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Betrug: Kleiner Händler kostet französische Bank 4,9 Milliarden

24.01.2008 | 15:50 |   (DiePresse.com)

Bei der französischen Société Géneralé wurde ein spektakulärer Betrugsfall publik: Ein Aktienhändler soll 4,9 Milliarden Euro Verlust geschickt versteckt haben.

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In der Bilanz 2007 der zweitgrößten französischen Geschäftsbank waren noch keine Verluste zu finden. Doch nun schlug eine Nachricht wie eine Bombe ein: Ein Aktienhändler in Paris hat mit fiktiven Geschäften 4,9 Milliarden Euro verspekuliert. Die Pariser Börse hat daraufhin die Aktien des Geldinstituts aus dem Handel genommen.

Wie man 4,9 Milliarden heimlich verliert

Der Chef der Société Générale, Daniel Bouton, nahm zu dem Skandal in einem offenen Brief Stellung. Er bezeichnet den Betrug als "simpel aber geschickt verschleiert": Der Mann arbeitete seit 2000 für die Bank. Er war aber kein gewinnorientierter Spekulant sondern sollte ganz unspektakulär Kursabsicherungen betreiben. Dazu handelte er mit Futures, mit denen man im Prinzip auf den zukünftigen Wert von Aktien wettet.

Futures sind...
Futures sind bindende Optionsscheine (Derivate). Der Investor kauft mit einem Future das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Ist der Kurs der Aktie zu dem bestimmten Zeitpunkt höher als der festgelegte Preis, kauft der Investor die Aktie billiger als am Markt. Er verkauft sie dann sofort zum aktuellen Kurs und kann die Differenz als Gewinn verbuchen.
Die Gefahr dabei: Ist der Kurs der Aktie niedriger als der vereinbarte Preis, muss der Future trotzdem eingelöst werden - der Investor kauft die Aktie zu teuer.

Bei immer wieder vorkommenden Verlusten habe er aber nicht verkauft, sondern nur Scheingeschäfte getätigt. Dabei baute sich für die Bank ein immer größeres Verlustrisiko auf. Da er die Kontrollmechanismen der Bank gut kannte, sei es ihm gelungen die Verluste geschickt zu verstecken.

Erster Name aufgetaucht

Nach Angaben der Financial Times handelt es sich bei dem Händler um den 31-jährigen Jérôme Kerviel.

Die Motive des geständigen jungen Brokers sind unklar - fest steht nur, dass er selbst nicht profitiert hat. Vizechef Philippe Citerne sprach von einem "nicht zu erklärenden Akt der Böswilligkeit". Seine Prämie für 2007 habe der Spekulant noch nicht bekommen.

Den Stein ins Rollen brachte offenbar das jüngste Börsenbeben, das den Mann zwang, unbezahlte Positionen zu decken. Am vergangenen Wochenende kam ihm dann die Bank auf die Schliche.

 

Weitere Verluste durch US-Krise

Neben den 4,9 Milliarden aus dem Betrugsfall muss die Société Géneralé weitere 2,05 Milliarden abschreiben. Auch sie hat an der US-Immobilienkrise verloren. Das Jahresergebnis von 2007 brach durch diese Belastungen ein. Der Jahresgewinn wird voraussichtlich 600 bis 800 Millionen Euro ausmachen. Vor den Belastungen waren es noch 5,22 Milliarden Euro.

Die Bank plant nun, neue eigene Aktien auszugeben. Am Mittwoch wurde bereits eine Kapitalerhöhung genehmigt. 5,5 Milliarden Euro sollen so lukriert werden.

4,9 Milliarden weg - und niemand hat's bemerkt?

Experten bezweifeln, dass ein Betrug in dieser Größenordnung "heimlich" geschehen kann. "Es ist schwer zu verstehen, dass ein Händler ein geheimes Geschäft von 4,9 Milliarden getätigt hat, ohne dass jemand davon gewusst hat", sagte Ion-Marc Valahu von der Amas-Bank in der Schweiz. Der Skandal könnte weite Kreise in der gesamten Bankenwelt ziehen.

