04.07.2009 00:51 | Meine Presse Merkliste0

2007 noch kein Konjunktureinbruch

21.11.2007 | 17:22 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Rekordpreise für Erdöl und neuen Höchststände des Euro gegenüber dem Dollar werden sich heuer noch nicht negativ auf die österreichische und europäische Wirtschaft auswirken. "Für 2007 sehe ich noch keine negativen Auswirkungen", sagte Wirtschaftsminister Bartenstein am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit dem Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol.

Die Kombination aus hohen Ölpreisen und einem extrem hohen Euro seien aber grundsätzlich "nicht gut für unsere Wirtschaft, vor allem nicht für unsere Exportwirtschaft", sagte Bartenstein. 2008 rechne man daher "ohnehin bereits mit einer gewissen Dämpfung" des Wirtschaftswachstums.

Die US-Notenbank Fed hatte erst am Dienstag ihre Prognose für 2008 von 2,5 Prozent bis 2,75 Prozent auf 1,8 Prozent bis 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum gesenkt. Auch die EU-Kommission hat in ihrer Herbstprognose den Ausblick für die Eurozone 2008 auf 2,2 Prozent BIP-Wachstum gedämpft, nachdem sie in der Frühjahrsprognose noch von 2,7 Prozent ausgegangen war.

Für Österreich hat die EU-Kommission die Konjunkturaussichten für kommendes Jahr dagegen nach oben revidiert, konkret von bisher 2,5 Prozent auf 2,7 Prozent. Für 2007 gehen die heimischen Wirtschaftsforscher in Österreich aber noch von 3,2 bis 3,4 Prozent Wirtschaftswachstum aus.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Öl fördernden Länder zu einer Erhöhung ihrer aktuellen Ölproduktion und ihrer Reservekapazitäten aufgefordert. Es gebe derzeit definitiv zu wenig Öl am Markt, widersprach IEA-Chefvolkswirt Fatih Birol am Mittwoch der Darstellung der OPEC, wonach die Ölmärkte derzeit ausreichend versorgt seien und die Ölpreise nur durch Spekulationen in die Höhe getrieben worden seien. "Die OPEC sollte ihre Produktion so schnell wie möglich erhöhen, um uns vor großen Problemen zu bewahren", sagte Birol.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Fall Madoff: Neue Spuren führen nach Wien
    Im „Fall Madoff“ gibt es schwere Vorwürfe gegen Sonja Kohn, Gründerin der Wiener Bank Medici. Dabei geht es um umstrittene Geldflüsse von rund 40 Mio. Dollar (28,4 Mio. Euro).
    Ohne Job: Generation Krise
    Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.
    Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"
    Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.
  • AUA: Streik liegt in der Luft
    Wegen des geplanten Stellenabbaus bei der AUA-Tochter könnte es zu Streiks kommen. Betriebsrat Junghans meint aber, dass man gegen die Kündigungen nicht viel tun könne. Sie sollen nur "sozial verträglich" sein.
    SPÖ: An der Peripherie der Macht
    Jetzt hat es die SPÖ quasi amtlich: Die Partei hat massiv an Macht und Einfluss in der Wirtschaft eingebüßt. In einem Ranking der hundert einflussreichsten Österreicher findet sich nur eine Handvoll SPÖler.
    Skylink: Rechnungshof macht Druck
    Die Oppositionsparteien fordern eine Untersuchung des Finanzdebakels. Derzeit kann der RH ein Unternehmen nur prüfen, wenn die öffentliche Hand mindestens 50 Prozent der Anteile hält.
  • Kroatien/Slowenien: Polemisch um Gäste buhlen
    Slowenien macht Kroatien die Urlauber aus Serbien abspenstig – mit einer Kampagne voller Spott und Ressentiments.
    Bau: Strabag: Zukunft ohne Cemex
    Kein Okay der Kartellhüter, Konzern zieht sich zurück. Cemex Austria und Cemex Hungaria betreiben zusammen 85 Betonmischanlagen und 38 Stein- und Kiesgruben.
    Bahn: Steuernachzahlung für ÖBB
    Die Mitarbeitertickets wurden nicht versteuert. Der heimische Fiskus verlangt nun eine Steuernachzahlung von rund 80 Mio. Euro für die letzten fünf Jahre.
  • Russland: Lenins Leuchte wird ausgedreht
    Auch Moskau verkündet ein Glühbirnenverbot. Medwedjew hat entschieden, dass ab 2011 herkömmliche Glühbirnen in Russland verboten werden.
    Telekom: Eine Milliarde fürs Glasfasernetz
    Konzern startet Pilotprojekte in Wien und Kärnten. Aktie reagiert mit Kursanstieg. Durch neue multimediale Anwendungen verdopple sich das Datenvolumen alle ein bis eineinhalb Jahre.
    Immofinanz: Staat muss Anleger entschädigen
    Eine sichere Anlage? Viele Pflegschaftsgerichte haben zugelassen, dass die Ersparnisse von Minderjährigen in Immofinanz-Aktien angelegt wurden.