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AUA: Mit Burger geht der einzige "echte Airliner"

10.08.2007 | 14:02 |   (DiePresse.com)

Jetzt ist es offiziell: Wegen "unüberbrückbarer Differenzen" mit AUA-Chef Ötsch wirft Marketing-Vorstand Burger das Handtuch.

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Jetzt ist es fix: Der Marketing-Vorstandsdirektor der Austrian Airlines AG (AUA), Josef Burger (55), nimmt seinen Hut. Mit Ende September verlässt der 55-Jährige "auf eigenen Wunsch" aus dem Unternehmen ausscheiden, wie das börsenotierte Unternehmen am Freitag bekannt gab.

Grund für den de-facto-Rauswurf des Top-Managers sind anhaltende Differenzen mit AUA-Chef Alfred Ötsch. nachfolger für Burger wurde vorerst keiner bestellt. Vorstandsvorsitzender Alfred Ötsch übernimmt ab sofort interimistisch die Agenden des Marketing-Chefs.

AUA braucht einen "Luftfahrt-Netzwerker"

Der Rücktritt war bereits erwartet worden. Seit einiger Zeit steckt die AUA in einer veritablen Führungskrise. Nun will AUA-Präsident und ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis einen Unternehmensberater einschalten, der die optimale Führungsstruktur für die Airline ermitteln soll. Brancheninsider erwarten, dass Burger nachbesetzt werden wird. Denn mit Burger geht allerdings auch der einzige "echte Airliner" im AUA-Vorstand.

Die AUA käme zwar auch mit zwei Vorständen aus, doch weder Ötsch noch Finanz-Vorstand Kleibl gelten als Branchenkenner. Der erst seit einem guten Jahr amtierende AUA-Chef Alfred Ötsch ist im Siemens-Konzern groß geworden, Finanzvorstand Thomas Kleibl stieß vor sechs Jahren vom Baustoffkonzern Wienerberger zur AUA.

Burger war "Mister Focus East"

Das Osteuropa-Netzwerk der AUA trägt wesentlich die Handschrift des gebürtigen Tirolers Burger. Der Ex-AUA-Vorstand genießt in Fachkreisen und bei Mitarbeitern einen guten Ruf als überaus kompetenter, solider und freundlicher Netzwerk-Experte. Das Erkennen und Nutzen der Nische Mittel- und Osteuropa (CEE) gilt als große Stärke des Managers.  

Somit erwarten Beobachter den Zugang eines "Netzwerkers" zur heimischen Fluglinie. (Ag./Red.)

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15 Kommentare
Gast: Südafrikaner
13.08.2007 09:37
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Flug

Solange ich für meinen Weihnachtsurlaub in Österreich mit Austrian Airlines doppelt soviel wie mit anderen vergleichbaren nationalen Luftfahrtsgesellschaften und fast viermal soviel wie mit den billigsten Verbindungen zahle, liegt wohl mehr im Argen.

Antworten Gast: OPO2000
13.08.2007 15:28
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Habe kürzlich

die Billigflieger ex VIE gecheckt und siehe da - die AUA war deutlich billiger als Sky Europe und RyanAir. Du solltest mal ohne Scheuklappen suchen, dann findest du WIRKLICH billige Flüge!

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zufällig

hatte ich die Ehre bei Herrn Burgers Vater als Schüler 3 Jahre lang die Volkschulbank drücken zu dürfen. Sein Vater & seine Mutter waren noch eine der letzten Lehrer nach altem Schrott & Korn.
Mir hatte er einmal einen Satz warmer Ohren verpasst, als ich Tinte auf den Boden tropfte, da die Füllfeder nicht schrieb & ich sie daher schüttelte.
Scheinbar hat der Filius nichts mehr von den Hauerqualitäten seiner Eltern- gottseidank!

Antworten Gast: bsbs
15.08.2007 17:13
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Re: zufällig

Aha!
..als Kind vom Lehrer wegen Lapalie mit warmen Ohren belohnt...nennt diesen Lehrer einen der letzten "nach alten Schrot und Korn"... wurde vermutlich zum €fighterfan (nickname "typhon typhoon")....

