiber des Kraftwerks sehen darin den Grund für die Insolvenz.

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Das Biomasse-Kraftwerk Güssing ist mit Passiva von 5,97 Mllionen Euro insolvent. Ein Sanierungsverfahren mit Eigenverantwortung beim Landesgericht Eisenstadt wurde beantragt, teilte der KSV1870 am Montag in einer Aussendung mit. Der Sanierungsplanvorschlag lautet auf eine Quote von 30 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren.

Das mittlerweile weltweit anerkannte Unternehmen wurde im Jahr 2000 als Forschungsanlage gegründet. Als Ursachen für die Pleite nannten die Schuldner ausbleibende Förderungen. Das zuständige Finanzamt habe zuletzt entschieden, dass ab dem Jahr 2011 die Forschungsprämie nicht mehr ausbezahlt werde. Dadurch sei ein Zuschuss in der Höhe von 630.000 Euro für die beiden letzten Jahre nicht mehr zu lukrieren gewesen. Des Weiteren habe die Hausbank der Schuldner die Kredite fällig gestellt, weshalb keine Liquidität gegeben sei, hieß es in der Pressemitteilung.

Die Mehrheitsgesellschafterin Care Beteiligungsverwaltung GmbH will versuchen, die notwendigen finanziellen Mittel für den Fortbetrieb und die Sanierungsplanquote aufzubringen. Die Forderungen der Gläubiger können bis 23. August über den KSV1870 geltend gemacht werden.

Zum Masseverwalter wurde Peter Hayek sen. in Eisenstadt bestellt. Die Berichtstagsatzung wurde für den 5. August, 11.30 Uhr, Saal B, anberaumt, die Prüfungstagsatzung für den 9. September, 11.30 Uhr, Saal B. Die Anmeldefrist endet am 26. August.

(APA)

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