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Olympia in China: Kinderarbeit für Fanartikel

11.06.2007 | 12:15 |   (DiePresse.com)

Die Internationale Gewerkschafts-Vereinigung hat herausgefunden, dass Lizenzartikel für die Olympischen Spiele in China von Kindern produziert werden. Das IOC will nun prüfen.

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Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Peking will nach Vorwürfen wegen Hungerlöhnen und Kinderarbeit die Fabriken kontrollieren, die unter Lizenz Fanartikel herstellen. Das Komitee lege "großen Wert" auf die Arbeitsbedingungen in den Werkstätten, sagte der Sprecher Sun Weide in Peking.

Keine Medaille

"Wir haben eine Untersuchung gestartet." Die Internationale Gewerkschaftsvereinigung (ITUC) in Brüssel hatte zuvor die Arbeitsbedingungen in vier chinesischen Lizenzfabriken angeprangert. Ihr Bericht unter dem Titel "Keine Medaille für die Olympischen Spiele bei den Arbeitsrechten" war am Sonntag veröffentlicht worden.

Schlimme Verletzungen

Die ITUC hatte im Winter Ermittler ausgeschickt, um die Arbeitsbedingungen vor Ort zu überprüfen. Sie entdeckten demnach "schlimme Verletzungen" der grundlegenden Rechte. Arbeiter erhielten nur die Hälfte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns, Kinder von zwölf Jahren wurden beschäftigt, Überstunden waren an der Tagesordnung, Beschäftigte wurden angehalten, Inspektoren über die Arbeitsbedingungen zu belügen.

Gefährliche Stoffe

Die ITUC-Ermittler zitieren in ihrem Bericht ein 13-jähriges Mädchen, das zwei bis drei Mal im Monat von morgens bis zwei Uhr nachts arbeiten musste, oder einen Arbeiter, der trotz Hantierens mit gefährlichen Stoffen keine Handschuhe trug und sich Verletzungen zuzog.

Die Lizenzen für offizielle Fanartikel wie Mützen, Taschen oder Plüschtiere, sollen im kommenden Jahr rund 70 Mio. Dollar (52,4 Mio. Euro) einbringen, wie in der Kampagne Playfair 2008 zusammengeschlossene Gewerkschaften und Hilfsorganisationen schätzen. Das wären 40 Prozent mehr als im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney. Die Lizenzen, welche die Herstellerfirmen zahlen müssen, gehen direkt an die Organisatoren der Spiele. (APA)

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3 Kommentare
herzerld
11.06.2007 13:12
0 0

wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...

...und das dürfte wohl der Grund sein, warum niemand mehr den Worten des geldgeilen Gremiums machtversessener alter Männer, namens IOC, auch nur ein Wort glauben wird. Man darf davon überzeugt sein, dass hier gerne die "idealen" Arbeitsbedingungen vor Ort genutzt werden, denn dadurch erhöht sich der Reingewinn. Und letztlich bleibt das die einzige Richtlinie, der die IOC-Mitglieder zu folgen haben. Natürlich wusste niemand von Kinderarbeit etc. Niemand wusste jemals von Bestechungsgeldern für afrikanische IOC-Mitglieder etc. Ob IOC oder FIFA, World Transparency hätte an diesen Organisationen wahrscheinlich die größte Freude.

ozgkrl
11.06.2007 13:08
0 0

Theaterdonner;

Wer die Statuten der Olympischen Spiele kennt weiss, dass China gar keine Rechte hat Spiele aus zu tragen. In den Statuten steht, dass Laender in denen die Menschrechte verletzt werden kein Anrecht habe Spiele aus zu tragen....

Also...Das jetzt ist doch nichts weiter als laecherlich. Was soll den passieren?! Die Spiele werden auf Grund der unmenschlichen Umstaende in China nach Russland verlegt...Ich erinnere mich als Karl Schranz von den Spielen disqualifiziert wurde..Es DAMALS schon laecherlich was das mit ihm passierte. Die hatten nur Angst, dass ihn keiner schlaegt (was auch passiert waere!!)!

Also was soll das jetzt mit Kinderarbeit (mit nichten weniger Schaendlich als der Rest der Menschrechtsverletzungen die in China an der Tagesordnung stehen.Und da erwaehne ich noch gar nicht TIBET!). Als ob das IOC das nicht schon vorher gewusst haette!

Es ist Ehrenwert wenn uns die Medien darueber informieren. Aber MEHR als entbehrlich!

Antworten Gast: plebs potus
11.06.2007 16:53
0 0

Re: Theaterdonner;

na dann, viel glück auf der Suche nach dem Land, dass alle Menschenrechte befolgt und verteidigt... Fantasia hiess das doch, oder war das doch das schlaraffenland...

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