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Nach IKB-Pleite: Entlassene Manager erhalten Erfolgsprämien

13.12.2007 | 10:07 |   (DiePresse.com)

Die angeschlagene IKB-Bank kämpft ums Überleben. Ihre Ex-Vorstände verspekulierten gewaltige Summen - und kassieren nun weiter ab. Auch Schadenersatz-Forderungen müssen sie nicht fürchten.

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Die wegen gewaltiger Fehlspekulationen entlassenen Vorstände der IKB Deutsche Industriebank werden nicht für die Verluste haften müssen, berichtet die deutsche Wochenzeitung "Zeit". Noch bis zum Ende des Jahres erhalten die Manager ihr Gehalt von der Bank, berichtete die Zeitung aus dem Umfeld des Aufsichtsrates. Ein Sprecher der Bank wollte zu dem Bericht keinen Kommentar abgeben, dies sei Sache des Aufsichtsrates.

Kein Selbstbehalt für Ex-Vorstände

Die Vorstände haben laut "Zeit" für das im März beendete Geschäftsjahr 2006/2007 neben ihren Fixgehältern sogar hohe Erfolgs-Prämien erhalten. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des früheren E.ON-Chefs Ulrich Hartmann sieht demnach nach einer rechtlichen Prüfung keine Möglichkeit, das Geld zurückzufordern. Im Falle von Ex-Bankchef Stefan Ortseifen handele es sich um eine Million Euro.

Auch vor Schadenersatzansprüchen müssen sich die ehemaligen Bankvorstände nicht fürchten. Die IKB habe für sie eine Manager- Haftpflichtversicherung abgeschlossen und sich dabei nicht an die Empfehlungen der Regierungskommission für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) gehalten, berichtet "Zeit". Diese Regeln sähen vor, dass bei derartigen Versicherungen ein angemessener Selbstbehalt für die Manager vereinbart werde. Die Vorstände müssten dann für einen Teil der von ihnen angerichteten Schäden aufkommen. Bei der IKB entschieden sich die Verantwortlichen aber für eine Versicherung ohne jede Eigenbeteiligung.

Erstes deutsches Kreditkrisen-Opfer

Die IKB war Ende Juli als erste prominente Bank in Deutschland Opfer der Krise auf dem US-Markt für zweitrangige Hypothekenkredite (Subprime) geworden. Vorstandschef Stefan Ortseifen musste seinen Hut nehmen, wenige Tage später trat auch Finanzvorstand Volker Doberanzke zurück. Die gesamte deutsche Kreditwirtschaft beteiligte sich an der Rettungsaktion und verständigte sich darauf, einen Verlust von maximal 3,5 Mrd. Euro zu tragen. Größter Anteilseigner der IKB ist die staatliche Förderbank KfW, die rund 38 Prozent der Anteile hält. (Ag.)

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15 Kommentare
C. P. U.
13.12.2007 13:18
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Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs "Top"banker vielen gar nicht auffallen

Österreichs größte Banken wären dieses Jahr vermutlich pleite gegangen, wenn die OeNB nicht brav leicht kopierbare Aktien gekauft hätte. Hätte die OeNB nicht massiv allerlei Aktien bis auf Immoaktien gekauft, wären Industrie- und vor allem Bankaktien weit mehr gefallen als Immoaktien.

Nicht betrügerische Immo-AGs müssen ja Immobilien kaufen, wenn sie neu auf den Markt strömen, was die alten AGs noch teurer macht, da deren Immobilien automatisch durch die zusätzliche Nachfrage steigen.

Industrie- und Bankaktien hingegen können leicht nachgebaut werden. Eine Bank besteht im Prinzip nur aus einem (gemieteten) Haus vom Immobilienmarkt und Personal vom Arbeitsmarkt. Steigen also Bankaktien strömen neue Anbieter auf den Markt und bauen die Aktien quasi nach, was den Kurs der alten Aktien natürlich drückt.

Dass man bei der OeNB freiwillig bereit war Wiener Ramschaktien überteuert zu kaufen ist zu bezweifeln; die größten Mafiosi treiben eben Unschuldige statt sich selbst in die Pleite

Antworten Paco
12.02.2008 10:00
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Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

>>Dass man bei der OeNB freiwillig bereit war Wiener Ramschaktien überteuert zu kaufen ist zu bezweifeln; die größten Mafiosi treiben eben Unschuldige statt sich selbst in die Pleite<<

Quelle?

Ist mir neu, dass die OeNB am Aktienmarkt spekulieren darf.

Wo wären in der OeNB-Bilanz solche Aktienbestände verbucht?

