Kritik am Duzfreund Ikea: "Mit den Füßen getreten"

30.04.2008 | 17:43 |   (DiePresse.com)

Der schwedische Möbelriese gibt sich nach außen gerne kumpelhaft. Mitarbeiter in Deutschland berichten allerdings von Drangsalierung und Einschüchterung mit System.

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Der erste Eindruck täuscht, wenn man Fotos von Ingvar Kamprad betrachtet. Auf Aufnahmen ist er gelegentlich mit einer lustigen Strickmütze zu sehen, deren Zöpfe er gerade zubindet. Als Privatmann soll Kamprad einen alten Volvo fahren. In geschäftlicher Hinsicht jedoch gehört der 82-jährige Schwede zu den erfolgreichsten Unternehmern der Gegenwart. Er hat einen Stammplatz im Ranking der reichsten Menschen der Welt, welches das US-Magazin "Forbes" regelmäßig vornimmt. Das Vermögen von Kamprad schätzt "Forbes" auf rund 23 Milliarden Euro. Sein Vermögen machte Kamprad vor allem mit Möbeln, die man selbst zusammenbauen muss.

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Der Sohn eines Landwirts aus der schwedischen Provinz startete mit einem kleinen Versandhaus und begann, in den 1950ern Möbel anzubieten. In den folgenden Jahrzehnten legte die Firma einen beispiellosen Aufstieg zum Weltkonzern hin. Das Unternehmen gehört heute zu den bekanntesten Möbelhäusern weltweit - Ikea. Das innovative Konzept: Über riesige Ausstellungshäuser äußerst schlichte Möbel zu verkaufen, die der Kunde daheim selbst zusammenbauen muss.

Anleitungen des Chefs zum Sparen

Den Aufstieg zum globalen Unternehmen steuert Kamprad selbst und hält bis heute die Zügel seines Konzerns in der Hand. Seine Mitmenschen hat Kamprad sein Leben lang nachdrücklich zur Sparsamkeit angehalten. Auch eine Aussage zum Thema Reichtum ist von ihm überliefert: "Die größten Reichtümer, die ich besitze, sind meine Gesundheit, meine Familie und meine Mitarbeiter bei Ikea."

Der Unterschied zwischen außen und innen


Zumindest was die Mitarbeiter angeht, scheint der Grundsatz im Konzern mittlerweile nicht viel zu gelten - ganz im Gegenteil. Das Möbelhaus, das gerne als ein guter Freund seiner Klientel auftritt und alle Kunden grundsätzlich duzt, benimmt sich seinen Mitarbeitern gegenüber offenbar ganz anders.

Ein Beitrag des ZDF-Magazins "Frontal21" am Dienstag hat sich mit der Situation in Deutschland beschäftigt und ist auf ein breit angelegtes System der Ausbeutung und Drangsalierung gestoßen. Der Beitrag zitiert aus Briefen der Mitarbeiter an die Geschäftsführung:

"Wie lange soll der Wahnsinn noch dauern?"


"Wie lange soll dieser Wahnsinn noch andauern? Die Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen gehen jeden Tag an ihre körperliche und seelische Belastungsgrenze, leisten zahlreiche Überstunden.Krank zu arbeiten ist Normalzustand, wird unterschwellig sogar erwartet."

"Wir gehen ja schon auf dem Zahnfleisch. Ausbeutung der Mitarbeiter auf großem Niveau und das bei einer Weltfirma. (...) Wir, die Menschen, die Ikea zu dem gemacht haben, was es ist, werden von dir mit den Füßen getreten."

Im Gespräch mit dem Sender spricht Christina Frank von der Gewerkschaft Verdi von regelrechter Mitarbeiter-Schikane von Ikea Deutschland: "Absolute Flexibilität, körperlicher Einsatz bis zur Erschöpfung, Krankheit wird als Störung im Menschen kaum akzeptiert. Ikea nach außen ist sehr, sehr freundlich, nach innen völlig anders. Da sind wir fast schon wieder im Frühkapitalismus angelangt."

An die Grenzen getrieben


In Deutschland kämen jährlich 47 Millionen Kunden zu Ikea, mit denen 14.000 Mitarbeiter fertig werden müssten, so der Bericht. Die Mitarbeiter würden bewusst an ihre Grenzen getrieben - wenn es sein müsse, offenbar bis zum Zusammenbruch.

