BERN (APA). Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey (SP) steht vor einer heiklen Entscheidung. Sie ist in den Iran eingeladen, wo sie mit ihrem Amtskollegen Manouchehr Mottaki einen Gasliefervertrag mit einem Schweizer Stromerzeuger ratifizieren soll. Die Reise soll in der zweiten Märzhälfte stattfinden, das Datum der Reise sei aber „noch nicht fixiert“, erklärte ein Sprecher der iranischen Botschaft der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag.
Die Schweizer Behörden geben sich bedeckt und wollten keine Stellungnahme abgeben. Anscheinend sei die Entscheidung, ob Calmy-Rey der Einladung Folge leisten soll, schwierig, heißt es.
Konkret geht es beim Abkommen um die Lieferung von jährlich 5,5 Milliarden Kubikmeter Gas an die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL), für die bereits Vorverträge abgeschlossen wurden. Laut Unternehmenssprecherin Lilly Frei genießt die EGL „die Unterstützung der Regierung (Bundesrat)“, und sowohl Calmy-Rey wie auch Energieminister Moritz Leuenberger (SP) haben sich in den letzten Monaten mit iranischen Ministern getroffen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.03.2008)

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