Jahrzehntelang war der Dollar die wichtigste Währung der Welt. Damit scheint es zumindest in Amsterdam vorerst vorbei zu sein. In der Stadt, die jährlich von Millionen Touristen aufgesucht wird, verweigern zahlreiche Wechselstuben den Umtausch der US-Währung in Euro.
Die Händler kümmern sich wenig um die Aura, die den "Greenback" immer noch umgibt - sie sorgen sich um handfeste Nachteile angesichts der dramatischen Kursverluste, die der Dollar in den vergangenen Wochen und Monaten hinnehmen musste.
Zuletzt verging kaum ein Tag, an dem nicht neue historische Höchststände der europäischen Währung zu vermelden waren. Währenddessen fiel der Dollar scheinbar ins Bodenlose - am Freitag war er so viel wert wie 0,64394 Eurocent. Und am Donnerstag kostete der Dollar wieder weniger als ein Schweizer Franken.
"Unser Dollar ist hier null wert"
Den Betreibern von Wechselstuben ist das Geschäft mit der Weltwährung mittlerweile zu riskant. Sie müssen größere Beträge auf Vorrat kaufen - um dann mitanzusehen, wie der Wert der grünen Scheine schwindet. "Es ist schwer, jemanden zu finden, der wechselt", klagt Mary Kelly, eine Urlauberin aus dem US-Bundesstaat Indiana, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Unser Dollar ist hier null wert."
(mar)

Währungen: Eurostärke oder Dollarschwäche?
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