Antworten Vergil
13.12.2007 13:47
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Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

Sie sollten wirklich danach trachten, schleunigst zu erhalten, was Ihren "Briefkopf schmückt : Eine funktionierende CPU !! Vielleicht gibt es ein barmherziges Christkind, das Ihnen so etwas unter den Weihnachtsbaum legt.
Wären nämlich die größten österreichischen Banken in ernste Schwierigkeiten geraten, keine Nationalbank und auch keine Republik könnte hier rettend eingreifen.
Es würde den augenblicklichen Staatsbankrott bedeuten.
Das wissen aber auch zum Unterschied von Ihnen dieselben Banken und verhalten sich dementsprechend.

Antworten Antworten Ratio
13.12.2007 15:20
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Re: Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

@Virgil.
C.P.U. hat recht - die österreichischen Banken, bisher ausnahmslos die rot geführten - zeigten, dass die Pleite immer knapp bevor stand. Daher auch die Weigerungen mancher Bank"manager", Bilanzen trotz mehrfacher Aufforderung durch den Rechnungshof offen zu legen. Wenn Sie schreiben, marode Banken würden einen Staatsbankrott nach sich ziehen, dann aber nur und ausnahmslos deshalb, weil sorglos Haftungen eingegangen wurden (ÖNB, ÖKB), denn sonst könnte ein Crash durch irgendeine Firma in Österreich nicht am Bestand eines Staates rütteln. Wäre z.B. das Land Burgenland nicht mit der Bank Burgenland durch Initiativen so mancher roten Politiker so verwoben gewesen, dann hätte der Niedergang dieser Bank das Bundesland nicht weiter in der Substanz gestört. So aber haftet das Land Burgenland und muß nun die Schulden der Bank begleichen.

Antworten Antworten C. P. U.
13.12.2007 14:33
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Re: Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

Gut greifen wir den Begriff der CPU eben auf, eine CPU zerlegt alles in einzelne Rechenschritte, kostet aber mehr als Sand, einem der wesentlichsten Bestandteile.

Nun möchte natürlich jeder aus Sand Geld machen und daher gibt es weltweit immer mehr Fabriken, die CPUs herstellen. Dadurch fällt der Preis der CPUs, egal wie viele CPUs sich die Notenbank auch kaufen würde, man könnte den Preisverfall nicht aufhalten, da um so höher die Preise für CPUs sind, um so mehr Anbieter auf den Markt kommen.

Nun kann man aber auch Aktiengesellschaft wie eine CPU aus Einzelteilen nachbauen. Diese Einzelteile kosten eben wie z. B. Sand so gut wie nichts, die Aktienkurse werden aber künstlich hoch gehalten durch Stützungskäufe. Die Folge ist, dass immer mehr Anbieter für Sand jeden Preis zahlen (INFLATION) um eben daraus AGs herzustellen, deren Aktien auf den Markt geworfen werden, was Druck auf die alten AGs bringt.

Nur bei Immo-AGs ist es anders, da Neu-AGs alte via Immokäufen pushen.

Antworten Antworten C. P. U.
13.12.2007 14:25
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Re: Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

Österreichs "große", eher groß im Aufblasen von Bilanzen und verschleiern von Verlusten, Banken sind der Pleite näher als sie glauben.

Der Grundfehler war, dass die Banken mit Sparergeldern an den Aktien-Börsen zu zocken begannen. No na steigen da die Kurse, wenn plötzlich viel Geld in die Börse fließt.

Nun aber da alles so bledend lief und es keine Ausfälle gab, bewerteten österreichs wahnwitzige Banker plötzlich das Risiko von Kreditvergabe an z. B. Klein- und Mittelbetriebe als größer, als Börsenzocken! Für die Sparer hätte die Vergabe von sicheren - z. B. max. 40 % des Immobilienwertes - Krediten für die Erzielung sicherer ohnedies niedriger Zinsen völlig gereicht.

Nur die Banker waren eben geldgierig und zockten lieber an der Börse, von dem die Sparer nichts hatten ausser das Problem, dass sie plötzlich enormes Risiko tragen müssen.

Die Börsenblase ist längst geplatzt, nur die OeNB musste sie auffangen, da sonst alle Banken tiefrote Bilanzen gehabt hätten.

