Swarovski: Zittern um Arbeitsplätze

29.04.2008 | 09:57 |   (DiePresse.com)

In dem Tiroler Unternehmen sollen 200 Kündigungen bevorstehen. Der schwache Dollar und ausländische Konkurrenz machen Swarovski zu schaffen.

Im Tiroler Glas-Unternehmen Swarovski geht die Angst vor Kündigungen um. Nachdem 130 befristete Stellen nicht verlängert wurden, fürchten die 6700 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Das berichtet orf.at. Es sollen 200 Kündigungen bevorstehen. Der Betriebsrat spricht von angespannter Stimmung.

Die Firmenleitung will bislang nicht Stellung nehmen. In einer Sitzung habe sie aber über eine schlechte Auftragslage berichtet. Der schwache Dollar sowie Konkurrenz aus Ägypten würden dem Unternehmen zu schaffen machen. (APA)


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11 Kommentare
 
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Von bezi am 09.05.2008 um 13:28
Zum Artikel: Swarovski streicht 280 Jobs in Wattens

reduzierte UmsatzERWARTUNG

interessant, was reduzierte UmsatzERWARTUNGen so alles möglich machen...

Von Gast: josti am 08.05.2008 um 15:56
Zum Artikel: Swarovski streicht 280 Stellen in Tirol

Swarovski versucht sich in der Quadratur des Kreises

„Hier wird uns weisgemacht, dass es zu keinen Kündigungen kommt, und eh nur befristete Verträge auslaufen. Nur, wurde diesen KollegInnen bei der Einstellung nicht versprochen, dass im (kapitalistischen) Normalfall - das heißt kein Krankenstand, fleißig, willig und gehorsam - ihr Dienstverhältnis nach Ablauf der Befristung ohnehin in ein unbefristetes übergeht?“
mehr unter: http://tirol.kpoe.at

Von Gast: Evelyne am 29.04.2008 um 11:02

Soll das ein Witz sein?

An jeder Ecke ist ein Swarovski Geschäft. Da gibt's keinen Profit?

Antworten Von freeman am 08.05.2008 um 15:24

Vielleicht gerade deswegen?

Geschäfte kosten auch etwas - bevor auch nur ein Kristall verkauft wurde.

Ich kann Dir übrigens versichern, daß kein Geschäftsmann freiwillig auf Geschäft verzichten würde - das heißt, wenn die Dinger entsprechend häufig gekauft würden, würden sie auch produziert - incl. der dabei entstehenden Arbeitsplätze.

Antworten Von sucheBaecker am 29.04.2008 um 13:45

Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

Die Tatsachen liegen auf der Hand. Swarovski hat das Hauptbuero in Liechtenstein, von dort aus werden die Zuegel gestreckt.
Die Hauptfertigstaetten leigen in Thailand und das schon seit Jahren.
In Thailand hat Swarovski Betriebe die 4000 Leute beschaeftigen und den Grossteil der Kollektionen herstellen.
Die Verkaufsstelle in Triesen in Liechtenstein taetigt saemtliche Einnahmen. Dort ist es einfacher mit Finanz umzugehen als in Wattens.
Wattens ist nur mehr nebensaechlich, ein Kostenverursacher.
Nun wird es den Herren und Damen von Swarovski in Oesterreich zu teuer, Sie brauchen Wattens kaum noch.
Wozu denn, der Umsatz und Gewinn wird doch hauptsaechlich in Thailand erwirtschaftet.
Sie haben richtig gedeutet, wie ist das moeglich wenn die Firma 600 Mio Gewinn einfaehrt.
Auf jeder Ecke der Welt steht eine Swarovski Boutique, da kommt eine Menge Geld herein, allerdings nicht nach Oesterreich sondern nach Liechtenstein.

Antworten Antworten Von Gast: swarovski-mitarbeiter am 29.04.2008 um 20:07

Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

hallo herr suche-baecker,
wer wenig ahnung hat sollte sich wenigstens erkundigen worüber er schreibt.
das hauptquartier von swarovski befindet sich nach wie vor in Wattens (inkl. der gesamten Kristallerzeugung!!!) und dem Großteil der Mitarbeiter.
naja.... aber wahrscheinlich wollen sie dies alles so genau gar nicht wissen sondern schimpfen lieber über die Globalisierung.

Als Mitarbeiter von Swarovski (am Standort Wattens) kann ich ihnen nur sagen, dass ich in keinem anderen Unternehmen lieber arbeiten würde als bei diesem erfolgreichen Traditionsunternehmen!!!

