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Deutsche Top-Manager: Gehälter erneut um 14 Prozent gestiegen

10.03.2008 | 09:54 |   (DiePresse.com)

Um 14 Prozent stieg das Gehalt eines durchschnittlichen Managers eines im Dax notierten Unternehmens. Jenes eines „normalen" Arbeitnehmers jedoch nur um 1,4 Prozent. Die Kritik an den hohen Manager-Gehältern hat also nichts verändert.

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Die Gehälter der deutschen Topmanager sind im vergangenen Jahr gestiegen, und zwar um durchschnittlich 400.000 Euro. Die Zahl wurde aus den Veröffentlichungen der Geschäftsberichte von 14 Dax-Unternehmen errechnet. Demzufolge verdiente im Jahr 2007 der durchschnittliche Manager 2,9 Mio. Euro. Die Gehälter stiegen also um etwa 14 Prozent, im Vergleich dazu stieg der durchschnittliche Verdienst eines „normalen" Arbeitnehmers um 1,4 Prozent. Das ist weniger als die Inflationsrate in Deutschland.

Das Ranking der bisher 14 Dax-Vorstandschefs führt Daimler-Chef Dieter Zetsche an: Er kam 2007 auf Barzahlungen und eine aktienbasierte Vergütung von insgesamt mehr als zehn Millionen Euro, knapp 40 Prozent mehr 2006.

Die Kritik, die in letzter Zeit an überhöhten Managergehältern geübt wurde, hat also nichts verändert. Dennoch wollen Aktienschützer nicht klagen: Sie zeigen angesichts der guten Ergebnisse für 2007 Verständnis für die Gehaltserhöhungen. „Wir dürfen nicht auf der einen Seite verlangen, dass die Bezüge an den Gewinnkennzahlen ausgerichtet werden sollen, und andererseits kritisieren, wenn in wirtschaftlich guten Zeiten die Gehälter ansteigen", so Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. (Red.)

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14 Kommentare
Gast: Kontrast
26.05.2008 13:04
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Ob Herr Ackermann folgendes schafft

Ein Kind mit 2, 29 Euro am Tag zu ernähren?

Abstimmung hier:

http://www.wolfgang-seidel.de.tl/Umfrage.htm

Gast: B
10.03.2008 18:52
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In Österreich nicht überzogen

Natürlich ist es eigentlich schon fast ein Skandal, dass in D Managergehälter um 14 % stiegen, während die AN nur magere + 1,4 % abbekommen. Aber schauen wir uns das Ganze einmal in Ö an: Hier muss ich ehrlich sagen, betrachte ich den Skandal von der anderen Richtung: Wenn Generaldirektoren (ausgenommen Banken) in unserem Land über einen JahresBRUTTOverdienst von 300000 kommen gehören sie schon zu den finanziellen Eliten. Bleiben Netto "gerade einmal" 150000 Euro pro Jahr über (somit weit weniger, als die durchschnittliche Gehaltserhöhung der deutschen Manager). Und bei uns regt man sich über die "ach so hohen Managergehälter auf". Dabei wird aber immer vergessen, was diese Leute an Ausbildung (und somit extrem viel Zeit und Kosten) investieren mussten und ihnen bei ihrem Job so gut wie kein Privatleben mehr übrig bleibt. Verhungern wird keiner von österreichs Managern, aber ich bin schon dafür, dass Ausbildung, viel Arbeit und Verzicht aufs Privatleben sich besser auszahlen muss!

Gast: mike
10.03.2008 14:11
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Es wäre Sache

der Gewerkschaften, auch einen gerechten Anteil für die Mitarbeiter herauszuverhandeln ..

Gast: Genauso
10.03.2008 12:57
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Sie können rechnen

Reale Inflation momentan: 8 Prozent
bleiben 6 Prozent real.
Immer noch üppig im Vergleich zu 1,4 %, aber die Herren sind in der Lage, die reale Inflation richtig berechnen zu können, was der Masse vorbehalten bleibt.

Antworten Gast: Gast
07.10.2008 14:09
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Re: Sie können rechnen

Das heisst "vorenthalten".

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Jeder nach seinen Bedürfnissen

Muss da nicht unter dem Artikel stehen "Unbezahlte Einschaltung der gesetzlichen Klassenkampfvertretung der Arbeitnehmer und Neidgenossenschaft"?
Gerade in Deutschland müssen die Vorstandsbezüge von 50% AN-Vertretern und Gewerkschaftern im AR abgenickt werden die sich dann öffentlich über das empören wozu sie in den Aufsichtsräten (ebenfalls für sehr gutes Geld) zugestimmt haben. Und es ist ein Medienritual mindestens 1x pro Woche über die böse Schere zwischen Arm & Reich zu schreiben. Die Schere verfängt besonders gut weil auch die Schere zwischen vif & bescheuert immer weiter auseinander geht.
Wenn D so weiter macht und sich die FDP auch endlich zur LINKE öffnet dann gibt es ohnehin bald keine bösen Manager mehr. Und nach der Rückverstaatlichung und DDR 2.0 verglüht alles in sozialer Gerechtigkeit. Blöd ist dann allerdings dass man dann nicht mehr über Manager herziehen kann wenn die alle enteignet oder vertrieben wurden. Aber es findet sich sicherlich ein neues altes Feindbild..