(ja hoffentlich hört das hier auf und wird nicht noch schlimmer!!)

Gast: Beobachter
10.08.2007 15:41
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Das AUA Problem: Der Staat

Der Staat kann nicht ein Unternehmen fuehren. Der Staat soll sich aus der Wirtschaft zurueckziehen, und endlich einmal seine Regalienaufgaben erfuellen. Da hat er naemlich auch ein NICHT GENUEGEND. Diese Daraboschrepublik hat ausgedient.

Antworten Gast: Frager
13.08.2007 15:26
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Was hat Darabos

mit der AUA zu tun? Verkrampfens Ihnen bitte nicht so sehr, das kostet Nerven.

Antworten Gast: alien44
10.08.2007 18:13
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Re: Das AUA Problem: Der Staat

richtig. Die Idee für alle Problemstellungen externe Berater zu holen, die nur unnötig Geld verschlingen, kann wirklich nur von Politikern stammen. Wirtschaftlich denken wäre angesagt, wenn ein Vorstand geht, bleiben noch zwei - das sollte doch genügen ! Aber es scheint schon wieder eine politische Debatte zu werden, ohne Rücksicht auf Verluste ! Womöglich holt man nur wieder einen dritten Vorstand um das neue Farbenspiel der Regierung abzubilden ???

Gast: Zynicus
10.08.2007 15:27
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Nur wenn der schöne Ötsch beim Personal Gehaltskürzungen durchsetzen kann,

darf er bleiben, sonst hat er auch zu gehen! Wir wollen keine 2. ÖBB mit gottgewollten Verlusten, die der Steuerzahler mit Freude und Stolz zahlen darf!

Antworten Gast: Der Wanderer
13.08.2007 09:18
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Re: Nur wenn der schöne Ötsch beim Personal Gehaltskürzungen durchsetzen kann,

Er spart ja Personalkosten ein, fast täglich. Gut, nicht gerade ein geplanter Erfolg, eher Zufall. Aber wenn jetzt die Piloten freiwillig gehen, dann spart er ja gewaltig. Bei der AUA selber sind die Zahlen ja schon bekannt. Bei Tyrolean sind es schon über 100 Kündigungen, aber das ist noch nicht publiziert, haben die Piloten dort ja ein halbes Jahr Kündigungsfrist und fliegen noch ein paar Monate/Tage.

Gast: DJ Ötschi
10.08.2007 14:54
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Stolpert

der neue CEO vielleicht doch noch über Bespitzelung und Überwachung? Einer seiner Top-Manager verschickt "Mit-Lesebestätigungen" über Mailverkehr zwischen Mitarbeiter und Betriebsrat.

Antworten Gast: Flieger1971
13.08.2007 15:35
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Re: Stolpert

Dass Sie offensichtlich von der AUA gefeuert wurden, ist ja schön und traurig. Ihre Kampagne in den online Foren ist aber langsam ganz schön auffällig ... warum sind Sie eigentlich genau geflogen?

Antworten Gast: Zeitungleser
10.08.2007 22:25
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Re: Stolpert

Gibt es da handfeste Beweise?

Antworten Antworten Gast: Insider
13.08.2007 15:30
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Beweise?

Nein keinen einzigen, aber da gibt es einen Poster, der hier und im Standard und im Kurier immer wieder diese Geschichte postet. Wenn ihn die Polizei erwischt, geht er wohl für ein paar Jährchen hinter Gitter ...

Antworten Antworten Gast: DJ Ötschi
11.08.2007 09:58
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Re: Re: Stolpert

Der Beweis wurde bereits im Zuge eines Verfahrens beim Arbeits- und Sozialgericht eingebracht. Der AUA - Anwalt musste es schluckend ohne Anfechtung zur Kenntnis nehmen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Dr. N.N.
13.08.2007 15:32
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Seltsamerweise

ist beim ASG nichts derartiges bekannt, es handelt sich wohl um eine im Internet durchgeführte systematische Rufmordkampagne. Im Übrigen ist die Kontrolle des Mailverkehrs eines Unternehmens zulässig und nach Corporate Governance Grundsätzen als sogar von Vorteil zu bezeichnen.

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