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Nahrungsmittel um 8,9 Prozent teurer

14.03.2008 | 10:09 |   (DiePresse.com)

Hauptverantwortlich für die auch im Februar starke Teuerung waren "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit allein rund einem Drittel der Inflationsrate.

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Keine Entspannung an der Preisfront: Die rasante Teuerung hat im Februar in Österreich nicht nachgelassen.


Die Inflation ist im Jahresabstand weiter bei 3,2 Prozent geblieben wie bereits (revidiert) im Monat davor. Im Monatsabstand erhöhte sich das Preisniveau um 0,3 Prozent, gab die Statistik Austria am Freitag bekannt.

Im Dezember hatte Jahres-Teuerung in Österreich mit 3,6 Prozent den höchsten Stand seit mehr als 14 Jahren (Juni 1993) erreicht, der Jänner-Wert ist von der Statistik Austria jetzt von 3,3 auf 3,2 Prozent nach unten korrigiert werden.

Hauptverantwortlich für die auch im Februar starke Teuerung waren "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit allein rund einem Drittel der Inflationsrate sowie "Verkehr" mit einem Viertel des VPI-Anstiegs. Nahrungsmittel allein kosteten im Februar im Jahresabstand um 8,9 Prozent mehr, für Jänner waren +8,3 Prozent gemeldet worden.

Lebensmittelpreise im Detail 

Die Preise für Molkereiprodukte und Eier stiegen binnen Jahresfrist um 16 Prozent. Dabei war Käse im Schnitt 20 Prozent teurer (Gouda +20 Prozent, Emmentaler +22 Prozent, Camembert +24 Prozent, Frischkäse +17 Prozent, Mozzarella +16 Prozent). Die Preise für Vollmilch stiegen um 15 Prozent, für Schlagobers um 19 Prozent, für Sauerrahm um 18 Prozent und für Fruchtjoghurt um 11 Prozent. Eier verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 11 Prozent.

Brot und Getreideerzeugnisse verzeichneten durchschnittliche Preissteigerungen von 11 Prozent (Teigwaren +37 Prozent, Gebäck +11 Prozent, Spezialbrot und Weißbrot jeweils +9 Prozent, Nussgebäck +11 Prozent). Fleisch und Fleischwaren kosteten im Jahresabstand um 5 Prozent mehr (Putenbrustfleisch +14 Prozent, Extrawurst +7 Prozent, Dauerhartwurst +5 Prozent, Brathuhn +9 Prozent). Die Preise für Öle und Fette zogen im Jahresabstand um 16 Prozent an, wofür starke Verteuerungen bei Butter (+27 Prozent) hauptverantwortlich waren.

Obst wurde um 14 Prozent teurer (Pfirsiche/Nektarinen +54 Prozent, Trauben +33 Prozent, Zitronen +35 Prozent). Die Gemüsepreise dagegen waren im Schnitt nur 2 Prozent höher als vor einem Jahr (Häuptelsalat +21 Prozent, Kartoffeln +10 Prozent; jedoch Eisbergsalat 33 Prozent). Die Preise für Zucker, Marmelade, Honig und Süßwaren verzeichneten ein Plus von 6 Prozent, verursacht vor allem durch deutliche Verteuerungen bei Vollmilchschokolade und Schokoriegel (je +13 Prozent). Alkoholfreie Getränke wurden im Schnitt 4,6 Prozent teurer, wobei Mineralwasser, Limonaden und Fruchtsäften besonders anzogen (insgesamt +6 Prozent; Orangensaft +16 Prozent). Kaffee, Tee und Kakao verzeichneten Preisanstiege von 2 Prozent.

Index für Pensionistenhaushalte gestiegen

Besonders stark, aber etwas schwächer als im Monat davor, verteuerte sich auch im Februar der für Pensionisten relevante Warenkorb: Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) lag um 3,4 Prozent höher als ein Jahr davor, nach +3,6 Prozent im Jänner. Im Monatsabstand legte der PIPH dagegen um 0,5 Prozent zu.