Der Fortis-Analyst Carlos Garcia befürchtet im deutschen Magazin "Spiegel Online", dass "dadurch die Risikomanagement-Systeme bei einigen Banken in Zweifel gezogen werden". Es dürfte nicht möglich sein, von einem Tag auf den anderen eine Belastung von fast sieben Milliarden Euro zu veröffentlichen.

Wenn findige Mitarbeiter tricksen...

Der Betrug erinnert an den Skandal um den Broker Nick Leeson, der die britische Bank Barings PLC 1995 in den Ruin trieb: Leeson hatte bei Termingeschäften 860 Mio. Pfund verzockt. Jérôme Kerviel könnte Leeson in noch einer "Disziplin" überholen: In der Höhe der Honorarangebote für Interviews....

Experten schüttelten den Kopf über die Vorgänge bei Societe Generale. Es sei erstaunlich, dass Derartiges 13 Jahre nach dem Fall Barings wieder möglich gewesen sei, erklärte der Analyst Axel Pierron von der Unternehmensberatung Celent. Der Betrug zeige, dass Banken trotz modernen Risikomanagements weiterhin in Gefahr seien, von findigen Mitarbeitern ausgetrickst zu werden.

Sammelklage gegen die Bank

Der Anwalt der Aktionäre der Société Générale, Frederik-Karel Canoy, hat die Bank bei der Staatsanwaltschaft von Paris angezeigt. Er wirft ihr "Betrug, Vertrauensmissbrauch und Fälschung" vor. Die Aktionäre hätten sehr schnell reagiert, da sie "wahrscheinlich ihr gesamtes Geld verloren haben". (ebl./Ag.)

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32 Kommentare
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Gast: ohmygod
24.01.2008 21:51
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nicht nur...

dass der verfasser des artikels ("futures sind bindende optionsscheine" - so ein scheiss) nicht mal über basis-wissen im bankbereich verfügt aber in ö noch immer als "wirtschafts-journalist" durchgeht, sondern die kommentare hier auch dermassen haarsträubend sind, dass man sagen kann: jeder topf findet seinen deckel - in dem fall: inkompetenter journalist findet noch viel absurdere leserschaft;
aber trotzdem danke, wirklich süss wie überzeugt mancher hier vollkommenen nonsens von sich gibt; österreichs-journalisten waren ja schon mit der vergleichsweise banalen bawag-gschicht (oh gott, was ist ein swap??) überfordert, die subprime-krise muss dann wohl zu einigen nachhilfestunden geführt haben (cdo??? wtf) - doch beim wurschtsemmelverkäufer unter den händlern (eine analogie zum lebensmittelhandel, was die komplexität betrifft) beginnen sie wieder zu straucheln... traurig...

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Verzeihung, Meister!

Ich weiss, was CDO (und auch ASB) ist, aber was ist wtf? Ach, Weiser, kläre mich auf!

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Re: Verzeihung, Meister!

Korrektur: ABS

scareglow
25.01.2008 13:22
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Re: nicht nur...

Arguing on the internet is like running the special Olympics. Even if you win, you're still retared.

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Re: nicht nur...

Die Formulierung "Futures sind bindende Optionsscheine." ist etwas unglücklich, aber wer weiss, vielleicht war im Rahmen nicht mehr Platz. Mein Vorschlag: "Futures sind in einer Verwandtschaft mit Optionsscheinen zu sehen, im Gegensatz zu Optionsscheinen aber bindend." wäre vielleicht treffender

Dass Futures keine Optionsscheine sind ist aber völlig irrelevant, wenn ein Journalist grundsätzlich verstanden hat, wodurch die Verluste im Fall der Société Géneralé entstanden sind. Die entscheidende Hebelwirkung, die zu den Verlusten führte, ist bei Futures und Optionsscheinen die gleiche.