Antworten Antworten Antworten Von sucheBaecker am 09.05.2008 um 15:35

Re: Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

ein "quasi" Mitarbeiter aus Wattens versucht die Verschoenerung um die "Ehre" zu retten.
Die Wahrheit ist das er ueber das Geschehen, die Geschaeftstaktiken des Swarovski Unternehmens keine Ahnung hat.
Er kann nicht wissen, dass in Triesen alle Exporteinnahmen
gebucht werden. Nicht in Wattens.
Da hat ein naiver Angestellter mit ein oder zeitausend Euro Gehalt wenig Ahnung.
Das Handelsgeschehen wird dem naiven Angehoerigen nicht offenbart.
Man kann es Ihm nicht uebel nehmen, den Einblick haben nur Leute im oberen Management, nicht aber 'Gernewisser' und Gescheittuer.
Wattens ist dem Untergang geweiht, die Lohnkosten stellen eine Belastung dar. Die Konzernfuehrung hat laengst Outsourcing als Hauptziel Ihrer Unternehmensstrategie geplant, und es werden die Massenartikel laengst in Thailand gefertigt.
Das kann man der Konzernleitung nicht uebelnehmen, die koennen rechnen.

Antworten Antworten Antworten Von Gast: seeker am 02.05.2008 um 09:14

Re: Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

Es kann dem Swarovski Mitarbeiter nur Recht gegeben werden - der erste Kommentar von sucheBaecker ist schlichtweg falsch. Glücklicherweise gibt es in Österreich noch Mitarbeiter, die statt unqualifiziert zu schimpfen das Wort für ihr Unternehmen ergreifen und unterstreichen, wie gerne sie dort arbeiten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Von tirolermaik am 09.05.2008 um 11:46

Re: Re: Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

Ich bin auch einer derer die schon im November zu bestkonditionen gekündigt wurden. Was soll ein Unternehmen denn wohl machen wenn die Umsatzerwartungen drastisch zurückgehen. Viele derer Unternehmen die Ihre Arbeiter bis zum bitteren Ende durchziehen, mussten schon Pleite gehen. Auch keine Lösung, oder? Auch habe ich schon viele junge neue Mitarbeiter gesehen die sich sofort bei Eintritt mit sinnlos teueren Autos, Wohnungen etc. hoch verschuldeten. Die trifft es dann wohl am härtesten, Schade! Und sollte ein Riesenunternehmen wie Swarovski nun wirklich steuerschonend über LI verrechnen, dann kommt es wohl nur uns allen zu gute. Oder sollte man besser das Geld unseren seltendämlichen Politikern, oder der EU, und damit gleich in den Osten verschwenden? Wohl nicht, oder? Ich glaube dass es besser ist wenn wir der Firma Swarovski eine gute Genesung wünschen, und hoffen dass einige von uns bald wieder weiterschleiffen können!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von sucheBaecker am 09.05.2008 um 15:50

Re: Re: Re: Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. In Oesterreich sind leider die Leute grossteils dafuer bekannt, die Perspektiven des oberen Managements nicht zu kennen.
Die Umsaetze der Swarovski liegen bei 800 Mio Euro, davon sind fast 3/4 Profit.
Die Gewinnspannen dieser Firma ist fantastisch.
Diese Zahlen stammen nicht von ungefaehr, sie kommen aus genauen Quellen.
Als Glasblaeser hat man eben die Zahlen eines Unternehmens nicht im Bilde, das ist verstaendlich.
Es geht auch nicht darum die Firma zu miskreditieren. Es ist ein Musterbetrieb der Globalisierung, und darauf kann die Konzernleitung stolz sein.
Die dummen oesterreichischen Angestellten koennen kaum mit den Wettbewerbskollegen in Thailand konkurieren, dort wird 2 mal soviel geleistet bei 15 -18 % Lohnkosten und Sozialabgaben die nicht der Rede wert sind.
Was nun mit Wattens immer passieren wird, haengt von der Subventionsbereitschaft der oesterreichischen Regierung ab.
Harte Worte, leider treffen sie zu.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: somebody am 31.05.2008 um 13:58

Re: Re: Re: Re: Re: Swarovski - ein Unternehmen das Oesterreich nicht mehr notwendig hat

Hat schon mal wer einen "Glasbläser" von Swarovski kennengelernt?

 
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