Die Gehälter der deutschen Topmanager sind im vergangenen Jahr gestiegen, und zwar um durchschnittlich 400.000 Euro. Die Zahl wurde aus den Veröffentlichungen der Geschäftsberichte von 14 Dax-Unternehmen errechnet. Demzufolge verdiente im Jahr 2007 der durchschnittliche Manager 2,9 Mio. Euro. Die Gehälter stiegen also um etwa 14 Prozent, im Vergleich dazu stieg der durchschnittliche Verdienst eines „normalen" Arbeitnehmers um 1,4 Prozent. Das ist weniger als die Inflationsrate in Deutschland.
Das Ranking der bisher 14 Dax-Vorstandschefs führt Daimler-Chef Dieter Zetsche an: Er kam 2007 auf Barzahlungen und eine aktienbasierte Vergütung von insgesamt mehr als zehn Millionen Euro, knapp 40 Prozent mehr 2006.
Die Kritik, die in letzter Zeit an überhöhten Managergehältern geübt wurde, hat also nichts verändert. Dennoch wollen Aktienschützer nicht klagen: Sie zeigen angesichts der guten Ergebnisse für 2007 Verständnis für die Gehaltserhöhungen. „Wir dürfen nicht auf der einen Seite verlangen, dass die Bezüge an den Gewinnkennzahlen ausgerichtet werden sollen, und andererseits kritisieren, wenn in wirtschaftlich guten Zeiten die Gehälter ansteigen", so Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. (Red.)

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