Das Grundproblem an den Märkten sind aber Leute wie sie, die glauben die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben und genau die erwischt es dann, da sie von sich so überzeugt sind, dass sie zu geringe Sicherheitspolster anlegen.

Es gibt immer eine Restwahrscheinlichkeit und die kann böse zuschlagen und schlägt auch immer wieder böse zu. Einkalkuliert wird sie ungern, da sie Gewinne schmälert.

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NIEMAND weiß Bescheid!

Bisjetzt hat niemand, nicht einmal "grundsätzlich", verstanden, was hier abgelaufen ist. Vieles deutet aber auf einen plumpen und ungeschickten Vertuschungsaktion des Vorstandes hin.

Re: nicht nur.../ohmygod

Herr!!! Da DU zu uns sprachst, o Herr, so zeige denn, o Herr, uns Gewürm DEINE übergroße Allmacht und erleuchte uns, o Herr, (wenigstens zitzerlweise, bitte, bitte!) mit DEINEM unerschöpflichen Wissen! Uns ,die wir dachten, DEINE Zeit als der "Strafende Gott" sei mit dem "Neuen Testament" vorbei! Wir versichern Dir, o Herr, erschlagen von DEINER Erleuchtung, folgen wir nur noch DIR und misstrauen hinkünftig allem Gezücht und den Verlockungen der vom Bösen gezeugten "Journaille"!

Antworten Gast: ASVG-Sklave
25.01.2008 07:45
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Re: nicht nur... (Statt zu schimpfen, Fakten bitte!)


Nicht geifern! Der Redakteur hat nicht behauptet dass Futures eine Art von Optionen sind. Vielmehr hat er richtig herausgearbeitet dass "Futures" einen VERBINDLICHEN Börsevertrag darstellen, während "Optionen" HALBSEITIGVERPFLICHTENDE Börsengeschäfte sind. Sowohl "Futures" als auch "Optionen" befassen sich mit Börsengeschäften in der Zukunft, weswegen die Bezeichnung von Futures als "bindende Optionsscheine" nicht unberechtigt erscheint - auch dann wenn beide grundsätzlich verschieden sind. Statt zu kritisieren hätten Sie hier die Möglichkeit Fakten einzubringen. Die haben Sie leider nicht. Ich nehme einmal an, dass Sie zu jener Gruppe von Manipulanten zählen, die von der aktuellen Börsenkrise betroffen ist und an der gängigen Bilanzfälschung von Aktiengesellschaften beteiligt sind. Ihnen steht das Wasser bis zum Hals und Sie machen sich bereits in Hemdchen! Also: Legen Sie Fakten vor - oder halten Sie das Maul!

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Re: Re: nicht nur... (Statt zu schimpfen, Fakten bitte!)

Wie gesagt, nicht schimpfen!

Klartext
25.01.2008 09:50
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Re: Re: nicht nur... (Statt zu schimpfen, Fakten bitte!)

Bevor Sie weiter herumstänkern - ziemlich unkultiviert meine ich - sollten Sie das Buch "Optionen und Futures verstehen" von I. Uszczapowski (Name richtig geschrieben!!) lesen.

Dann dürfen S`weiterplauschen, Wertester!

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
25.01.2008 10:40
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Re: Re: Re: nicht nur... (Statt zu schimpfen, Fakten bitte!)

Hier wird argumentiert und nicht nebulos auf Bücher Dritter verwiesen. Zitieren Sie, wenn Sie schon nicht selbst argumentieren können- wenigstens die relevante Passage aus dem Buch, - oder halten auch Sie das Maul! (Andernfalls entstünde ein Ping-Pongspiel mit jeweiligen Querverweisen auf Autoren, das im Zeitrahmen eines PRESSE-Forums nicht zu bewältigen wäre.)