Antworten Gast: emma
10.03.2008 16:44
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Das Problem ist das mangelnde Risiko

Manager haben NULL Risiko, sie sind ganauso Arbeitnehmer wie alle anderen, nur fallen sie im Falle einer Kündigung viel weicher. Die hohen Gehälter wären anders zu beurteilen, wenn ihnen ein persönliches Risiko gegenüberstünde. Wenn also jemand eine gute Idee hat und eine Firma gründet, für die erhaftet, dann kann von mir aus beim Gehalt "the sky is the limit" gelten. Bei den verklüngelten Managern, wo die Freunderln den Freunderln die lukrativen Posten auf Kosten der Aktionäre, der Mitarbeiter und der Allgemeinheit zuschanzen (oft jenseits der Untreue-Grenze), dann muss eingegriffen werden. Das ist nämlich reine Abzocke und unerträglich.

Antworten phuter
10.03.2008 13:08
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Ich sehe eher einen gewaltigen Rückschritt...

In den gegenwärtigen Entwicklungen.
Unsere Gesellschaft produziert und konsumiert mittlerweile überteuerten Unrat von der Qualität ehemaliger Ostblockprodukte - alternativen? Schwer erhältlich oder für normalsterbliche unerschwinglich -Ich meine da Produkte und Qualität die früher sehr wohl leistbar waren.
Die "Manager" denen ich ihr Gehalt nicht neiden würde, würde die Allgemeinheit nicht verarmen, stellen in diesem Spiel die Politbonzen von einst dar. Die Völker werden sich gegen diese Entwicklung wehren - und zwar sehr bald. Es ist nur die Frage, ob es den "Managern" dann so milde ergeht wie ihren Ost - Vorbildern. Ich hätte kein Problem den "Manager" eines Hedgefonds auf die nächste Laterne zu knüpfen und mir seine genagelten Schuhe von unten anzusehen.

Antworten Antworten lurch
10.03.2008 16:13
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Re: Ich sehe eher einen gewaltigen Rückschritt...

Sie sprechen das Hauptproblem richtig an.
Es geschieht so lange nichts, bis ein großer Teil der Bevölkerung nur mehr die Wahl zwischen Verhungern oder "sich mittels brutaler Methoden wehren" hat.
Ich sehe niemanden, der nur eine bescheidene Korrektur des derzeitigen Weges vorgeschlagen hat.


Antworten Antworten Gast: junior6669
10.03.2008 13:26
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Re: Ich sehe eher einen gewaltigen Rückschritt...

Sie sprechen mir aus der Seele! Der Unmut großer Bevölkerungsteile wird immer größer und man hat das Gefühl, dass sich das bald gewaltig entladen wird.

LUPO
10.03.2008 10:41
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Aufschwung Ost

Der Osten hat angezogen, das hat wohl weniger mit den Managern zu tun. Die sollten sich wieder mal an ihre Gründer zurück erinnern und auf so Werte wie Innovation, Einsatz, Gründlichkeit und Qualität. Die deutsche Erfolgsgeschichte beruht nicht auf Marketing und Handelsgeschick, da muss man sich an den Amis und Indern orientieren, aber beim Produkt sollte Deutschland wieder der Maßstab sein und da fehlt es derzeit.

Wie wäre es, wenn die Herren für das viele Geld,

dass sie möglicherweise verdienen auch entsprechend haften? Also, wenn sich die hochbezahlte Entscheidung als Schaden für das Unternehmen entpuppt (z.B. Schremp & Co), dann sollten die Herrschaften auch mit ihrem ganzen Vermögen haften resp. die "verdienten" Millionen wieder zurückzahlen. Manager werden doch für ihre Leistung so hoch bezahlt und nicht für die Anwesenheit, oder?

Antworten Peregrin
10.03.2008 10:39
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Re: Wie wäre es, wenn die Herren für das viele Geld,

Grundsaetzlich haften Vorstaende eh mit ihrem Privatvermoegen. Leider haben sie heutzutage alle Haftpflichtversicherungen, die ihnen auch - widersinnigerweise - das Unternehmen zahlen darf.

Re: Re: Wie wäre es, wenn die Herren für das viele Geld,

Da hat im Fall Schremp aber etwas nicht ganz funktioniert, oder? Sonst wäre die Daimler-Aktie nicht so in den Keller gerauscht. Meines Wissens hat da keine Versicherung für Fehlentscheidungen von Herrn Schremp gezahlt. Und genau darum geht es doch bei so hohen Gehältern für so wichtige Entscheidungen: Um die wirkliche Haftung. Denn ohne die umfassende Haftung für die eigene Entscheidung erübrigt sich auch das exorbitante Gehalt.

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