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USA droht "Kreditkarten-Krise"

13.11.2007 | 12:01 |   (DiePresse.com)

Die US-Bürger sitzen auf 900 Mrd. Dollar an Kreditkarten-Schulden. Milliarden müssen als "faule Kredite" ausgebucht werden. Amerika erwartet die nächste Finanz-Krise.

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Noch hat Amerika den Immobilienschock nicht verdaut, schon dreht sich die Krisenspirale weiter und greift auf Millionen Konsumentenkredite über. Seit Sommer 2007 haben US-Bürger die 900 Mrd. Dollar Marke bei Kreditkartenschulden überschritten - ein ähnliches Volumen wie die Subprime-Schulden. Und auch viele Konsumentenkredite können jetzt nicht zurückgezahlt werden.

Kreditkartenunternehmen melden einen starken Anstieg der Ausfallraten im vergangenen Jahr. Im Oktober kletterte der Wert auf 5,1 Prozent. Das war zwar erwartet worden. Allerdings nicht in so kurzer Zeit.

Billiges Geld als Grundübel

Der Grund für die Probleme ist nicht zuletzt in der Subprime-Krise selbst zu suchen. Denn in Zeiten billiger Kredite haben sich die US-Bürger mit Geld eingedeckt und Häuser gebaut. Während des Immobilienbooms sind zum Haus auf Pump auch noch die Autos und Flachbildschirme dazugekommen. An den Abbau der Schulden dachten nur wenige.

Die jetzige Krise trifft sie doppelt. Die Häuser sind nichts mehr wert, trotzdem steigen die Raten für die Hypothek. Da sich das alles nicht ausgehen kann, bleiben zunehmend auch Kreditkartenschulden unbezahlt. Als Folge davon werden Kredite wieder teurer und Amerika könnte der traditionelle Wirtschaftsmotor Konsum wegzubrechen.

Banken erwartet neuer Schock

Hinzu kommt, dass Kreditkartenschulden ähnlich wie Hypotheken zu Anlageprodukten gebündelt an Investoren verkauft wurden. Somit droht auch den Banken und großen Fonds ein weiterer Rückschlag.

Die Unternehmen rüsten sich gegen die erwarteten Verluste. So hat American Express seine Rückstellungen für drohende Verluste mit US-Karten allein im vergangenen Quartal um 44 Prozent erhöht. Auch die US-Bank Citiegroup musste nur in den letzten drei Monaten 1,3 Mrd. Dollar dafür zurückstellen. Im Verglecihszeitraum des Vorjahres waren es noch 200 Mio. Dollar.

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3 Kommentare
Gast: Max
13.11.2007 17:20
0 0

Recherche

Sorgfältiges und sachkundiges Recherchieren ist leider die Ausnahme geworden - in diesem Bereich ebenso wie in den anderen, die ich selbst recht gut überblicke.

Gast: robin huht
13.11.2007 16:34
0 0

erster paragraph schlecht recherchiert

Der Artikel besteht aus 3 Teilen. Der erste Teil ist SCHLECHT recherchiert und macht Schlussfolgerungen, welche nicht ausreichend durch Fakten unterstuetzt werden.

Beispiele:
- "Ueberschreiten der 900 Mrd Marke:" ist das unueblich? Als gebildeter Laie versteht man nicht, wieso diese Zahl so schlimm ist. Ein relevanter Vergleichswert sollte hier von der Redaktion angegeben werden.

- "viele Konsumentenkredite koennen nicht zurueckbezahlt werden" - Klar, ein Prozentsatz der Kredit faellt immer aus. Was heisst hier "viele Konsumentenkredite" - Die Wahl von "viele" ist hier uebertrieben

- Irrefuehrung: aus dem Text kommt hervor, dass aufgrund eines aehnlichen Volumens wie jener der Subprime-Kredite, den Konsum-Krediten das gleiche Szenario passieren wird.
Dies ist ein falscher Rueckschluss: sicherlich kann das gleiche passieren, allerdings besteht kein kausaler Zusammenhang zur "Krise" nur aufgrund eines aehnlichen Kreditvolumens. Andere Faktoren sind sicher relevanter

Antworten Gast: AEIOU
13.11.2007 17:54
0 0

Re: erster paragraph schlecht recherchiert

Es läppert sich zusammen, so , lieber Robin Hood sagt man bei uns in Wean. Hie eine Billion, aber eine echte, keine US-Billion. Dort zwei, woanders eineinhalb. Ist die US-Wirtschaft, wie vieles in den USA, nur show. Schaut ganz danach aus. Bei 9 Billionen Haushaltsschulden auch kein Lercherlfurz die Privatverschuldung. Vor allem, wenn sie uneinbringlich ist.Die Banknotenpresse muß ja schon glühen. Setzt bald eine Umtauschhausse ein? Welche Tricks wird das FED nunmehr anwenden. Es knackt bedrohlich im Gebälk. Jeder der kann soll dem baufälligen Konstrukt aus dem Weg gehen. Ich meine den Dollar. Denn als Tapete ist er zu teuer.

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