Gast: penthaus
24.01.2008 18:46
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die haben eben keinen Verzetntisch!

den Retter der BAWAG und des ÖGB!
Der oberste aller Vertuscher und Verschleierer.
6 Jahre lang hatte er die horrenden Verluste der Bank BAWAG an führender Stelle als Eigentümervertreter unter den Tisch gekehrt.
Für sowas wird er in Österreich nicht einmal angeklagt!
Pech für die "Societe generale" dass sie so einen genialen Mann nicht in ihren Reihen haben!
Der hätte dort auch alles vertuscht, gegen hohes Honorar oder gegen ein 2. Gratis-Penthaus in der Rue Rivoli, z.B.?

Gast: Oberkochem
24.01.2008 15:25
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Wer glaubt¿s?

Wer glaubt¿s, die G¿schicht von den "verspekulierten" Milliarden der BAWAG? Wohl niemand. Die Bank wurde schlicht gestohlen. Alle wissen es, viele sind daran beteiligt. Daher hält auch das Kerzschlickergesindel artig das Maul. Bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig, denn die wurden gut und kräftig "geschmiert". Welcher Personengruppe ein Flöttl und Elsner zuzurechnen sind, das weiß auch jeder ...

Antworten Gast: Heinz Geyer
25.01.2008 09:01
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Re: Wer glaubt¿s?

Ich habe schon verschiedene Gremien - Presse, Justiz, Anwaelte - (meist vergeblich) darauf hingewiesen, dass nur eine minutioese Rekonstruktion aller Transaktionen wirklich Licht in die Frage bringen kann, wo denn die verlorenen Gelder wirklich geblieben sind. Wenn - laut ZiB2 - der Sachverstaendige nur darauf hinweist, dass es bei Herrn Floettl nur mangelhafte Unterlagen gaebe, so ist das keine ordentliche Arbeit. Alle Kontrahenten die mit Floettl oder seinen Firmen Geschaeftsbeziehungen unterhalten haben werden in der Lage sein, die notwendigen Unterlagen zu liefern. Man muss sich halt nur ein bisschen strecken und danach fragen. Notfalls auch mit Gerichtsbeschluss. Nur durch diese Arbeit wird sich herausstellen, ob die Gelder wirklich verloren oder verschoben worden sind. Das Letztere ist naemlich mit ein wenig Geschick gar nicht so schwierig, - und auch nur sehr schwer nachzuvollziehen.

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Jetzt ist die Zeit gut, große Leichen aus dem Keller zu lassen, es schockt kaum noch die Märkte, aber noch verlockender ist und bleibt es leider bei AG Banken Leichen wie überbewertete Beteiligungen im Keller zu lassen

Nur nicht glauben, dass die BAWAG ein Einzelfall in Österreich, Europa oder sonstwo auf der Welt ist. Das Problem ist die Aufbauorganisation von Bank AGs. Der Gesetzgeber sollte grundsätzlich verbieten Banken als AG zu betreiben. Vereins- und Genossenschaftsbanken waren wesentlich besser gegen Geldgierblödheit gesichert. Ein Vereinsvorstand hatte auch nicht den Druck kurzfristig am PAPIER Geweinne zu erzielen, um so seine Bonis zu erhöhen. Gerade bei Banken ist es ein Wahnsinn, wenn Vorstände Prämien bekommen, die vom Gewinn - es gibt enorme Spannen Gewinn auszuweisen, bei ein und derselben Bank kann man bei vorsichtiger Bewertung z. B. 10 Mrd. Verlust oder 1 Mrd. Gewinn ausweisen, alles nur eine Bewertungsfrage - abhängen, da sie dann natürlich geneigt sind lieber einen fragwürdigen Gewinn auszuweisen, als langfristig zu denken und objektiv zu bilanzieren. Bei Langfristdenken würde auch Schluss mit überzogener Zockerei sein, da jeder weiss, dass so etwas immer mal auch ins Auge geht.