Antworten Antworten Antworten C. P. U.
13.12.2007 15:55
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Re: Re: Re: Die größten Idioten im österreichischen Bankwesen, die Sparergelder nicht im Inland als Kredit vergeben, sondern mit diesen Geldern lieber wahnwitzig spekulieren, muss leider immer die OeNB auf Kosten der Steuerzahler aufpäppeln, wodurch Wahnsinnstaten Österreichs

Um bei ihrem Bild des barmherzigen Christkindes zu bleiben, sage ich, dass es falsch war von den Notenbanken derartig stark in den Aktienmarkt, der nun mal unweigerlich unter Druck bleiben wird - die Aktien bleiben unter Druck, da die Einzelteile der AGs für potentielles Assetstripping ungleich weniger bringen als die Aktie an der Börse kostet, Intervention macht nur Sinn, wenn die Einzelteile mehr kosten würden und die Aktie unterbewertet wäre, so aber kaufen eben Leute die Einzelteile und bieten neue AGs an und der Druck auf die Kurse bleibt - einzugreifen.

Wenn ein barmherziges Christkind aber Leuten, die mit Geld nicht volkswirtschaftlich verantwortungsvoll umgehen indirekt Geld in die Hand drückt, indem es diesen Managern mit überzogenem Gehalt überteuert Aktien abkauft, die man in Wahrheit aus Einzelteilen aus dem Markt viel billiger haben könnte, wird Geld ineffizient in Sektoren gepumpt, die in Wahrheit überzogen gewachsen sind und das ist nun mal schlecht für das Gesamtwohl

Alien
13.12.2007 12:51
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Kleine Korrektur

Das ist keine Erfolgsprämie, das ist Schweigegeld

Gast: jedermann
13.12.2007 10:30
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Manager - Politiker

Manager sind halt allzu oft wie die Politiker - auch wenn sie den größten Mist bauen -Ihren Superpensionen und Abfertigungen bei vorzeitiger Entlassung erhalten sie trotzdem - siehe als kleine Beispiele die Atemmasken im Ministerium oder die Managerablöse bei Asfinag oder der weit überdimensionierte AKH Bau in Wien.
Als Paradebeispiel kann auch die Ablöse in Millionenhöhe damals bei der konkursreifen Länderbank an unseren feinen Herrn V`ranz gesehen werden - alles "wohlerworbene Rechte" wie die Roten und Gewerkschaften zu sagen pflegen..........

Kleanthes
13.12.2007 09:48
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...so sehr der

... Umgang der Chinesen mit korrupten, unfähigen und (moralisch) betrügerischen Managern extrem und vom Schein geprägt ist.

Als Exempel wären in solchen Fällen ein "öffentliches Anspucken" bzw. Haft im unbedingten Jahresbereich durchaus einmal angebracht.

Die nächste Revolution ist empirisch (im Sinn von historisch) betrachtet nur eine Frage der Zeit.

Kleanthes

Antworten lurch
13.12.2007 10:03
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Re: ...so sehr der

Leider scheint das mit der Revolution richtig zu sein.
Wäre jedoch völlig unnötig, wenn die Wähler je nach Bedarf immer der Partei ihre Stimme geben würden, die die derzeitigen Probleme am besten lösen könnte.
Leider wurde durch ein statisches Wahlverhalten (sprich immer wieder die gleiche Partei wählen) eine Pseudodiktatur mit demokratischem Anstrich geschaffen, die unweigerlich zu chaotischen Zuständen führen muß.

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Re: Re: ...so sehr der

Also ich wüßte derzeit NICHT EINE EINZIGE WÄHLBARE PARTEI!!
Das sogenannte kleinere Übel entwickelt sich durch die Koalitionen meist zum größeren und die Große Koalition ist das größte.

Antworten Antworten Gast: blabla
13.12.2007 11:32
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Re: Re: ...so sehr der

Haben Wahlen jemals und irgendwo eine gute Lösung gebracht? Die Mehrheit der Menschen sind einfach zu dumm/blöd dazu, denken nur an sich, an ihren Fra ss! Der Einzige, der es richtig macht, ist Putin: mit gehörigem Druck und genügend Brot tun sie das richtige. Einzelne große Persönlichkeiten entscheiden in der Geschichte, immer und überall, doch nicht der kleinste gemeinsame Nenner von Proleten, zu-kurz-Gekommenen, Narzisten und allen anderen Idioten!! Sonst machen es die immer gleichen wohlbekannten weltbeglückenden "Netzwerkler", "Oligarchen", "Finanzadeligen" und wie die gleichen Gau ner alle immer wieder abwechselnd heissen...

Gast: Ph.Gudenus
13.12.2007 09:41
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Bravo,

so soll's sein!

Gast: Cash as cash can
13.12.2007 09:18
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Länderbank

In Fachkreisen auch Vrantz-Bonus genannt.

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