Cordula Becker, Betriebsratsvorsitzende von Ikea in Walldorf, berichtet dem Sender, "dass ständig der Krankenwagen kam, jeden zweiten Tag da war. Mitarbeiter sind umgefallen, einfach weil sie überlastet, am Rande iher Kraft waren, bis hin zum burn out."

Weitere Mitarbeiter, die anonym bleiben wollen, erzählen, wie besonders "an Ältere und Alleinerziehende rangegangen wird." Kollegen sollen mit der Einteilung von Nachtschichten bewußt in die Kündigung getrieben werden.

Teilzeitkräfte mit Vollzeit-Bereitschaft


Rund 40 Prozent des Personals sind Teilzeitkräfte. Besonders von ihnen wird absolute Flexibilität erwartet. Während man Christine Frank zufolge schon vom Vollzeitgehalt kaum leben kann, ist das bei einem Teilzeitgehalt erst recht nicht möglich. Das kümmert den Konzern offenbar wenig. So müssen die Teilzeitkräfte in der Filiale in Ulm ihre Sozialversicherungsausweise abgeben. Damit ist ihnen in Deutschland die Aufnahme eines weiteren Jobs nicht mehr möglich.

In einer Reaktion auf den Bericht weist Ikea die Darstellung zurück. Die Vorkommnisse, auf die sich das ZDF beziehe, lägen Jahre zurück - "zum überwiegenden Teil". Auch hätten sie bereits zu Konsequenzen geführt.

Die "Konsequenzen"


Als eine der Konsequenzen kann ein Urteil eines deutschen Arbeitsgerichts gesehen werden. Nachdem herauskam, dass Ikea Mitarbeiter ohne Zustimmung des Betriebsrates überwachen ließ, untersagte das Gericht dem Konzern diese Praktiken.

Als eine andere Konsequenz kann auch die systematische Unterdrückung von Betriebsräten gesehen werden. Auf besonderen juristischen Seminaren lernen Filialleiter, wie man mit Betriebsräten umgeht und vor allem, wie man sie los wird. Dem ZDF wurden Teilnehmerlisten solcher Seminare zugespielt, auf einer der Listen fand sich auf der Name einer Führungskraft von Ikea Deutschland.

Sonderseminare gegen Betriebsräte


Sabine Nord, Pressesprecherin von Ikea Deutschland, bestreitet nicht die Teilnahme der Führungskraft an dem Seminar, und auch nicht die Seminare selbst. Sie hält dafür eine eigene Erklärung parat: Die Ikea-Kultur gestehe dem Mitarbeiter einen sehr großen Freiraum, welche Seminare er belegen will.

"Passen Sie auf, dass Ihnen nichts passiert"


Von einem großen Freiraum kann bei Cordula Becker schon lange keine Rede mehr sein. Nachdem bei ihr Abmahnungen trotzdem nicht zu einer Kündigung geführt haben, nahm sie einer der Chefs zur Seite, erzählt Becker dem Sender. "Der eine Chef hat gesagt, er wird dafür sorgen, dass ich rausgehe. Ich soll aufpassen, weil er kennt ja meine Einsatzpläne,weil ich ja in seinem Bereich arbeite, und er weiß, wann ich spät abends auf den Parkplatz gehe, dass mir da nix passiert."

(mar)
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35 Kommentare
 
12
Gast: dt
18.10.2011 22:25
0

das duzen

Finde das ansprechen der potentiellen kunden mit "du" auf der website wirklich grauenhaft.. und dieser anna-web-roboter.. man fühlt sich wie im kindergarten!
dahingend würd ich mir echt was anderes erwarten.. erweckt in mir nicht das gefühl von qualität..


Gast: Elke Bathe
17.09.2011 19:31
0

Arbeiten bei Ikea

Da kann ich auch was zu sagen. Als ich 1999 bei Ikea in Düsseldorf anfing war ich gesund. 2002 war ich in schwerbehinderung und Frührente gemobbt. Durch meinen Vorgesetzte. Uns wurde die schöne heile Welt der großen Familie vorgegaukelt, aber zuletzt war jeder nur ein Kostenfaktor in der Personalabt. Wer nicht funktioniert wie ein Sklave oder Roboter wird gnadenlos aussortiert.

Gast: mia.
25.01.2011 21:04
0

Kann ich nicht bestätigen...