Kantig
24.01.2008 15:04
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Wird es normal, alle anderen über den Tisch zu ziehen?

Hier tritt ein Phänomen zu tage, dass sich bei mir als "flötteln" festsetzte.

Es besteht aus Teilhabe, Wegsehen, Schönfärberei und Eigennutz, ohen Skrupel gegenüber einer Gemeinschaft und ohne Achtung vor dem Fleiß und den Anstrengungen Dritter.

Politische Parteien, Religionen und Verkaus - Ideologien der Gewinnsucht (Börsenspekulationen über die Maßen) sind das Tätigkeitsfeld.

Das Menscliche als Maß aller Dinge hat sich selber der Lächerlichkeit ergeben, weil der "tüchtige" Abzocker allemal mehr gilt als ein Dr. Schweitzer.

Wasser wird vorrangig zum Verkauf gebraucht denn zum trinken.

Bitte, das ist keine Beschwerde, es ist die Weitsicht, dass Gier nie sattmacht, nur noch gieriger und sich schlußendlich selber verbraucht.

Es geht keinem mit 2 Millionen besser als mit 1 Million, aber es befriedigt Gierige mehr als der Nachbar zu haben, auf die Gefahr, dass dieser Mordpläne schmiedet.

Rätselhaft für Humanisten.

alice
24.01.2008 15:57
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Re: Wird es normal, alle anderen über den Tisch zu ziehen?

was ist bitte humanismus....nie gehört dieses wort.....ist wahrscheinlich ein alter ( lateinischer ???? ) begriff....sollte er noch im duden vorkommen wird er wahrscheinlich in der nächsten ausgabe gelöscht werden......
neuere weit bekanntere , allseits verehrte und geliebte begriffe sind: gewinnmaximierung,globalisierung,shareholdersvalue,
money talkes,auslagerung,reform,no risk no fun,

aber humanismus ?????
streichen sie dieses wort - es versteht niemend mehr ( so wie latein )....

Gast: ASVG-Sklave
24.01.2008 14:45
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Falsche Fährte. Nicht Spekulation sondern Bilanzfälschung sind die Ursache. Vernichtetes Kapital /Einlagen nicht länger zu leugnen

Diese Geschichte glaubt doch niemand. Ein Einzelner soll nun dafür herhalten, dass die Bank über Jahre ihre Bilanzen fälschte und nun (im Zuge der Börsenentwicklung) eingestehen muss, dass sie "pleite" ist. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Das System der gefälschten Bilanzen der Aktiengesellschaften und des verprassten Geldes geht nur so lange gut, so lange die Kapitalzufuhr größer ist als die Kapitalabschöpfung durch Rückforderung der Aktionäre auf ihre Einlagen. Dieses Schneeballsystem (des vernichteten Kapitals) funktionierte bisher nur deswegen so gut weil die Veranlagungen der Pensionsfonds auf viele Jahre hin gesichert schienen, da die Pensionsforderungen deren Mitglieder erst nach Jahrzehnten schlagend werden. Deswegen peitschen sie uns auch ein dass mehr Einwanderer und eine höhere Kindergeburtsrate erforderlich sind: Sie benötigen mehr Zwangseinlagen der Pensionsvorsorge mit Aktien.

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Re: Falsche Fährte. Nicht Spekulation sondern Bilanzfälschung sind die Ursache. Vernichtetes Kapital /Einlagen nicht länger zu leugnen

Wow, eine Erklärung die logisch scheint.

Frage wozu braucht man so viel Geld, wenn man weiß es kommt der Bußtag!

Oder rechnen die mit der Islamisierung vor dem Aufdecken?

