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Mehr Fusionen und Übernahmen in Österreich

03.08.2007 | 12:43 |   (APA)

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Die internationale Welle von Firmenübernahmen und Verschmelzungen hat auch Österreich erfasst. Im ersten Halbjahr 2007 waren heimische Unternehmen in einem Gesamtwert von knapp 12 Mrd. Euro in Merger oder Akquisitionen (M&A) einbezogen, hat das die Webster-Privatuniversität ermittelt. Das bedeutet gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 eine Steigerung um 77 Prozent und damit einen neuen Rekordwert.

Diese Steigerung liegt auch deutlich über dem internationalen Vergleichswert: Weltweit erhöhte sich das M&A-Volumen von Jänner bis Ende Juni 2007 um 21 Prozent. Vor allem der höhere Wert der Transaktionen in Österreich war für die Volumenssteigerungen verantwortlich, denn die Zahl der Abschlüsse ging in den vergangenen Monaten in Österreich um 2 Prozent zurück. Weltweit nahm die Zahl der Übernahmen dagegen um 2 Prozent zu.

Mit 5,8 Mrd. Euro entfällt rund die Hälfte des heimischen M&A-Volumens im ersten Halbjahr 2007 auf Zukäufe ausländischer Unternehmen in Österreich. Für den Rekordwert macht manda-Direktor Christopher Kummer den starken Anstieg bei nationalen Zusammenschlüssen verantwortlich. Allein die "Stahl-Ehe" durch die Übernahme von Böhler-Uddeholm durch voestalpine schlägt mit 2,9 Mrd. Euro zu Buche. Dahinter liegen Kopf an Kopf zwei Banken-Transaktionen: Je 1,625 Mrd. Euro nahmen die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und die Bayerische Landesbank für die Übernahme der Mehrheitsanteile an der kasachischen ATF Bank bzw. der Kärntner Hypo Alpe-Adria in die Hand.

Die größten Übernahmen gab es im Industriebereich (21 Prozent), gefolgt von Konsumgütern & Dienstleistungen (15 Prozent), Materialien (13 Prozent) und Finanzwesen (12 Prozent).

Heimische Konzerne kauften am öftesten in Deutschland zu, erst mit großem Abstand folgen dahinter als Zielländer Bulgarien und die Schweiz.

(APA)

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