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Greenpeace warnt vor illegal gefangenem Thunfisch in Regalen

25.09.2007 | 13:00 |   (DiePresse.com)

Supermärkte sollen den Verkauf dieser Produkte stoppen, "um sich nicht zu Komplizen der illegalen Fischerei zu machen", fordert Greenpeace.

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Greenpeace warnt vor illegalem Dosen-Thunfisch in Supermärkten
Piratenfischerei verdient jährlich rund sieben Milliarden Euro
Wien (APA) - Greenpeace warnt vor illegal gefangenem Thunfisch aus dem Pazifik, der in europäischen Supermärkten verkauft werden könnte. Er komme in Markenprodukten wie Albacora, Calvopesca, Nirsa und Conservas Garavilla vor. Die Piratenfischerei verdient damit jährlich rund sieben Milliarden Euro, hieß es heute, Dienstag, in einer Aussendung von Greenpeace.

Spanische Thunfisch-Verarbeiter wie Albacora, Calvopesca und Conservas Garavilla SA sowie das ecuadorianische Unternehmen Nirsa SA seien darin verwickelt. "Diese Firmen bedienen alle den EU-Markt. Deshalb fordern wir alle heimischen Supermärkte auf, den Verkauf dieser Produkte zu stoppen, um sich nicht zu Komplizen der illegalen Fischerei zu machen", warnt Greenpeace-Meeresexpertin Antje Helms.

Die Thunfisch-Dosen werden unter den Markennamen Atún Campos, Cravilla, Bachi, Atun Real, Calvo und unter verschiedenen Eigenmarken gehandelt. Dazu zählt auch das in Österreich erhältliche Lidl-Produkt der Marke Sargona, das in Ecuador von der Firma Nirsa SA produziert wird.

Da die Thunfischbestände weltweit stark abnehmen, dringen die Piratenfischer auf der Suche nach den verbliebenen Beständen inzwischen auch in nationale Gewässer vor. So werden laut Greenpeace jedes Jahr rund 300.000 Tonnen Thunfisch aus dem Pazifik geraubt, wobei vor allem kleine Inselstaaten wie die Cook-Inseln, Französisch-Polynesien, Mikronesien und Kiribati betroffen sind, die ihre Hoheitsgewässer nicht ausreichend kontrollieren können. (APA)

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