Der für die Euro-Zone ermittelte Harmonisierte Preisindex (HVPI) erhöhte sich in Österreich im Februar - wie auch schon im Jänner - um 3,1 Prozent im Jahresabstand und stieg wie der allgemeine VPI um 0,3 Prozent im Monatsabstand. (APA)

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14 Kommentare
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Ukraine

Ein weiterer Grund die Ukraine in die EU aufzunehmen.;-)

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Kommt jetzt ein zynischer verlogener Gusenbauerbrief an die Pensionisten, der den Lügenbrief von Vranitzy noch übertrifft?

37 % Verteuerung bei Teigwaren und 10 % Verteuerung bei Kartoffeln treffen wirklich die ärmsten Bürger, die von diesen Lebensmitteln leben am härtesten. Hingegen ist es weniger schlimm, wenn Pfirsiche und Nektarinen sich um 54 % verteuern, da sich derartigen Luxus die arme Schicht in Österreich ohnedies nicht mehr leisten kann.

Dass sich Produkte, die viel Zucker enthalten wie Limonaden stark verteuern, stellt hingegen keinerlei Problem dar! Pensionisten können sich die Schlepperei von Getränken ersparen und wieder wie früher gesünderes Hochquellwasser trinken.

Vielleicht könnte man armen Pensionisten einen zynischen linken Ratgeber zuschicken, wie sie Kosten sparen können, anstatt die Pensionen zu erhöhen. Dadurch kann Gusenbauer und Häupel weiter auf Kosten der Pensionisten, die laut Analysen so dumm sind und mehrheitlich SPÖ wählen, großzügig zu Schwulen und Ausländern sein, denen von der rosa-lila Villa bis zum Friedhof im 23. alles auf Kosten der Pensionisten geschenkt wird.

Antworten Gast: AEIOU
15.03.2008 08:46
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Re: Kommt jetzt ein zynischer verlogener Gusenbauerbrief an die Pensionisten, der den Lügenbrief von Vranitzy noch übertrifft?

Mich wundert eigentlich, daß Sie sich so über unseren BUHKA auslassen dürfen. Mein abgeänderter Benatzky-Song hatte da nicht so viel Glück. Aber vielleicht deshalb weil ich den BUHKA als schiach bezeichnet habe. Na ja. Wie sagte schon die Tante Jolesch..

eurowave
14.03.2008 13:19
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AK spricht von 20% vom Dez. 2006 auf Feb. 2008

Die Priese stiegen vor allem bei Billigen Lebensmittel:

http://wien.arbeiterkammer.at/www-397-IP-39755.html

Jaja, Ein Crash wurde durch Manipulation lange zurückgehalten, aber jetzt scheint es so (siehe Finanzkrise - Subprime Krise - Ölkrise - Goldpreis/Silberpreis) als ob es langsam wirklich mal wieder (auf gut deutsch) krachen wird.

Gast: Diät
14.03.2008 12:27
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Man kann's ja auch positiv sehen...

...da mit den höheren Lebensmittelpreisen den Österreichern eine Motivation zur Diät verpaßt wird und dadurch die Volksgesundheit steigen wird... ;-)


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Der statistische Trick mit den minderwertigen Substitutionsgütern drückte jahrzehntelang die offizielle Inflation

Meiner Meinung nach ist es gut, wenn sich ungesundes Zuckerwasser verteuert, aber diese Teuerung läuft ja nicht systematisch nach gesundheitlichen Aspekten ab, sonst würden sich gesunde Teigwaren nicht gleich um 37 % verteuern.