Ich arbeite neben meinem Studium bei IKEA und kann eigentlich gar nichts von dem bestätigen, was berichtet wird.
Auf mich wird weder psychischen Druck ausgeübt,noch gab es irgendeine "Gehirnwäsche". Der Verdienst ist auch mehr als akzeptabel im Gegensatz zu anderen Unternehmen (insbesondere Kleider - Geschäfte). Gewünschte Urlaubstage und Freizeiten werden immer berücksichtigt und alle meine Kollegen arbeiten gerne dort.

Gast: Ikea Leipzig
30.08.2010 22:09
0

FURCHTBAR

Hatte ein VS Gespräch in Leipzig. Die dortige Personalerin V.H. war sehr unprofessionell. Die ganze Zeit nur gegrinst und schnell gelabert - kaum sinnvolle Fragen. Und auf ihrem XING-Profil hat sie dann reihenweise Tippfehler. Ikea spart nicht nur bei der Qualität der Waren sondern vor allem bei der Qualität der Mitarbeiter. FINGER WEG!

Gast: IKEA-LEID
05.08.2010 23:36
0

NIE WIEDER IKEA

Ikea beutet die MA aus. Die Personaler werden dazu ausgebildet psychischen Druck auszuüben. Kosten senken um jeden Preis. Ich kann nur jedem Uni- oder FH-Absolventen empfehlen sich NICHT bei Ikea zu bewerben. Auch Azubis finden auf jeden Fall bessere Arbeitgeber. Ikea ist wie eine Sekte und zu Beginn gibt es eine Gehirnwäsche für neue MA (Vermächtnis eines Möbelhändlers). Wer sich genauer über die Ikea-Geschichte informiert erfährt wie das Unternehmen Gewinne unversteuert ins Ausland schafft und nur interessiert ist das wirtschaftliche Imperium zu vergrößern. ("Die Welt braucht ein starkes Ikea" - Zitat Ingvar Kamprad, Gründer von Ikea)

Gast: vater von w
03.05.2008 23:38
0

Ikea? Family?

Meint denn jemand tatsächlich das duzende Schweden liebe Kapitalisten sind, die noch dazu in Deutschland schwedische Löhne zahlen und tolle blaugelb gefärbte Arbeit bieten? Selbst IK lies es sich nicht nehmen, seine Selbstbiographie im Möbelhaus zu verkaufen statt zu verschenken, auf das noch ein paar Scheine mehr zu den Milliarden in den Schweizer Tresoren fallen und seine Erben werden das ihrige tun (auch im Duzton), in China und anderswo, auch in Deutschland, mit mir und mit Euch- solange wir nur von Unrecht und Unfreiheit reden, über Stasimethoden lange Monologe auf Lager haben und anschließend auf der A9 Richtung Fähre hetzen oder an der Kinderaufbewahrung ne halbe Stunde unsere Kleine versuchen unterzubringen, weil eins erst rein darf, wenn drei raus sind. Meine Kuh will auch Spaß haben, sagte Astrid Lindgren- da werde(n) ich (wir) doch IKEA den "seinen" nicht verderben.

Gast: alex
03.05.2008 01:01
0

artikel stimmt wohl

Da dürfte schon einiges stimmen.
Z.B. arbeitet man bei unseren IKEAs 15h-Teilzeit um ca. 360 Eur/Monat. Zusätzlich ändern sich die Arbeitszeiten ständig und sehr kurzfristig, oft aufgeteilt auf 3 Tage, von Montag früh bis Samstag 21 Uhr. Da man den Dienstplan meist erst 2 Wochen im Vorraus erfährt, lässt sich das restliche Leben kaum noch sinnvoll planen - es kommt ja "doch immer ein Dienst dazwischen". Theoretisch gibts dann zwar Ansprechpersonen, diese sind aber praktisch kaum verfügbar, da selber sehr ausgelastet.

Gast: Thomas
02.05.2008 07:54
0

Da muß sich ja viel geändert haben

in den letzten paar Jahren. Ich habe nämlich früher sehr gerne bei Ikea gearbeitet, das Arbeitsklima war Klasse und mit dem Gehalt war ich auch zufrieden.
Wenn die Luft an der Warenausgabe gebrannt hat, kam der Warenhauschef sofort angerannt und hat mitgearbeitet.
Ich will diese Geschichte echt nicht glauben.

