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Defizit 2007: 0,7 Prozent trotz hoher Steuereinnahmen

26.02.2008 | 11:47 |   (DiePresse.com)

Das gesamtstaatliche Defizit betrug im Vorjahr 2,78 Millarden Euro. Das sind rund 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

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Das gesamtstaatliche Defizit hat im Vorjahr 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgemacht. Das ist besser als erwartet: Im Budget waren noch 0,9 Prozent geplant. Möglich war das durch die hohen Steuereinnahmen: 64,7 Milliarden Euro konnte der Staat dank des hohen Wirtschaftswachstums einnehmen. Das sind immerhin um 1,5 Millarden mehr als erwartet.

Länder und Gemeinden steuern weniger bei

Allerdings ist der Beitrag der Länder und Gemeinden zur gesamtstaatlichen Bilanz deutlich schlechter als erhofft. Eigentlich hätten sie im Vorjahr einen Budgetüberschuss von 0,4 Prozent des BIP erbringen sollen. Geworden sind es jedoch nur 0,15 Prozent.

 

Deutschland hingegen konnte 2007 sogar einen Überschuss von 200 Millionen Euro aus der guten Konjunkturlage erwirtschaften. Es ist das erste Mal seit 1989, dass der deutsche Staat "operativ" mehr eingenommen als ausgegeben hat. Im Jahr 2000 gab es zwar auch schon einen kleinen Überschuss. Dieser konnte aber nur durch Sondererlöse aus dem Verkauf von Mobilfunklizenzen erreicht werden.

 

Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) pochte angesichts der Zahlen einmal mehr auf eine Steuerreform zum ursprünglich in der Koalition vereinbarten Termin 2010. Eine Steuerreform müsse dann durchgeführt werden, wenn sie leistbar und wirtschaftspolitisch sinnvoll sei: "Und das ist so, wie wir uns das gemeinsam in der Regierung vorgenommen haben, ganz klar 2010", deponierte Molterer bei der Präsentation des Budgetvollzugs am Dienstag.

Begriffe: BIP und Defizit
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Summe aller Wertschöpfungen innerhalb eines Landes. Ein (stark vereinfachtes) Beispiel: Ein Großhändler kauft von einem Produzenten Ware um 500 Euro und verkauft sie um 600 an einen Einzelhändler. Dieser verkauft sie um 750 Euro. Hier wurden 250 Euro Wertschöpfung erzielt. Unter Defizit versteht man den Betrag, den der Staat mehr ausgibt als einnimmt. Er nimmt mehr Schulden auf, um ein Defizit zu finanzieren. Das Jahresbudget ist daher immer ausgeglichen.

(APA/ebl)

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9 Kommentare
ecowriter
26.02.2008 17:49
0 0

modell schweiz?

für mehr direkte demokratie!
jede steuererhöhung oder senkung muß vom volk genehmigt werden. dazu kommt der steuerwettbewerb der kantone.
allein ais diesem grund ist hier die verwaltung noch das was der namen sagt - eine verwaltung, gezwungen mit den mitteln auszukommen die vorhanden sind.
daraus ergibt sich eine effiziente struktur die sich mit den wichtigsten dingen befaßt und sich nicht aus nahezu unerschöpflichen steuremitteln bedient um jede sinnlose dienstleistung zu bieten.

hat die schweiz kein soziales netz? NEIN!
hat die schweiz kein gesundheitssystem? NEIN!

jeder bekommt die politiker die er verdient! ein gewaltiger wandel im selbsverständnis unserer verwalter gehört her! und glauben sie mir, das volk ist nicht so dumm....

unfreundlichst, ihr
eco

Antworten Gast: pferdekopf
26.02.2008 19:27
0 0

Re: modell schweiz?

doch, ist es!
warum werden sonst immer wieder die gleichen parteien und politiker gewählt?

Gast: AEIOU
26.02.2008 16:59
0 0

Die Sandmännchen sind am Werk.

Sie arbeiten mit Prozentsätzen. Um zu verschleiern, daß das Defizit aus dem Ruder läuft. Die Mehreinnahmen sind nicht auf die gute Regierungsarbeit zurückzuführen, sondern auf die Trittbrettfahrt im Zug der europäischen Konjunktur und den Preisauftrieb in allen Bereichen. Unverschämt wurde der VIP getürkt. Beide , Rote und Schwarze übertreffen sich bei den Ausgaben. Woher die jetzt bereits fehlenden Mittel kommen sollen, wissen sie nicht. Unseren Wirtschaftsweisen sträubt sich das Haupthaar. Sie halten sich noch zurück, um die Rösser, die Wähler, nicht kopfscheu zu machen.

Gast: ASVG-Sklave
26.02.2008 13:39
0 0

Schwarze können nicht wirtschaften

Da hilft dem Molterer auch kein verkrampftes Grinsen.

Antworten Gast: Steuerzahler
26.02.2008 14:36
0 0

Re: Schwarze können nicht wirtschaften

Richtig. Die absurden Bauern- und Industrieförderungen fressen uns das Steuergeld weg. Wir, der Mittelstand, zahlt mit fleissiger selbständiger und unselbständiger Arbeit im wahrsten Sinn des Wortes drauf.

Paco
26.02.2008 12:15
0 0

Schande

Eine Schande, in einem so guten Wirtschaftsjahr ein Defizit einzufahren. Da waren die Deutsche, trotz Sozen in der Regierung, erfolgreicher:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/728756.html

Staatshaushalt 2007 mit 200 Millionen Euro im Plus
Bruttoinlandsprodukt wuchs im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent [...]

Antworten Gast: Big Spender
26.02.2008 18:20
0 0

Re: Schande

Tja, unserm Pater Willi gelingt es immer wieder, trotz boomender Wirtschaft ein kleines, feines Defiziterl aus dem Hut zu zaubern! Wem, wenn nicht ihm? So braucht er sich nicht so wie die Skandinavier und Estland den Kopf darüber zu zerbrechen, was man mit den störenden Budgetüberschüssen machen soll. In der Schweiz sind künftig Defizite per Gesetz verboten. Und das ist gut so!

Antworten Antworten Gast: AEIOU
26.02.2008 20:59
0 0

Re: Re: Schande

Je länger die "Partnerschaft" währt, desto mehr wird den Schwarzen in die Schuhe geschoben. Die Durchschnittsösianer, kaum in der Lage, eine Zinseszinsrechung durchzuführen, entblöden sich über die Volkswirtschaft zu urteilen. Und finden in guter Proletenmanier bereits den Schuldigen. Wilhelm, den Säckelwart. Wenn die Schwarzen nicht bald dem Schmieren-Ringstra0entheater den Rücken kehren, dann wird das eintreten, woran die linke Mischpoche bereits eifrig arbeitet. Neuwahlen. Und den Schwarzen wird alles in die Schuhe geschoben werden. Daß dann in einer Rot-Grünen Sippschaft die eigentlichen Schuldigen ausgemacht werden, glaube ich nicht. Denn dazu ist die Schwarzen-Propaganda zu dilettantisch.

Antworten Antworten Gast: e.e.
26.02.2008 20:50
0 0

Re: Re: Schande

Was brauchen brauchen unsere Politiker sparen? Die Dummen Wähler bezahlen die Schulden und wählen diese wieder. Und je mehr Geld verpulvert wird umso weniger fällte der Betrag auf den man selber einstreift.

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