wien (dom). Die Uniqa-Versicherung zahlt für 2007 eine deutlich höhere Dividende: Wie Generaldirektor Konstantin Klien am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz sagte, bekommen die Aktionäre 0,50 Euro je Aktie, ein Plus von 43 Prozent.
Wachstumsmotor Osteuropa
Die Prämieneinnahmen stiegen im Geschäftsjahr 2007 um 3,6 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro. Am stärksten fiel das Plus in Osteuropa aus, wo die Prämieneinnahmen um 28 Prozent zulegten. Die Uniqa, die in insgesamt 20 Ländern tätig ist, wächst im Osten stärker als die Konkurrenz und gewinnt Marktanteile. Aus den Ländern Zentral- und Osteuropas stammt bereits ein Drittel der Prämien. Bis zum Jahr 2010 soll die Relation laut Klien auf 50:50 steigen.
Das Auslandsgeschäft sichert auch Arbeitsplätze: Wie Klien sagte sind von den 6164 Mitarbeitern in Österreich 320 allein mit internationalen Aktivitäten beschäftigt. Insgesamt hatte der Uniqa-Konzern zu Jahresende 2007 knapp 11.000 Mitarbeiter.
In Österreich war das Prämienwachstum mit 2,8 Prozent relativ schwach, lag aber deutlich über dem Branchenschnitt von nur 1,9 Prozent. In Westeuropa gab es einen Rückgang um 8,7 Prozent.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 43 Prozent auf 340 Mio. Euro, der Jahresüberschuss um knapp 54 Prozent auf 269 Mio. Euro. Im Zuge des Strabag-Börsegangs hatte die Versicherung ihren Anteil am Baukonzern auf 12,5 Prozent reduziert. Der Deal brachte laut Klien netto 240 Mio. Euro.
Wegen der guten Ertragslage hat die Uniqa ihr gesamtes Portfolio an Subprime-Papieren komplett abgeschrieben. Das machte 101 Mio. Euro aus, die tatsächlichen Ausfälle im Subprime-Portfolio liegen bei nur neun Mio. Euro. Bei allen anderen Papieren werden Zins- und Tilgungszahlungen ordnungsgemäß geleistet.
Das erste Quartal 2008 ist laut Klien überraschend gut gelaufen, die Prämieneinnahmen legten um rund 14 Prozent zu. An der Langfristprognose, nach der das Vorsteuerergebnis bis 2010 auf 430 Mio. Euro steigen soll, hält Klien fest. Im laufenden Jahr dürfte das Ergebnis bei 340 Mio. liegen.
Aktienrückkaufprogramm
Die Hauptversammlung der Uniqa soll am 19. Mai ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu zwölf Mio. Stück beschließen. Die Papiere sind für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm oder als „Akquisitionswährung“ für weitere Zukäufe gedacht. Am Freitag gewann die Aktie rund fünf Prozent.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2008)
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