Nächstes Sorgenkind bei Airbus: Massive Probleme auch mit A350

29.05.2007 | 11:09 |   (DiePresse.com)

Nach dem A380 wird nun der A350 zum Problemfall. Namhafte Kunden verlangen gravierende technische Änderungen bei der Konstruktion.

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Nach den zweijährigen Lieferverzögerungen beim A380 sorgen nun die hohen Entwicklungskosten beim A350 für weitere Probleme beim ohnehin schon geschwächten Mutterkonzern EADS. Zumal der direkte Konkurrent, die Boeing 787, im Mai 2008 ausgeliefert wird.

Bereits zweimal wurde der A350 technisch überarbeitet, nun fordern Kunden wie die Emirates, Singapore Airlines oder Qatar Airways massive technische Veränderungen an dem Flugzeug. Das berichtet „suedeutsche.de“. Die Fluggesellschaften fordern Airbus auf, den Kohlefaserrumpf des Flugzeugs in großen Elementen zu brennen – wie das der Konkurrent Boeing derzeit schon tut – und nicht, kleinere Elemente mittels Nieten zusammenzufügen. "Ich bin der Meinung, dass der aktuelle Airbus-Ansatz einen Zwischenschritt darstellt‘‘, sagt Emirates-Airlines-Chef Tim Clark.

Entwicklungskosten mehr als verdoppelt

Ursprünglich hätte der A350 aus Metall gefertigt werden sollen. Nach Kritik seitens der Luftfahrtunternehmen wurden die Pläne geändert: Kohlefaser ist leichter und robuster, also günstiger bei Treibstoffverbrauch und Wartungskosten. Airbus stellte auf Kohlefaser um, behielt jedoch bei dem herkömmlichen Sektionsansatz, also dem Zusammennieten kleinerer Elemente bei.

Um nun die geforderten großen Elemente produzieren zu können, müsste Airbus massiv investieren. Dabei sind alleine die Entwicklungskosten für den A350 von ursprünglich etwa vier auf mittlerweile zehn Milliarden Euro angestiegen. (md)

 

 
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