WIEN (ag./cim). Nach Angaben des Unternehmens hat der Absatz 2007 mit 3,5 Mrd. Dosen einen neuen Rekord erzielt. Die Umsatzerlöse seien 2007 um 16,6 Prozent auf 3,08 Mrd. Euro gestiegen. Auch Gewinn und Produktivität sollen neue Höchstmarken erreicht haben. Diese Zahlen hält Red Bull aber traditionellerweise unter Verschluss.
Im Kernmarkt Europa ist Red Bull 2007 um 25 Prozent gewachsen. Noch stärker sind die Zukunftsmärkte. In Afrika wurden 59 Prozent mehr verkauft, in Südamerika um 48 Prozent und in Australien ist das Geschäft um 44 Prozent gewachsen.
Expansionsziel Russland
In den USA könnte Red Bull bald Unterstützung beim Verkauf bekommen, denn McDonalds überlegt, Red Bull auch in den USA ins Sortiment aufzunehmen. Derzeit testet McDonalds in einigen US-Filialen, ob die Kunden Red Bull zum Burger trinken wollen. 2006 wurden in den USA 1,3 Mrd. Dosen verkauft, die aktuellen Zahlen sind nicht bekannt.
Die positive Entwicklung soll 2008 fortgesetzt werden, die Planzahlen seien „ambitioniert“, heißt es. Neben dem Ausbau des Sport-Imperiums sowie einer Expansion im Mediengeschäft hat Red Bull 2007 Vertriebs-Tochtergesellschaften in Indien, der Dominikanischen Republik und in Ägypten gegründet. Bei weiteren Expansionen will sich Red Bull auf Russland, Indien und Japan konzentrieren.
Diese Investitionen sollen, so wie bei Red Bull bisher üblich, aus dem freien Cash Flow finanziert werden. Derzeit ist Red Bull in mehr als 130 Ländern aktiv. „Es fehlen noch fünf oder sechs große Märkte“, sagte Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz vergangenen April, zum 20. Firmengeburtstag.
Diese Länder, Indien, China, Japan, Korea und Pakistan, versucht Red Bull derzeit zu erschließen. „Mit Erfolg“, heißt es. Bis 2010 will Red Bull den Dosenabsatz auf knapp sechs Mrd. Stück steigern. Auch die Zahl der Mitarbeiter wächst weiter. Ende 2007 waren bei Red Bull 4613 Menschen in 144 Ländern beschäftigt, ein Jahr zuvor waren es 3903 Menschen in 139 Ländern.
Globaler Marktanteil: 70 Prozent
Red Bull ist damit der weltweite Marktführer bei Energydrinks. Der globale Marktanteil des Unternehmens mit Sitz am Fuschlsee wird auf rund 70 Prozent geschätzt.
Red Bull ist nach wie vor die teuerste Marke Österreichs. Das European Brand Institut schätzt den Markenwert auf 10,94 Mrd. Euro, damit soll Red Bull auch unter den Top Ten Europas rangieren. Die Mehrheit an Red Bull, 51 Prozent, hält die thailändische Industriellenfamilie Yovidhya, Mateschitz besitzt 49 Prozent.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2008)
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