03.07.2009 23:29 | Meine Presse Merkliste0

gas: Schweizer Außenministerin erwägt Iran-Reise

02.03.2008 | 17:50 |   (Die Presse)

Um lukrative Gaslieferungen zu ratifizieren, plant die Chefdiplomatin eine heikle Mission.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

BERN (APA). Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey (SP) steht vor einer heiklen Entscheidung. Sie ist in den Iran eingeladen, wo sie mit ihrem Amtskollegen Manouchehr Mottaki einen Gasliefervertrag mit einem Schweizer Stromerzeuger ratifizieren soll. Die Reise soll in der zweiten Märzhälfte stattfinden, das Datum der Reise sei aber „noch nicht fixiert“, erklärte ein Sprecher der iranischen Botschaft der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag.

Die Schweizer Behörden geben sich bedeckt und wollten keine Stellungnahme abgeben. Anscheinend sei die Entscheidung, ob Calmy-Rey der Einladung Folge leisten soll, schwierig, heißt es.

Konkret geht es beim Abkommen um die Lieferung von jährlich 5,5 Milliarden Kubikmeter Gas an die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL), für die bereits Vorverträge abgeschlossen wurden. Laut Unternehmenssprecherin Lilly Frei genießt die EGL „die Unterstützung der Regierung (Bundesrat)“, und sowohl Calmy-Rey wie auch Energieminister Moritz Leuenberger (SP) haben sich in den letzten Monaten mit iranischen Ministern getroffen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.03.2008)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Fall Madoff: Neue Spuren führen nach Wien
    Im „Fall Madoff“ gibt es schwere Vorwürfe gegen Sonja Kohn, Gründerin der Wiener Bank Medici. Dabei geht es um umstrittene Geldflüsse von rund 40 Mio. Dollar (28,4 Mio. Euro).
    Ohne Job: Generation Krise
    Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.
    Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"
    Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.
  • AUA: Streik liegt in der Luft
    Wegen des geplanten Stellenabbaus bei der AUA-Tochter könnte es zu Streiks kommen. Betriebsrat Junghans meint aber, dass man gegen die Kündigungen nicht viel tun könne. Sie sollen nur "sozial verträglich" sein.
    SPÖ: An der Peripherie der Macht
    Jetzt hat es die SPÖ quasi amtlich: Die Partei hat massiv an Macht und Einfluss in der Wirtschaft eingebüßt. In einem Ranking der hundert einflussreichsten Österreicher findet sich nur eine Handvoll SPÖler.
    Skylink: Rechnungshof macht Druck
    Die Oppositionsparteien fordern eine Untersuchung des Finanzdebakels. Derzeit kann der RH ein Unternehmen nur prüfen, wenn die öffentliche Hand mindestens 50 Prozent der Anteile hält.
  • Kroatien/Slowenien: Polemisch um Gäste buhlen
    Slowenien macht Kroatien die Urlauber aus Serbien abspenstig – mit einer Kampagne voller Spott und Ressentiments.
    Bau: Strabag: Zukunft ohne Cemex
    Kein Okay der Kartellhüter, Konzern zieht sich zurück. Cemex Austria und Cemex Hungaria betreiben zusammen 85 Betonmischanlagen und 38 Stein- und Kiesgruben.
    Bahn: Steuernachzahlung für ÖBB
    Die Mitarbeitertickets wurden nicht versteuert. Der heimische Fiskus verlangt nun eine Steuernachzahlung von rund 80 Mio. Euro für die letzten fünf Jahre.
  • Russland: Lenins Leuchte wird ausgedreht
    Auch Moskau verkündet ein Glühbirnenverbot. Medwedjew hat entschieden, dass ab 2011 herkömmliche Glühbirnen in Russland verboten werden.
    Telekom: Eine Milliarde fürs Glasfasernetz
    Konzern startet Pilotprojekte in Wien und Kärnten. Aktie reagiert mit Kursanstieg. Durch neue multimediale Anwendungen verdopple sich das Datenvolumen alle ein bis eineinhalb Jahre.
    Immofinanz: Staat muss Anleger entschädigen
    Eine sichere Anlage? Viele Pflegschaftsgerichte haben zugelassen, dass die Ersparnisse von Minderjährigen in Immofinanz-Aktien angelegt wurden.