Abgesehen davon haben sich Lebensmittel ohnedies in Wahrheit viel mehr verteuert als uns lange vorgelogen wurde. Ein Bioapfel aus dem Jahr 1951 wurde lange mit einem billligen Industrieapfel aus dem Jahr 1991 gleichgesetzt, was grober Unsinn ist, da Bioäpfel viel weniger Schadstoffrückstände haben und es sich daher um grundsätzlich verschiedene Produkte handelt, die fälschlich gleichgesetzt wurden. Ein Bioapfel kostete schon 1991 sehr viel mehr als ein Bioapfel aus dem Jahr 1951! Doch lange zurückliegende Fehler korrigiert das Statistische Zentralamt nicht.

Nur jetzt wo sich auch mit viel Chemie agrarindustriell hergestelltes Obst verteuert und noch keine Nahrungschemie zur Hand ist mit der man die Statistik verfälschen kann, explodieren offiziell Preise.

Radagast
14.03.2008 11:37
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Die Handelsketten spielen mit uns...

... und solange die meisten die teuren Produkte kaufen, wird sich das nicht ändern. Man sollte nun bewusst zu den billigen Diskontern, damit das teure Zeugs in den Läden liegen bleibt.

Andererseits muss man auch bedenken, dass der Anteil der Lebensmittel nur ca. 13 oder 14% an den Haushaltsangaben ausmachen. Außerdem hängt die Inflation bei Lebensmitteln der gesamten Inflation in den letzten 10 Jahren noch immer hinten nach, und holt jetzt ziemlich rasch etwas auf.


Antworten Gast: Rimpelstulzchen
14.03.2008 13:10
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Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Für Menschen mit einem niedrigen Einkommen sieht das ganze aber schon wieder anders aus. Da gehen schnell mal zwischen 35-40 Prozent des Einkommens für Lebensmittel drauf. Diese Teuerungsrate kann einem dann echte Probleme bereiten.

Antworten Antworten Gast: AEIOU
15.03.2008 08:48
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Re: Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Ist es nicht weise, daß uns die Regierung auf die sieben mageren Jahre vorbereitet. Die fetten sind vorbei.Und gesund ist es ja auch, das sollte man nicht vergessen, weniger zu fressen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Rimpelstulzchen
15.03.2008 13:20
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Re: Re: Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Stimmt. So hab' ich das noch gar nicht gesehen. Ist eben doch eine Regierung des kleinen Mannes. Ein Hoch auf unsere besorgten Politiker!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: AEIOU
15.03.2008 20:46
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Re: Re: Re: Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Weil wir bei ihnen in "guten" Händen sind, werden wir sie auch wieder wählen. Deshalb sind auch Neuwahlen nur Geldverschwendung. Ein Aufschnüren des Koalitionsabkommens und eine Minderheitsregierung, die sich demokratisch Mehrheiten sucht, ist die Lösung. Aber unsere Phrasendrescher machen um diese Lösung einen großen Bogen. Wäre nach der bananenrepublikartigen einmal eine demokratieähnliche Lösung.

Antworten Gast: Kaputtnix
14.03.2008 11:51
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Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Leider holt mein Gehalt nicht mit 11-15% pro Jahr auf......
Und der prozentuelle Anteil der Haushaltsausgaben orientiert sich immer noch am Monatseinkommen. Und wenn für einen 2 Personen Haushalt etwa 400 Euro pro Monat aufgewendet werden, dann möchte ich Ihr Monatseinkommen gerne haben, wenn dies nur 13 % des Einkommens sind...

Antworten Antworten Gast: AEIOU
15.03.2008 08:54
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Re: Re: Die Handelsketten spielen mit uns...

Wahrscheinlich ein "schlechtbezahlter" Beamter. Da kann es schon eng werden mit 13 Prozent. Fällt dann die Arktis-Reise ins Eiswasser? Na, dann ist wenigstens Thailand, die Sexdestination noch möglich.

Gast: Moneten Edi
14.03.2008 10:54
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Das ist erst der Anfang

Das ist erst der Anfang.

Die Spirale dreht sich weiter und wird an Fahrt gewinnen.

Und es wird bitter enden, wird ja auch wieder Zeit nach Jahrzehnten, das es Rumms macht.


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