Düsseldorf/Wien (AP/b.l.). Unter jenen zehn Unternehmen in Deutschland, die im Vorjahr die meisten neuen Mitarbeiter einstellten, waren vier Zeitarbeitsfirmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Magazins „Wirtschaftswoche“ unter 3300 Unternehmen. Zeitarbeitsfirmen verleasen ihre Mitarbeiter an andere Unternehmen, die kurzfristig höheren Arbeitskräftebedarf haben.
Die meisten Arbeitsplätze in Deutschland (10.171 neue Jobs) entstanden bei der Zeitarbeitsfirma Randstad. Beim Konkurrenten Manpower fanden 6070 Menschen eine neue Arbeitsstelle, bei Adecco waren es 5000. Erst auf Rang vier folgt mit dem Pharmaunternehmen Fresenius eine traditionelle Firma: Dort entstanden 3834 neue Arbeitsplätze gefolgt von der Zeitarbeitsfirma Persona Service mit 3430 Stellen. Auf den Plätzen sechs und sieben landeten Burger King mit 3200 und McDonald's mit 3000 neuen Stellen. Auf Rang acht lag die Lufthansa mit 2462 Arbeitsplätzen, gefolgt vom Reinigungsunternehmen Wisag mit 1825 und Bosch mit 1800 Stellen.
Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland konnten die Zeitarbeitsfirmen ihre Führungsposition als Jobmaschinen weiter ausbauen: Während früher die Zahl der Leiharbeiter während eines Aufschwungs abnahm, weil die Firmen zunehmend selbst Leute einstellten, wachse die Branche weiter, sagte Randstad-Chef Eckhard Gatzke dem Magazin.
Ein Trend, der sich auch in Österreich zeigt: Trenkwalder und Manpower sind die beiden größten Kunden des Arbeitsmarktservice (AMS). Im Vorjahr stammte bereits mehr als jede fünfte dem AMS gemeldete offene Stelle von einer Zeitarbeitsfirma.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2008)
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