Antworten Gast: WP
02.05.2008 10:11
0

Re: Da muß sich ja viel geändert haben

Das ist der Unterschied zwischen österreichischer und präpotenter deutscher Betriebsführung!!!

Wieviele Deutsche kennst Du persönlich?

Ich persönlich erlebe mehr Präpotenz unter Österreichern als unter Seutschen.

Es scheint sich eher

um eine Anschütter-Kampagne von VerDi zu handlen, um den eigenen Verein in die Schlagzeilen zu bringen - wäre ja nicht das erste Mal...

Gast: unglaublich
01.05.2008 19:43
0

Das wars

Dieser Bericht erschüttert mich bis ins Mark.
Ich werde in diesem Laden nicht mehr einkaufen.

Gast: Stahlengel
01.05.2008 18:36
0

Zum Ausbeuten gehören immer zwei

Statt zu jammern, sollten sich die Menschen mal lieber gut überlegen wo sie nächstes mal ihr Kreuzchen machen.

Es ist schließlich Aufgabe der Politik für sozialen Frieden zu sorgen, ohne den üblichen "die Globalisierung ist schuld" Offenbarungseid herunter zu beten.

Mag ein frommer Wunsch meinerseits sein, denn unsere Individualgesellschaft scheint sich wohl degenerativ auf das menschliche Rückgrat auszuwirken.

Wäre es zuviel verlangt gesesen,...

wenn der verantwortliche Journalist bei der Presse wenigstens ein telefonisches Statement des Betriebsrates von IKEA Österreich eingeholt hätte?

Ich kenne eine Mitarbeiterin von IKEA Vösendorf, und die hat noch nie etwas negatives erzählt.

Also vielleicht ist das ein Spezifikum von Deutschland und hat mit dem Konzern nichts zu tun und gilt daher auch nicht für Ö.

Antworten Gast: DS
01.05.2008 11:37
0

Re: Wäre es zuviel verlangt gesesen,...

nein, das ist kein Spezifikum von Deutschland. Ich arbeite für Ikea Deutschland und bin sehr gerne dort. Alles was im Moment durch die Presse geht ist mir völlig fremd. Einen besseren Teilzeitjob (das ist nicht mein erster) hatte ich noch nicht. Dieser ist zudem am besten bezahlt von allen.
Ich habe Freundinnen die in der Bekleidungsindustrie 2 Euro weniger in der Stunde verdienen. Ich bekomme zusätzlich Weihnachts und Urlaubsgeld. Im übrigen wurde mir mein Sozialversicherungsausweis wieder ausgehändigt nachdem eine Kopie gemacht wurde.
Jeder kann bzgl. seiner Dienstpläne Wünsche äußern oder Schichten tauschen.
Ich weiß nicht welche Schwachmaten so`n Blödsinn erzählen. Ich hatte noch nie einen Job in dem so viel für Mitarbeiter gemacht wird...vielleicht sollten diejenigen, die maulen wirklich mal woanders arbeiten. Es gibt echt Ausbeuter auf dem Arbeitsmarkt. Ikea gehört definitiv nicht dazu.

Gast: Eierbär
01.05.2008 09:45
0

Und?

Schlimm. Klar. Aber wo sind die Ketten, die die Sklaven binden? Oder kann man/frau sich einen neuen Arbeitsplatz suchen? Die Zustände wird es vor 10 jahren schon gegeben haben, aber nachdem die Linke in Deutschland wildert, schei.t sich die SPD an und hält es seit neuesten mit der Gerechtigkeit.

Gast: Crusader
01.05.2008 01:28
0

Ja klar, aber


wehe jemand setzt sich für die Rechte der Arbeiter ein.
Dann geht das Gekeife erst so richtig los.

logisch

freier kapitalismus wie erleibt und lebt....glauben denn die arbeiter noch irgendwelche rechte zu haben....??? in der globalisierung ein traum......
die werbung ( kumpelhaft freundlich etc. ) stimmt doch NIE mit der realität überein...is alles ein super dummmacher schmäh

Gast: enttäuscht
30.04.2008 20:17
0

Bin aufs massivste von IKEA enttäuscht!!

"Mitarbeiter in Deutschland berichten allerdings von Drangsalierung und Einschüchterung mit System."

