Daher hätten sich die Landesregierung und die bayerischen Sparkassen als Eigentümer der Bank geeinigt, bei der Verwaltungsratssitzung am 4. März zunächst nur die Vorstellungen des Vorstands zu erörtern.
Vergangene Woche musste BayernLB-Chef Werner Schmidt aufgrund von Belastungen aus dem Handel mit "faulen" Hypothekenkrediten in den USA seinen Rücktritt erklären. Der Schaden wird derzeit auf 1,9 Milliarden Euro beziffert.
"Spiegel": Schaden bei BayernLB weit höher
Dagegen berichtet der "Spiegel", das wirkliche Minus würde weit höher ausfallen. Die genaue Berechnung und Veröffentlichung der Zahlen werde systematisch verzögert. Der Grund läge auf der Hand: In Bayern finden heuer Kommunalwahlen im März und Landtagswahlen im September statt.
Dem Bericht zufolge würden die Sparkassen im Zuge der Milliardenaffäre ihren Druck auf Finanzminister Erwin Huber erhöhen. Ihr Wunsch: Die BayernLB solle mit der Landesbank Baden-Württemberg fusionieren. Die Sparkassen drohen andernfalls, dem Land Bayern ihre 50- prozentige Beteiligung an der BayernLB zu überlassen. Dessen ungeachtet hat Huber zuletzt Gespräche über eine Fusion der Geldhäuser gestoppt.
Schwierigkeiten auch bei Hypo-Alpe-Adria
Auf die Landesbank kommen auch von anderer Seite Schwierigkeiten zu: Die BayernLB ist Mutter des Kärntner Finanzhauses Hypo-Alpe-Adria-Bank. Dieses Geldhaus hat wiederum einen Ableger in Liechtenstein erworben und gerät so im Zuge des aktuellen Skandals um verschobene Steuergelder ins Visier der Fahnder.
Dresdner: Milliardenkorrekturen
Auch bei der Dresdner Bank haben Milliardenbelastungen infolge der Finanzmarktkrise 2007 zu einem Gewinneinbruch geführt. Die Krise um faule US-Kredite machte Bewertungskorrekturen in Höhe von 1,275 Milliarden Euro nötig, teilte das Unternehmen mit.
Innerhalb eines Jahres brach der Überschuss von 870 Millionen auf 410 Millionen Euro ein. Der operative Gewinn halbierte sich fast: Nachdem er sich 2006 auf 1,35 Milliarden Euro mehr als verdoppelt hatte, schmolz er im Krisenjahr 2007 wieder auf 710 Millionen Euro zusammen.
Investmentbanker als Sorgenkinder
Die Dresdner Bank gehört zum Versicherungsunternehmen Allianz. Der Mutterkonzern hatte bereits zuvor angekündigt, im Bereich des Investmentbanking bei der Dresdner 450 Arbeitsplätze zu streichen.
Dresdner Kleinwort, also das Investmentbanking der Dresdner Bank, gilt als Sorgenkind des Finanzhauses. Allerdings hieß es am Montag seitens des Unternehmens, dieser Geschäftsbereich stehe derzeit nicht zur Disposition. Dresdner Kleinwort solle nach den Worten von Dresdner-Bank-Chef Walter stärker auf Kerngeschäftsfelder konzentriert werden - etwa Infrastrukturfinanzierung.
(ag./red.)
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