Den Verkauf des in Konkurs befindlichen niederösterreichischen Kunststoffmaschinenherstellers Battenfeld will Masseverwalter Michael Lentsch in der kommenden Woche fixieren. Dann sei genügend Zeit für die Abwicklung bis Ende März, so Lentsch. Ab April soll dann schon der neue Eigentümer das 472-Mann-Unternehmen weiterführen, denn der Überbrückungskredit von 15 Mio. Euro reicht nur bis Monatsende.
Bis heute Freitag mussten die verbindlichen Angebote beim Masseverwalter eingetroffen sein. Es werden weniger als die erhofften zehn Angebote sein, so Lentsch. Aber "alles was mehr ist als ein Angebot ist schön".
Wie berichtet hat Masseverwalter Lentsch Deloitte Wien mit der Abwicklung der Verkaufstransaktion beauftragt. Deloitte hat die Investorenansprache und die Aussendung der transaktionsrelevanten Unterlagen übernommen. Das Transaktionspaket umfasst neben dem niederösterreichischen Standort auch die wieder eingegliederte Service- und Ersatzteil-Sparte, die als eigentliches "Zuckerl" des Gesamtpakets gilt. Der Verkauf wird auch vom bisherigen Eigentümer Adcuram Group AG voll inhaltlich mitgetragen und unterstützt.
Die Battenfeld Kunststoffmaschinen GesmbH hat am 3. Jänner beim Landesgericht Wiener Neustadt Konkursantrag gestellt. Laut Auftragsbestand ist die Firma für die kommenden drei Monate "voll ausgelastet". Alle Kundenaufträge werden trotz Insolvenzantrag wie vereinbart erfüllt. Der vorläufige Gruppenumsatz für das Geschäftsjahr 2007 liegt Unternehmensangaben zufolge bei etwa 85 Mio. Euro, weltweit werden 630 Mitarbeiter beschäftigt. Der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) geht davon aus, dass die Gläubiger eine Quote von weniger als 20 Prozent erhalten werden. Sollte es nicht gelingen, einen Käufer zu finden, droht dem Unternehmen die Zerschlagung.
(APA)

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