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Gusenbauer: "Wir bauen die Nabucco-Pipeline auf jeden Fall"

22.09.2007 | 10:09 |   (DiePresse.com)

Europa brauche mehr Unabhängigkeit von Russland in der Energiepolitik. Daher werde man auch gegen den Widerstand der USA am umstrittenen Pipeline-Projekt festhalten, sagte der Kanzler in New York.

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Bundeskanzler Gusenbauer will aus strategischen Gründen an dem Nabucco-Pipeline-Projekt auch gegen Widerstand aus den USA festhalten. "Wir werden Nabucco auf jeden Fall machen", erklärte er am Freitag (Ortszeit) in New York. Aus diesem Grund werde er die UNO-Vollversammlung auch dazu nützen, um mit den Präsidenten von Kasachstan und Turkmenistan zusammenzutreffen.

Abhängigkeit von Russland reduzieren

"Wir müssen unsere Abhängigkeit von der russischen Energiepolitik wesentlich reduzieren. Das geht nur mit solchen Projekten wie Nabucco", präzisierte der Bundeskanzler seine Pläne. "Egal, welche anderen Beteiligungen für Österreich noch möglich oder sinnvoll scheinen: Von Nabucco kann nicht abgesehen werden", so Gusenbauer.

Natürlich arbeite man gleichzeitig intensiv daran, zu einer Entspannung im Nahen und Mittleren Osten - Stichwort Iran - zu gelangen. Die US-Regierung hatte erst kürzlich europäische Unternehmen - auch die OMV - zum wiederholten Mal davor gewarnt, den Iran in das Nabucco-Projekt miteinzubeziehen.

Kasachstan und Turkmenistan

Im Sinne dieser Strategie befinden sich Kasachstan und Turkmenistan momentan im Brennpunkt: Erst vor wenigen Tagen war Wirtschaftsminister Bartenstein mit dem kasachischen Energieminister Mynbajev in Astana zusammengetroffen und hatte nach dem Gespräch erkennen lassen, dass man sich von Kasachstan offenbar viel erwartet. Kasachstan denkt "viel deutlicher als bisher" über alternative Routen für seine Öl- und Gaslieferungen in den Westen nach.

Eine Leitung für Gas verläuft von Baku über Tiflis in die türkische Stadt Erzurum. Diese könnte in Zukunft an die geplante Nabucco-Pipeline angebunden werden, an der die OMV federführend beteiligt ist, und die Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa bringen soll. (Ag.)

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5 Kommentare

Iranische Nabucco-Pipeline?!?

Wozu aus dem Iran eine von vornherein - gelinde gesagt - umstrittene Gaspipeline bauen - etwa um das von Herrn und Frau Österreicher allgemein geschätzte Neutralitätsgesetz völlig zu desavouieren?
Wie möchten denn Herr Gusenbauer und Frau Plassnik die vor kurzem in Israel abgegeben Lippenbekenntnisse zur Koinzidenz von Geschichte und Gegenwart ohne Heuchelei bewahren? Ich wünsche das ehrenhafte Bekenntnis zu erfahren, daß zionistische Verhärtung dècidement das kleinere Übel als islamischer Faschismus ist!

Antworten Gast: Graf Gudenus
23.09.2007 07:46
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sich selbst in Spiel bringen, man versteht es,

décidément!

panda82
22.09.2007 12:07
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Nabucco geht durch die Türkei...

Wenn Österreich bei ihren jetzigen Haltung weiterhin bleibt, glaube ich nicht dass durch diese Leitung Gas fliessen wird!!!

Peter Falk
22.09.2007 12:45
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Re: Nabucco geht durch die Türkei...

schon, schon wird Gas fließen - und immer wenn wir schlimm sind, dann wird ein bißchen reduziert, vor allem im Winter. Und, siehe Ukraine, die Preise werden auch ein wenig schwanken.

Antworten Antworten Gast: Graf Gudenus
22.09.2007 15:30
0 0

Anschluss,

Türk-Ei, andere werden sich diesen Schluss einiges kosten lassen; es gilt die Pratzen von ... zu schmieren, der Pratzen Eigentümer müssen nicht unbedingt ein Ausländer sein.