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
24.01.2008 17:51
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Re: Re: Falsche Fährte. Nicht Spekulation sondern Bilanzfälschung sind die Ursache. Vernichtetes Kapital /Einlagen nicht länger zu leugnen

Wozu jemand (soviel) Geld braucht, ist von hier aus schwer zu sagen. Es wird auch kein Einzelner sein, der hier absahnt, sondern dahinter steht ein "System". Nennen wir es ein Netzwerk von den Ostküstlern, zu den etablierten Parteien, bis hin zu den Geheimbünden denen z.B. unser Vranitzky oder ein Helmut Zilk beitraten. Natürlich sind sie dort als Österreicher nicht alleine. Bestimmt finden sich in derartigen Bündnissen alles was international bekannt und prominent ist: Von Blair bis Bush. Und wenn der Bußtag kommt? Nun, die einen zetteln Kriege an um von der finanziellen Katastrophe abzulenken, die anderen geben der Börse die Schuld, andere schieben Sündeböcke vor wie z.B. den Trader bei der Société Géneralé, und wieder wo anders setzen als die Drahtzieher dieses Diebstahles am Volksvermögen auf inner Unruhen und Konflikte: z.B. ethnische Unruhen zwischen Zuwanderern und einheimischen um von ihrem Verbrechen abzulenken.

Gast: Leser
24.01.2008 12:33
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Ein System, in dem so etwas möglich ist

ist verfault. Zumindest gehört der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat dieser Bank samt allen Prüfern gefeuert und wegen Inkaufnehmen solcher Strukturen hinter Gitter. Der Arzikel ist äusserst schwammig: was nun, Entlassung (ohen Ansprüche) oder Rücktritt (mit Ansprüchen)? Und was soll das heißen, der Vorstand entscheide über den Verbleib des Chefs? Sollte dafür nicht ein Aufsichtsrat zuständig sein?

Antworten Gast: Ein anderer Leser
24.01.2008 14:54
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Re: Ein System, in dem so etwas möglich ist

Da hat wohl nicht der Vorstand sondern tatsächlich der Aufsichtsrat entschieden. Solche Fehler passieren halt, wenn ein Autor, der weder von der englischen Sprache noch vom Finanzwesen sehr viel versteht, einen Artikel aus der Financial Times übersetzt. (Dort steht "board", wobei in diesem Fall wohl er "supervisory board" (Aufsichtsrat) gemeint ist)

Denker
24.01.2008 14:37
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Sehr richtig !

Zumindestens sollte der ganze Vorstand entlassen und vorsorglich in Haft genommen werden, hat das Kollegialorgan Vorstand durch mangelnde Kontrollmechanismen zumindestens Vorschub geleistet.

Überhaupt fällt auf, dass mit Einführung der EDV in der Organisation ganze Zwischenebenen rationalisiert wurden (Vorstand - irgendeine Zwischeninstanz - agierender Bankbeamter) wodurch es an mit der Materie vertrauten Kontrollorganen fehlt, die im Übrigen keine Zeit für die Untersuchung einzelner Geschäftsfälle haben. Vielleicht könnte man mit der strafrechtlichen Verschärfung der Vorstandsverantwortung und der Senkung von deren Gehälter (stattdessen Kontrollinstanzen finanzieren) die augenblicklichen skandalösen Vorfälle abstellen.

NB: 1980 wächselte ich in der Türkei 200 Schillinge und konnte beobachten, dass für die Durchführung dieser Transaktion die Unterschrift dreier Beamten notwendig waren! Vielleicht ein bißchen übertrieben jedenfalls aber sicher.

Denker
24.01.2008 14:39
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Pardon ! Natürlich "wechselte"

.

Gast: Sarkasimir
24.01.2008 12:03
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Ein Ratschlag fuer meine Franzmaenner:

Zur Verlustabdeckung €¿s drucken!!

alice
24.01.2008 15:59
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Re: Ein Ratschlag fuer meine Franzmaenner:

aber nein geht doch viel leichter...mit einer ordentlichen finanzspritze vom sarkozy... denn wo käm ma denn da hin wenn ma die verluste selber zahlen und verantworten müssten...?????

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