"Die Mitarbeiter würden bewusst an ihre Grenzen getrieben - wenn es sein müsse, offenbar bis zum Zusammenbruch."

"Weitere Mitarbeiter, die anonym bleiben wollen, erzählen, wie besonders "an Ältere und Alleinerziehende rangegangen wird." Kollegen sollen mit der Einteilung von Nachtschichten bewußt in die Kündigung getrieben werden."

Ein Graus. Werde Ikea künftig meiden.

Antworten Gast: richtig
01.05.2008 07:50
0

Re: Bin aufs massivste von IKEA enttäuscht!!

Vor allem das hier hat mich zutiefst geschockt:

Nachdem bei ihr Abmahnungen trotzdem nicht zu einer Kündigung geführt haben, nahm sie einer der Chefs zur Seite, erzählt Becker dem Sender. "Der eine Chef hat gesagt, er wird dafür sorgen, dass ich rausgehe. Ich soll aufpassen, weil er kennt ja meine Einsatzpläne,weil ich ja in seinem Bereich arbeite, und er weiß, wann ich spät abends auf den Parkplatz gehe, dass mir da nix passiert."


Re: Re: Bin aufs massivste von IKEA enttäuscht!!

G'schichterl einer Betriebsrätin, ohne Nennung des Namens des "Chefs" nichts wert. Im Fernsehen traut sie sich über die angebliche Nötigung zu reden, aber vorm Staatsanwalt nicht?

Re: Bin aufs massivste von IKEA enttäuscht!!

Ja - die Klimaverschlechterung bei IKEA war ohnehin zu merken. Früher war es ein Vergnügen, dort einzukaufen - das ist es schon lange nicht mehr.

Lohnenswert wäre ein zusätzlicher Bericht darüber, wie IKEA mit den Produzenten seiner Waren umspringt.

Nervig

nachdem wir kein Skalventum haben, sucht sich jeder den eigenen Arbeitsplatz aus, oder?
Sich dann beschweren und jammern anstatt sich eine andere Tätigkeit zu suchen ist ja nur noch lächerlich zu nennen.
Der Wirtschaftskampf ist hart und die Konsumenten (ja, das sind wir alle) gehen dorthin, wo sie eine bestimmte Ware am günstigsten bekommen.
Dass Arbeit hart und kein Zuckerschlecken ist, sollte irgendjemand diesen Jammerern einmal klar machen.

Re: Nervig

Dir ist offensichtlich alles Hugo....
Wenn du beim IKEA Möbel einkaufengehst ist dir hoffentlich auch Hugo, dass der Dreck nur auch Chemie besteht und super ausdünstet.
Übrigens könnte man auch als Konsument etwas ändern und nicht mehr hingehen, dann sind se nämlich gezwungen etwas zu ändern, weil schliesslich will IKEA ja ein Geschäft machen und keinen Verlust.

Einfach mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen und zu sagen ihr könnt ja woanders arbeiten ist billig.

Re: nachdem wir kein Skalventum haben, sucht sich jeder den eigenen Arbeitsplatz aus, oder?

Was hier beschrieben wird, trifft nicht nur auf IKEA zu, sondern wird zunehmend "Standard" im Wirtschaftsleben. Es genügt Managern nicht mehr, bei Angestellten einfach nur zu sparen und die Lohnkosten zu reduzieren - sie genießen zunehmend auch die Lust an der Macht, Angestellte zu schikanieren und sie der eigenen Willkür zu unterwerfen. Mittel- bis langfristig schaden sie damit dem Unternehmen enorm. Ein Betrieb, der zu seinen Angestellten nicht loyal ist, verliert auch die Loyalität der Angestellten. Kein Wunder, wenn zB. das Internetgeschäft boomt - zermürbte und schikanierte Verkäufer ziehen keine Kunden an. Wenn ich nur auf schlechtbezahlte und unausgebildete Verkäufer treffe, erspare ich mir das und bestelle die Ware billiger online.

Aus genau den Gründen, wie sie bei IKEA beschrieben wurden, ist gerade eine ehemals große Handelskette eingegangen. Nur weiter so ...

Re: Nervig

Man muss akzeptieren, dass es viele Leute gibt, die sich aufgrund ihrer Qualifikation die Arbeit nicht aussuchen können. Da einfach zu sagen: "selber schuld", ist zu einfach.

 
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